Teil 2 dieses Ratgebers geht ins Detail: alle Anlageformen im direkten Vergleich, dazu Erlösmodelle, Renditen und Steuern auf einen Blick.
Investition in WindkraftLohnt es sich auch 2026, in Windkraft zu investieren?
Das Wichtigste in Kürze
- In Windkraft können Sie auch als Privatanleger:in investieren – etwa über offene oder geschlossene Fonds, Direktbeteiligungen, Aktien oder Crowdinvesting. Informieren Sie sich über Laufzeit und Form, aber auch über eine staatliche Förderung und steuerliche Aspekte Ihrer Geldanlage.
- Direkte Windkraft-Investments und geschlossene Fonds versprechen höhere Renditen mit 4-8%, in Einzelfällen bis zu 9%,1 sind aber deutlich riskanter. Offene, breit diversifizierte Fonds dagegen performen mit rund 3,5-5% in der Rendite geringer2, sind aber sicherer und stabilisieren so das Portfolio insgesamt.
- Achten Sie darauf, dass das Unternehmen hinter Ihrem Investment über ausreichend Expertise und Finanzkraft verfügt, um auf technische Entwicklungen zu reagieren – etwa durch Repowering veralteter Anlagen.
- Wer in Windkraft investieren will, kann das auch über einen Erneuerbare-Energien-Fonds wie unseren klimaVest machen, wo neben Windkraft auch in Solar investiert wird.
Inhalt
In Windkraft investieren: Was ist der Stand der Dinge?
Wind ist im Aufwind: Weltweit steigen die Zahlen der Windräder und der Investments in diese Form der erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 erreichten die globalen Investitionen in Offshore-Windkraftanlagen mit 76,7 Milliarden USD einen neuen Rekord – ein Anstieg von 79 % gegenüber dem Vorjahr.3 Windkraft war im Jahr 2024 mit einem Anteil von 33 % an der öffentlichen Nettostromerzeugung der wichtigste Energieträger in Deutschland, deutlich vor Kohle und Gas. Somit hat die Windkraft Kohle als wichtigsten Energieträger Deutschlands abgelöst.4
Deutschland baute im ersten Halbjahr 2025 europaweit die meisten neuen Windkraftanlagen und machte dabei fast ein Drittel des gesamten europäischen Windenergieausbaus aus.5
Neuinstallierte Windkraft (On- & Offshore) in Europa | Erstes Halbjahr 20256
- Onshore
- Offshore
Leider mussten Anleger:innen in der Vergangenheit aber auch negative Erfahrungen mit „windigen" Anbietern machen. Viele Investment-Angebote lassen ein Mindestmaß an Transparenz vermissen. In welche Werte und Projekte wird genau investiert? Wie lässt sich eine Renditeprognose einschätzen? Mit welchen Fragen lässt sich die Sicherheit oder das Risiko auf Herz und Nieren prüfen?
Investment in Windkraft: 8 wichtige Fragen – und Antworten
Es gibt genügend Gründe für Anleger:innen, sich mit dem Boom zu beschäftigen und zu schauen, inwiefern das eigene Portfolio davon profitieren kann. Daher sollen die folgenden Fragen die wichtigsten Aspekte rund um Windkraft-Investments beleuchten.
1. Ist Windkraft nur etwas für erfahrene Anleger:innen?
Nein. Eine Investition in Windkraft ist auch ohne Vorerfahrung möglich – entscheidend ist nicht Fachwissen, sondern die sorgfältige Prüfung des Angebots und die kritische Frage, ob diese Form der Anlage zur eigenen Lebenssituation und Risikobereitschaft passt. Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Banken profitieren schon länger vom Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch neue Produkte – allen voran der ELTIF seit der Reform 2.0 – öffnen diese Anlageklasse inzwischen auch für Privatanleger:innen.
Grundsätzlich können auch Kleinanleger:innen sich heute an Projekten beteiligen, oft schon ab einer Anlagesumme von 100 Euro.7 Sie sollten darauf achten, für wie lange ihr Geld gebunden sein wird (Anlagezeitraum), welche Gebühren und Ausgaben mit dem Projekt verbunden sind (Kostentransparenz) und welche Erfahrungen Betreiber und Finanzverwalter mit Windprojekten vorweisen können (Anbieterqualität).
Entscheidend für das Risiko-Rendite-Profil eines Windkraft-Investments ist auch die Form der Geldanlage. Hier gibt es eine breite Auswahl, von Aktien und Anleihen über Geschlossene und Offene Fonds bis hin zu Bürgerwindanlagen und anderen Formen des Crowdinvestings.8
2. Welchen ökologischen Nutzen hat die Windkraft?
Um Wind zu “ernten”, braucht es keine fossilen Energieträger wie Kohle, Gas oder Erdöl. Daher gehört die Windenergie zu den erneuerbaren Energien, die zum Klimaschutz beitragen: Bei der Erzeugung von Strom aus Wind entstehen weniger klimaschädlichen Treibhausgase wie CO₂, als bei der Erzeugung von Strom aus nicht erneuerbaren Energiequellen wie Kohle, Gas oder Erdöl.9
Allein in Deutschland konnten durch die Windstromproduktion im Jahr 2023 knapp 108 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden.10 Damit kann Europa einen wachsenden Teil seines Bedarfs decken: Windräder deckten 2024 bereits 19 % (475 TWh) des Stromverbrauchs in der EU.11Allerdings liegt der jährliche Ausbau mit 16 GW noch deutlich unter den 30 GW, die für das Erreichen der EU-Klimaziele 2030 erforderlich wären.12
Wind ist nicht gleich Wind. Ein Windpark in Finnlands Küstenregionen kann doppelt so viele Volllaststunden erzielen wie ein schlecht platzierter Park in Süddeutschland. Bei klimaVest prüfen wir vor jedem Ankauf gründlich Winddaten, analysieren Mikroklima-Effekte und lassen unabhängige Gutachter die Ertragserwartungen gegenchecken. Unsere vier finnischen Windparks beispielsweise profitieren von der langen, flachen Küstenlinie mit konstanten Winden. Das bedeutet planbare, hohe Erträge.
3. Welche Vorteile bietet eine Windkraft-Geldanlage für Anleger:innen?
Mehrere Eigenschaften machen Windkraft zu einem eigenständigen Baustein im Portfolio:
- Sachwert mit laufendem Cashflow: Windanlagen fallen in die Rubrik der Sachwert-Investitionen – hinter dem Investment steht ein Windrad aus Stahl, das laufend Strom produziert und Einnahmen erwirtschaftet. Sie bleiben auch in Krisen stabil und wirken der Inflation entgegen.
- Weitgehend unabhängig von der Börse: Die Einnahmen eines Windparks richten sich danach, wie viel Strom er produziert und zu welchem Preis er ihn verkauft. Sie folgen damit einer anderen Logik als Aktienkurse und reagieren kaum auf Börsenschwankungen. In einem Depot, das sonst stark von Aktien und Anleihen geprägt ist, wirkt Windkraft so ausgleichend.
- Planbare Erträge durch einen strukturierten Erlös-Mix: Stabile, über Jahre kalkulierbare Einnahmen zählen zu den größten Stärken eines Windkraft-Investments. Die Zeit, in der eine einzelne staatliche Garantie diese Planbarkeit lieferte, geht allerdings zu Ende. „Wo früher garantierte Erlöse lockten, bestimmen heute Spotmarktpreise, Wetterdaten und Netzkapazitäten die Einnahmenseite", sagt Timo Werner, Fondsmanager des klimaVest.13 Planbarkeit entsteht heute deshalb über einen strukturierten Erlös-Mix, in dessen Zentrum langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) mit bonitätsstarken Großabnehmern stehen. Geschickt kombiniert, gleicht dieser Mix einzelne Schwankungen aus und hält die Erträge über lange Zeiträume kalkulierbar.
- Struktureller Wachstumsmarkt: Der prognostizierte Ausbau der Windkraft-Kapazitäten sorgt dafür, dass Interessent:innen für diese Geldanlagen einen attraktiven Markt vorfinden. WindEurope geht davon aus, dass zwischen 2025 und 2030 in Europa insgesamt 187 GW an neuer Windenergieleistung installiert werden.14 Zugleich sind die Investitionsvolumina für Windparks meist so groß, dass sich die Kosten für Planung, Vertrieb und Betrieb gut verteilen und interessante Renditen ermöglichen.
- Messbarer Beitrag zur Energiewende: Mit einem Investment in Windkraft können Privatanleger:innen den Klimaschutz aktiv fördern15 und von den Renditen profitieren: Bei der Erzeugung von Strom aus Wind entstehen weniger klimaschädlichen Treibhausgase wie CO₂, als bei der Erzeugung von Strom aus nicht erneuerbaren Energiequellen wie Kohle, Gas oder Erdöl.9 Jeder Euro, der in einen Windpark fließt, finanziert eine konkrete Anlage, die sonst nicht gebaut würde.
4. Wie viel Rendite kann ein Investment in Windenergie erwirtschaften?
Die Rendite hängt stark von der Anlageform ab. Direkte Windkraft-Beteiligungen und geschlossene Fonds zielen auf 4 % bis 6 % jährliche Verzinsung, in Einzelfällen bis zu 9 % – allerdings bei deutlich höherem Risiko und langen Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren. Offene Fonds wie klimaVest bieten typischerweise 3,5 % bis 4,5 % Zielrendite bei höherer Sicherheit durch breite Streuung über viele Windparks, Länder und Technologien. Windkraft-Aktien sind volatiler und abhängig von Börsenschwankungen. Nach dem Absturz 2023 haben sich einige Titel wie Siemens Energy 2024 wieder erholt, langfristige Renditen bleiben aber schwer prognostizierbar.16
Entscheidend: Die realen Erträge hängen von Windaufkommen, Strompreisen, Betriebskosten und politischen Rahmenbedingungen ab. Die garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre (EEG) bietet Planungssicherheit, läuft aber für Altanlagen aus. Moderne Windparks setzen zunehmend auf Power Purchase Agreements (PPAs) oder Direktvermarktung an der Börse, mit Chancen auf höhere Gewinne, aber auch größeren Schwankungen. Grundregel: Je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko. Seriöse Anbieter mit langjähriger Erfolgsbilanz und transparenter Kostenstruktur sind entscheidend für tatsächliche Erträge.17
5. Wie sicher oder riskant ist ein Windkraft-Investment?
Windkraft-Investments sind relativ sicher: Die Kombination aus politischer Förderung, ausgereifter Technologie und weltweit steigendem Energiebedarf ermöglicht planbare Erträge bei moderatem Risiko – vorausgesetzt, das Investment ist professionell diversifiziert. Folgende Faktoren unterstützen diese Einschätzung: Der weltweite Energiebedarf steigt durch Bevölkerungswachstum, steigende Einkommen und Urbanisierung, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern.18 Internationale Abkommen und nationale Gesetze wie das deutsche EEG fördern regenerative Energien mit gesetzlich gesicherten Vergütungen. Die Technologie ist ausgereift und erprobt, die Erträge sind gut kalkulierbar.
Gleichzeitig bestehen Anlagerisiken: Wind bleibt trotz sorgfältiger Prognosen unberechenbar, längere Flauten können Erträge schmälern. Bei den Projektpleiten Anfang der 2000er Jahre hatten unerfahrene Projektierer ihre Windprognosen auf die überdurchschnittlich windstarken 1990er Jahre gestützt.19 Managementfehler beim Standort oder der Höhenberechnung können die Rentabilität gefährden. Bei großen Einnahmeverlusten droht im schlimmsten Fall die Insolvenz des Projekts. Auch politische Änderungen der Förderbedingungen sind theoretisch möglich. In Deutschland genießen Anlagenbetreiber jedoch verfassungsrechtlich garantierten Vertrauensschutz – rückwirkende Kürzungen der EEG-Vergütung für bestehende Anlagen sind nicht erlaubt.20
Risikominimierung durch professionelle Diversifikation: Um Risiken zu senken, sollte in mehr als einen Windpark investiert werden. Mehrere Direktinvestments erfordern jedoch erhebliches Knowhow, Zeitaufwand und hohe Kapitalsummen. Offene Sachwerte-Fonds bieten die bessere Lösung: Sie streuen das Kapital systematisch über viele Windparks, Länder und Technologien. Der klimaVest Fonds beispielsweise ist über 45 Assets in ganz Europa diversifiziert, in Finnland, Spanien, Deutschland, Frankreich, Irland und Schweden. Das Portfolio umfasst Onshore-Windparks, Solarparks und eine Beteiligung an Übertragungsnetzen. Die Risiken werden geografisch, technologisch und über verschiedene Betreiber hinweg gestreut. So stehen die Zeichen nicht gleich auf Sturm, wenn in einer Region mal kein Wind weht.
Warum Diversifikation entscheidend ist:
Stellen Sie sich vor, Sie investieren 50.000 Euro oder 20.000 Euro in einen einzigen Windpark in Norddeutschland. Ein windarmes Jahr 2026 – und Ihre Rendite schrumpft auf 2 %. Hätten Sie das gleiche Geld über 20 Windparks in ganz Europa gestreut (wie bei klimaVest), würden Flauten in Deutschland durch stärkere Winde in Finnland oder Spanien ausgeglichen. Das Ergebnis: stabilere Erträge, kalkulierbares Risiko.
6. Welche Laufzeit hat ein Windkraft-Investment?
Windkraftanlagen gehören zur Klasse der Infrastruktur-Assets. Das macht sie weniger anfällig für zyklische Schwankungen und unabhängiger von Börsenentwicklungen. Gleichzeitig binden solche Investments das Kapital der Anleger:innen langfristiger.
Anleger:innen sollten damit rechnen, dass ihr Kapital für mehrere Jahre gebunden ist. Die konkrete Dauer hängt vom jeweiligen Projekt ab, in einigen Fällen liegt sie auch unter fünf Jahren. Das liegt daran, dass die Anfangsinvestitionen für ein Windkraftwerk erst über die Jahre durch die Einnahmen aus dem Stromverkauf bzw. durch die Einspeisevergütung wieder eingespielt werden.
Spätestens nach Ablauf der gesetzlichen Förderdauer von 20 Jahren findet meist ein „Repowering" statt, die Modernisierung alter Anlagen. Neue Windturbinen – mit mehr Leistung und weniger Wartungsaufwand – ersetzen die alten Anlagen. Betreiber sparen sich dabei den Anfangsaufwand, da Netzanschlüsse, Genehmigungen und Erfahrungen mit dem Windaufkommen bereits vorhanden sind.
7. Welche Trends prägen die Zukunft der Windenergie?
Die Zukunft der Windenergie wird von drei Trends bestimmt: Repowering, Hybridisierung und Offshore-Ausbau. klimaVest fokussiert diese Entwicklungen.
Was bedeutet Repowering für Windkraftanlagen?
In Zukunft wird es mehr um das Thema Repowering gehen. Der Grund liegt vor allem im Standortmangel. „Die ertragreichsten möglichen Standorte sind bereits mit entsprechenden Anlagen bebaut. Auch Abstandsregelungen zu bewohnten Gebieten, Naturschutzvorgaben sowie lokaler Widerstand erschweren die Standortsuche", erklärt Dr. Nicole Arnold, Vorstandsmitglied der Commerz Real.2 Gleichzeitig erreichen viele Anlagen aus der Anfangszeit des EEG das Ende ihres rund 20-jährigen Lebenszyklus. „Deshalb schlägt jetzt die Stunde des Repowering, also des Ersetzens durch neuere Anlagen, die im Durchschnitt etwa dreimal so leistungsfähig wie die Altanlagen sind", so Arnold.
Beim Repowering geht es darum, Erneuerbare-Energien-Anlagen zu modernisieren und so effizienter nutzbar zu machen. Dieser Ansatz bietet den Vorteil, dass der Standort bereits besteht und infrastrukturell für den Betrieb einer Erneuerbare-Energien-Anlage wie zum Beispiel einem Windpark aufbereitet ist. Mit Repowering kann erstens der Netzanschluss erleichtert werden, zweitens können solche Projekte dadurch auch meist schneller genehmigt werden. Repowering ist damit ein wertvoller Ansatz, um Erneuerbare-Energien-Anlagen möglichst unkompliziert wiederaufzubereiten und möglichst effizient und gewinnbringend zu nutzen.
Warum Hybrid-Anlagen die Zukunft sind
Das Thema Hybridisierung, also die Kombination verschiedener Technologien, steht im Fokus: Dabei geht es sowohl darum, verschiedene Technologien der Stromproduktion wie Wind- und Solarkraft miteinander zu kombinieren. Zum anderen sollen auch Produktions- und Speicherungstechnologien hybridisiert werden, sodass produzierter Strom gespeichert und zu einem anderen Zeitpunkt ins Netz eingespeist werden kann. Die Einführung und Umsetzung solcher Hybrid-Anlagen sorgt dafür, dass natürliche Schwankungen in der Stromproduktion besser ausgeglichen werden können. Auch klimaVest hat das Potenzial dieses Modells erkannt und für sein Portfolio bereits einen spanischen Solarpark erworben, der in den nächsten Jahren um einen Windpark ergänzt werden soll. Solche Hybridmodelle, die verschiedene Methoden der Stromproduktion und -speicherung miteinander kombinieren, werden in den nächsten Jahren deutlich an Zulauf gewinnen.
Welche Rolle spielt Offshore-Windkraft?
Das dritte Themenfeld beschäftigt sich mit zukünftigen Herausforderungen im Bereich Windkraft-Investments, namentlich Offshore-Windparks. Hier haben sich die steigenden Kosten und die gestörten Lieferketten, die die Wirtschaft die letzten Jahre belastet haben, besonders deutlich gezeigt. Aufgrund der Installation im offenen Gewässer liegen die Herstellungs- und Installationskosten ohnehin schon höher als bei Onshore-Windanlagen, zudem sorgen die extremeren Witterungsbedingungen für einen höheren Verschleiß.21
Gleichzeitig liegen die Erträge jedoch fast doppelt so hoch wie bei Windparks auf dem Festland.22 Je mehr Anlagen gebaut werden, desto mehr könnten die Kosten also langfristig gesenkt werden. Doch um dieses Potenzial zu nutzen, muss der Ausbau in den nächsten Jahren auch entsprechend vorangetrieben werden.
Hybridanlagen sind für uns kein Trend, sondern strategisches Risikomanagement. Wenn die Sonne nicht scheint, weht oft Wind – und umgekehrt. Diese natürliche Diversifikation macht Erträge stabiler und attraktiver für Anleger.
Erfolgreich in Windkraft investieren: klimaVest in Finnland
Finnland gehört neben Spanien, Deutschland, Frankreich und Schweden zu den geografischen Schwerpunkten im klimaVest Portfolio. Schon vier finnische Windparks hat der Fonds in den letzten Jahren erworben – und das mit gutem Grund: Die lange, flache Küstenlinie Finnlands bietet den idealen Standpunkt, um die vorhandene Windenergie effizient in erneuerbaren Strom umzuwandeln.23
Die insgesamt 34 Windturbinen der vier Windparks in Finnland verfügen über mehr als 170 Megawatt Gesamtleistung. Ein Großteil des so produzierten Stroms wird über langfristige Abnahmeverträge – sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs) – an große, bonitätsstarke Unternehmen verkauft. So sorgt klimaVest für Kontinuität und Planungssicherheit, die auch den Anleger:innen in Form planbarer Renditen zugutekommt.
Ein weiterer Teil des Stroms wird jedoch auch über die Strombörse frei vermarktet. Damit reicht die Diversifikation bei klimaVest von verschiedenen Assets, Betreibern und genutzten Technologien bis hin zur Produktion und Vermarktung des Stroms, der aus finnischer Windkraft gewonnen wird.
8. Wie in Windkraft investieren? Anlageformen im Überblick
Privatanleger können auf fünf Arten in Windkraft investieren. Jede Anlageform unterscheidet sich in Risiko, Mindestanlage, Laufzeit und Mitspracherecht:
| Anlageform | Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | Risiko · Liquidität |
|---|---|---|
| Direktbeteiligung | ab 10.000 € · 4–9 % · 10–20 Jahre | hoch · sehr niedrig |
| Geschlossener Fonds | ab 10.000 € · 4–6 % · 10–20 Jahre | mittel–hoch · niedrig |
| Offener Fonds | ab 10 € · 3,5–4,5 % · flexibel | niedrig–mittel · mittel–hoch |
| Aktien/ETFs | ab 1 € · volatil · flexibel | hoch · sehr hoch |
| Crowdinvesting | ab 100 € · 3–6 % · 5–10 Jahre | hoch · sehr niedrig |
| Anlageform | Direktbeteiligung |
|---|---|
| Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | ab 10.000 € · 4–9 % · 10–20 Jahre |
| Risiko · Liquidität | hoch · sehr niedrig |
| Anlageform | Geschlossener Fonds |
|---|---|
| Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | ab 10.000 € · 4–6 % · 10–20 Jahre |
| Risiko · Liquidität | mittel–hoch · niedrig |
| Anlageform | Offener Fonds |
|---|---|
| Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | ab 10 € · 3,5–4,5 % · flexibel |
| Risiko · Liquidität | niedrig–mittel · mittel–hoch |
| Anlageform | Aktien/ETFs |
|---|---|
| Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | ab 1 € · volatil · flexibel |
| Risiko · Liquidität | hoch · sehr hoch |
| Anlageform | Crowdinvesting |
|---|---|
| Mindestanlage · Rendite · Laufzeit | ab 100 € · 3–6 % · 5–10 Jahre |
| Risiko · Liquidität | hoch · sehr niedrig |
Die Bandbreite ist groß: Direktinvestments, Crowdfunding und Aktien versprechen teils höhere Renditen, gehen aber mit entsprechenden Einzelrisiken einher. Offene Fonds wie klimaVest setzen auf ein anderes Modell: niedrige Einstiegshürden, breite Streuung über viele Projekte und ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko bei gleichzeitiger Flexibilität.
Fazit: Lohnt sich eine Investition in Windkraft 2026?
Ja, ein Windkraft-Investment kann sich lohnen: Es ist eine eigenständige Anlageklasse mit planbaren Erträgen und je nach Anlageform 3,5 bis 9 % Zielrendite. Sie stabilisiert das Portfolio über Sachwert-Charakter und geringe Börsenabhängigkeit. Der Beitrag zur Energiewende durch geringere Emissionen von CO2 im Vergleich zu fossilen Brennstoffen kommt als Wirkung hinzu. Wem diese Wirkung nebensächlich ist, für den kann Windkraft das Portfolio dennoch sinnvoll ergänzen.
Die zentrale Erkenntnis: Risiko und Rendite hängen entscheidend von der Anlageform ab. Direktbeteiligungen versprechen höhere Erträge (bis 9 %)1, erfordern aber hohes Kapital, lange Kapitalbindung und die Bereitschaft, Projektrisiken zu tragen. Offene Fonds wie klimaVest bieten mit 3,5-4,5 % moderate Renditen bei deutlich höherer Sicherheit durch professionelle Diversifikation über Länder, Technologien und Betreiber.
Wer sollte investieren? Windkraft eignet sich für Anleger:innen mit mittelfristigem Anlagehorizont (5+ Jahre), die Wert auf Sachwert-Stabilität und Inflationsschutz legen. Langfristige Stromabnahmeverträge, steigende Strompreise und ambitionierte EU-Klimaziele sprechen für langfristig stabile Rahmenbedingungen.24
Nächster Schritt: Entscheiden Sie, welche Anlageform zu Ihrer Risikobereitschaft passt. Mehr Flexibilität oder höhere Rendite? Breite Streuung oder gezielte Projektauswahl? Unser Vergleich der Anlageformen hilft Ihnen bei der Entscheidung.
FAQs zu Windkraft-Investments
1Erneuerbare Energien Aktuell (2025): In Windpark investieren: Worauf sollten Anleger achten? https://erneuerbare-energien-aktuell.de/investments/in-windpark-investieren/
2DAS INVESTMENT (2024): Aktienähnliche Gesamtrendite, nur mit geringerem Risiko. https://www.dasinvestment.com/aktienaehnliche-gesamtrendite-nur-mit-geringerem-risiko/
3BloombergNEF (2024): Offshore Wind Investment Hit All-Time High in 2023. https://about.bnef.com/blog/offshore-wind-investment-hit-all-time-high-in-2023/
4Fraunhofer ISE (2025): Öffentliche Stromerzeugung 2024: Deutscher Strommix so sauber wie nie. https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2025/oeffentliche-stromerzeugung-2024-deutscher-strommix-so-sauber-wie-nie.html
5Bundesverband WindEnergie (2025): Deutschland ist Zugpferd des europäischen Windenergieausbaus. https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/detail/deutschland-ist-zugpferd-des-europaeischen-windenergieausbaus/
6https://windeurope.org/data/products/latest-wind-energy-data-for-europe-autumn-2025/
7WIWIN (2025): Fakten, Fakten, Fakten Teil 1: Was ist Crowdinvesting? https://wiwin.de/blog/was-ist-crowdinvesting
8Grüne Sachwerte (2025): In Windkraft investieren - Windpark Beteiligungen 2025. https://www.gruene-sachwerte.de/windkraft/
9Umweltbundesamt (2025): Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger 2023. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/11850/publikationen/03_2025_cc_emissionsbilanz_erneuerbarer_energien_2023.pdf
10Bundesverband WindEnergie (2024): Geschäftsbericht 2023/2024. https://www.wind-energie.de/fileadmin/redaktion/dokumente/publikationen-oeffentlich/themen/06-zahlen-und-fakten/20241031_BWE_Geschaeftsbericht_2023_2024.pdf , Seite 11
11Bundesverband WindEnergie (2025): Europa in Zahlen. https://www.wind-energie.de/themen/zahlen-und-fakten/europa/
12WindEurope (2024): Windenergie in Europa: Statistiken 2024 und Ausblick für 2025-2030. https://w3.windmesse.de/windenergie/news/47315-windeurope-windenergie-in-europa-statistiken-2024-und-ausblick-fur-2025-2030
13Quelle: Timo Werner, „Stromnetze und Speicher: Schlüssel zur nächsten Phase der Energiewende", AnlegerPlus 08/2025, Seiten 36–37
14WindEurope: Wind energy in Europe: 2024 Statistics and the outlook for 2025-2030 https://windeurope.org/data/products/wind-energy-in-europe-2024-statistics-and-the-outlook-for-2025-2030/
15Windkraft-Investments tragen zu den EU-Taxonomie-Umweltzielen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" bei (EU-Verordnung 2020/852).
16Vernunftwende (2025): Direkte Beteiligung an Windkraftanlagen. https://vernunftwende.de/direkte-beteiligung-an-windkraftanlagen/; Commerz Real (2025): In Windkraft investieren. https://commerzreal.com/de/blog/in-windkraft-investieren/; Aktienwelt360 (2024): Siemens Energy-Aktie: +311 % in 2024. https://www.aktienwelt360.de/2024/12/21/siemens-energy-aktie-311-in-2024/
17Windpark Lindenberg: Energieertrag Wirtschaftlichkeit. https://www.windpark-lindenberg.ch/wirtschaftlichkeit; EnBW (2025): Power Purchase Agreements. https://www.enbw.com/unternehmen/themen/solarenergie/darum-sind-ppas-gut-fuer-die-energiewende.html; Wikipedia: Windenergie. https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie
18IEA (2023): World Energy Outlook 2023 - Executive Summary. https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2023/executive-summary?language=de
19wind-turbine.com (2023): Investition in Windkraft - Sichere Geldanlage? https://wind-turbine.com/magazin/neues-vom-markt/231230/investition-in-windkraft-sichere-geldanlage.html
20Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV): EEG-Einspeisevergütung sicher? Gutachterliche Stellungnahme Prof. Dr. Stefan Klinski (2005) im Rahmen des BMU-Projekts „Rechtliche und administrative Hemmnisse für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland". http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/eegsiche.htm
21RENOLIT: Offshore und Onshore Windkraftanlagen im Vergleich. https://www.renolit.com/de/branchen/wind-energy/renolit-cp/wartung-und-instandsetzung-windkraftanlagen/onshore-und-offshore-windkraftanlagen-im-vergleich
22Bundesverband WindEnergie (BWE): Offshore Anlagentechnik. https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/offshore/
23AHK Finnland / Umweltwirtschaft.com (2019): Windenergie: Finnischer Wind ist mehr als heiße Luft. https://www.umweltwirtschaft.com/news/energie/Windenergie-Finnischer-Wind-ist-mehr-als-heisse-Luft-19100
24Exporo (2024): In Windkraft investieren: Geldanlage, die sich lohnt? https://exporo.de/blog/windkraft-investieren
25Siehe hierzu den jeweiligen Halbjahresbericht & Jahresbericht im Downloadbereich: https://klimavest.de/de/downloads/
26ETF.capital: Windkraft-Aktien: Gegenwind drückt auf die Rendite, 01.08.2025, URL: https://etf.capital/windkraft-aktien-im-gegenwind-auswirkungen-auf-die-rendite/
27Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Winterstrom-Lösung von Axpo: Windenergie als perfekte Ergänzung zur Solarenergie, 12.06.2025, URL: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/715590/winterstrom-loesung-von-axpo-windenergie-als-perfekte-ergaenzung-zur-solarenergie