Von der Theorie in die Praxis: Wie Sie in 8 Schritten in Fonds investieren
Nachdem Sie nun die verschiedenen Fondsarten, ihre Eigenschaften und Risiken kennengelernt haben, steht Ihrem eigenen Fondsinvestment nichts mehr im Weg. Nun kommt es darauf an, Ihr neues Wissen anzuwenden, wenn Sie sicher und rentabel Ihr Geld in Fonds anlegen möchten.
Schritt 1: Anlageziele bestimmen: Wofür wollen Sie in Fonds investieren?
Anleger:innen sind unterschiedlich – genau wie ihre Präferenzen und Zukunftsvisionen, wenn es um ihr Geld geht. Bei der Bestimmung Ihrer Anlageziele geht es darum, genau hier anzusetzen und herauszufinden, was Sie erreichen wollen, wenn Sie Ihr Geld in Fonds investieren. Möchten Sie einfach Ihr privates Vermögen aufbauen oder geht es um konkrete Absichten wie die Finanzierung eines Eigenheims oder die Vorsorge für Ihre Kinder?
Diese verschiedenen Ziele wirken sich darauf aus, über welchen Zeitraum Sie wie viel Geld in Fonds investieren sollten und auch, welche Risiken Sie mit Ihrer Geldanlage eingehen. Je konkreter Sie Ihre Anlageziele also definieren können, desto besser können Sie Ihre Anlage planen.
Schritt 2: Risikobereitschaft definieren: Wie sicher soll Ihre Anlage sein?
Fonds lassen sich je nach Schwerpunkt unterschiedlichen Risikoklassen zuordnen. Nachdem Sie Ihr persönliches Anlageziel bestimmt haben, geht es nun im zweiten Schritt um Ihren Umgang mit Risiken: Möchten Sie mit Ihrer Anlage lieber hohe Renditen erzielen und dafür höhere Risiken eingehen oder wollen Sie doch lieber auf Nummer sicher gehen und Ihr Geld gut behütet wissen? Auch hier geht es um Ihre individuelle Einschätzung.
Seien Sie hierbei ehrlich, denn die beste Geldanlage sollte möglichst passend auf Sie zugeschnitten sein, um spätere Enttäuschungen oder Verunsicherungen zu vermeiden. Wenn Sie also keine hohe Risikotoleranz haben, bleiben Sie lieber auf der sicheren Seite und vertrauen Sie auf wertstabile und risikoärmere Fonds. Auch wenn Sie beispielsweise Geld für Ihre Kinder anlegen möchten, sind Sie mit werterhaltenden Produkten besser beraten.
Letztlich bestimmt das Anlageziel Ihre Mittel: Wenn Sie beispielsweise in 5 Jahren Ihren Anlagebetrag verdoppeln möchten, werden Sie auf wesentlich riskantere Fondsprodukte zurückgreifen, als wenn Sie in 30 Jahren ein Plus von 50% anstreben.
Schritt 3: Anlagehorizont bedenken: Wie lange möchten Sie in Fonds investieren?
Die Dauer Ihres Investments wirkt sich ebenfalls darauf aus, welche Fonds für Sie in Betracht kommen und welche Risiken und Renditechancen damit einhergehen. Denn je nach Produkt unterscheiden sich Aspekte wie Fristen zur Mindesthaltung oder der Rückgabe Ihrer Anteile. Hierfür sollten Sie also kalkulieren, ob beziehungsweise wie lang Sie auf Ihren Anlagebetrag verzichten können. Gängig sind drei verschiedene Zeiträume der Geldanlage:
- Kurzfristiger Anlagehorizont (1-3 Jahre): Wer sich auf den Ruhestand vorbereitet oder das erarbeitete Vermögen sichern, also über einen kurzen Zeitraum im Wert erhalten möchte, hat meist einen Anlagehorizont von wenigen Jahren. Hohe Renditen können sicherheitsorientierte Anleger:innen über diesen kurzen Zeitraum nicht erwarten. Wer innerhalb von drei Jahren beispielsweise mit Aktien oder Kryptowährungen auf hohe Renditen spekuliert, muss entsprechende Risiken eingehen und im schlimmsten Fall einen Totalverlust in Kauf nehmen. Wenn Sie also mit kurzfristigen Investments hantieren, kann es durchaus sein, dass Sie Ihre Anteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und somit deutliche Verluste hinnehmen müssen.
- Mittelfristiger Anlagehorizont (3-10 Jahre): Wer sein Kapital für mindestens drei Jahre investiert, verfügt über genügend zeitlichen und finanziellen Spielraum, um das eigene Kapital in Ruhe arbeiten zu lassen. Hier kann das Anlagekapital zwischen stabilen und etwas risikoreicheren Produkten, wie zum Beispiel Aktienfonds oder ETFs, aufgeteilt werden. So können Sie gute Renditen erzielen, während die damit einhergehenden Risiken von stabileren Fondsprodukten aufgefangen werden können.
- Langfristiger Anlagehorizont (10+ Jahre): Ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren eröffnet Ihnen einige Möglichkeiten, zum Beispiel können Sie langfristig und kontinuierlich für Ihr Alter vorsorgen. Wenn Sie für den Aufbau Ihres Vermögens in Fonds investieren, können Sie über diesen Zeitraum auch einige Risiken eingehen. Denn dann haben Sie viel Zeit, um Kursschwankungen auszuhalten und deren Ausgleich abzuwarten.
Behalten Sie aber im Kopf: Ihre Fondsanlage richtet sich nach Ihnen – wenn Sie einen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren haben, aber keine Risiken eingehen wollen, stehen Ihnen genügend solide und risikoarme Fonds zur Verfügung.
Schritt 4: Anlagebetrag festlegen: Wie viel können Sie investieren?
Sie kennen nun die wichtigsten Bedingungen, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie Ihr Geld in Fonds investieren möchten. Bevor Sie sich aber für einen Fonds entscheiden und Anteile erwerben, sollten Sie wissen, welche finanziellen Mittel Ihnen für Ihr Investment zur Verfügung stehen.
Nehmen Sie eine realistische Einschätzung Ihrer Finanzen vor: Welche regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben haben Sie? Gibt es Kredite, deren Abbezahlung noch aussteht? Verfügen Sie über eine Reserve, die eventuelle Reparaturen oder Neuanschaffungen abdeckt?
Stellen Sie sicher, dass Sie alle absehbaren Kosten berücksichtigt haben, bevor Sie Ihren Investitionsbetrag bestimmen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie nicht nach kurzer Zeit wieder auf Ihre Anlagesumme zugreifen und dafür hohe Gebühren wie Ausgabeaufschläge zahlen müssen.
Ermitteln Sie dabei nicht nur einen möglichen Investitionsbetrag für eine Einmalanlage, sondern auch eine denkbare monatliche Sparrate, mit der Sie sukzessive Vermögen aufbauen können.
Schritt 5: Fonds aussuchen: So finden Sie den für Sie geeigneten Fonds
Nachdem Sie nun bestimmt haben, welchen Betrag Sie in Fonds investieren können und möchten, geht es nun darum, das für Sie geeignete Produkt zu finden.
Wenn Sie von Ihrer Anlage hohe Renditen erwarten und Sie gleichzeitig Ihr Geld verfügbar halten wollen, kann ein Aktienfonds für Sie geeignet sein. Je höher die Renditechancen und die Liquidität des Fonds ausfällt, desto höher sind die damit einhergehenden Risiken. Deshalb zählen Aktienfonds zu den risikoreicheren Fondsprodukten.
Wenn Sie mehr Wert auf Sicherheit und stabile Renditen legen, kann ein Offener Immobilienfonds der richtige für Sie sein. Hier verzichten Sie circa zwei Jahre darauf, auf Ihr Geld zugreifen zu können, und investieren dafür in ein risikoarmes und wertstabiles Produkt. Hier empfiehlt sich der Offene Immobilienfonds hausInvest, der mit 15,0 Mrd. Milliarden Euro Fondsvermögen zu den größten deutschen Immobilienfonds zählt und mit über 145 Anlageobjekten weltweit eine hohe Diversifikation aufweist.
Für Anleger:innen, die ihr Kapital langfristig in eine zukunftsstarke Geldanlage investieren möchten, lohnt sich ein Blick auf den Erneuerbare-Energie-Fonds klimaVest: Der Sachwertefonds investiert in über 43 Windkraft- und Solarparks sowie Stromnetze in ganz Europa und sorgt dank langjähriger Abnahmeverträge für stabile Cashflows und zuverlässige Renditechancen.
Gleichzeitig holen sich Anleger:innen mit einem Investment in erneuerbare Energien eine neue und zukunftsorientierte Anlageklasse in ihr Portfolio, die mit weiterhin steigender Energienachfrage langfristig an Bedeutung gewinnen wird.
Für Anleger:innen, die in das Rückgrat der Wirtschaft investieren möchten, lohnt sich ein Blick auf infraVest. Der Infrastrukturfonds mit Deutschlandfokus ist ein ELTIF 2.0 und investiert breit gestreut in kritische Infrastruktur wie Versorgung, Soziales, Energie, Transport oder Kommunikation. Infrastrukturwerte gelten als langfristig stabil, weil ihre Erträge häufig aus regulierten oder konzessionierten Verträgen stammen und damit weitgehend unabhängig von Konjunktur und Börse sind.