Der ELTIF (European Long-Term Investment Fund) öffnet langfristige Sachwert-Investments für Privatanleger:innen. Hier finden Sie strukturierte Antworten auf alle relevanten Fragen, von den Grundlagen bis zur aktuellen Marktentwicklung 2026.
ELTIF Definition, Funktionsweise, MarktDas Nachschlagewerk 2026
Inhalt
Kapitel 1: ELTIF Grundlagen
Was ist ein ELTIF?
Ein ELTIF ist ein für alle Mitgliedstaaten der EU geltendes Format für Investmentfonds, mit dem Privatanleger:innen langfristig in Sachwerte und in die Realwirtschaft investieren können. Die Abkürzung steht für "European Long-Term Investment Fund". Investiert wird in Bereiche, die einen langen Atem brauchen, etwa Infrastruktur, Erneuerbare Energien, Immobilien, kleine und mittlere Unternehmen, Private Equity oder Private Debt.
Was den ELTIF von klassischen Publikumsfonds unterscheidet, ist sein Zweck. Aktien- oder Anleihefonds bilden die Finanzmärkte ab. Ein ELTIF dagegen finanziert reale Vorhaben, von Windparks über Stromnetze bis hin zu Mittelstandskrediten.
Geregelt ist das in einer eigenen EU-Verordnung, die 2015 in Kraft trat und 2024 mit dem ELTIF 2.0 deutlich überarbeitet wurde. Strenge Vorgaben zu Diversifikation, Transparenz und Risikomanagement sollen sicherstellen, dass Privatanleger:innen ein verlässliches Anlageprodukt erhalten.
Aus Sicht des Marktes hat sich diese Konstruktion bewährt. Bis Ende 2025 wuchs das in ELTIFs verwaltete Vermögen auf rund 34 Milliarden Euro, verteilt auf mindestens 268 Fonds. Allein 2025 kamen 113 neue ELTIFs hinzu1. Damit ist der ELTIF zwar weiter ein junges Instrument, aber kein Nischenprodukt mehr.
Wie entstand der ELTIF?
Der ELTIF ist eine Schöpfung der Europäischen Union. Mit der Verordnung (EU) 2015/760 vom 29. April 2015 schuf die EU einen einheitlichen Rahmen für langfristige Investmentfonds, die in der gesamten Union vermarktet werden können. Die Verordnung trat am 8. Juni 2015 in Kraft und wurde am 9. Dezember 2015 in allen Mitgliedstaaten anwendbar.
Das Ziel war von Anfang an klar formuliert: Privates Kapital soll langfristig in die europäische Realwirtschaft fließen, in Infrastruktur ebenso wie in den Mittelstand. In der Praxis blieb das Instrument in den ersten Jahren jedoch unter den Erwartungen, weil die Einstiegshürden für Privatanleger:innen hoch und die zulässigen Vermögenswerte eng gefasst waren. Aus Deutschland sorgte vor allem klimaVest schon vor der Reform für Aufsehen. Der 2020 aufgelegte ELTIF aus dem Haus Commerz Real ist bis heute der mit Abstand größte ELTIF Europas2.
Die eigentliche Wende brachte die ELTIF-Reform. Am 15. Februar 2023 verabschiedete die EU eine überarbeitete Verordnung, die als ELTIF 2.0 bekannt wurde und am 10. Januar 2024 zur Anwendung kam. Den entscheidenden Schritt zur praktischen Wirkung machten dann die finalen technischen Regulierungsstandards, die am 25. Oktober 2024 im EU-Amtsblatt veröffentlicht wurden (Delegierte Verordnung (EU) 2024/2759). Erst seit diesem Datum ist der ELTIF in seiner überarbeiteten Form vollständig handlungsfähig und genau seitdem zieht der Markt deutlich an.
Warum braucht es einen ELTIF?
Europa steht vor Aufgaben, deren Finanzierung über klassische Wege nicht zu stemmen ist. Der Umstieg auf Erneuerbare Energien und der Erhalt einer leistungsfähigen Infrastruktur sind nur zwei Beispiele dafür. Solche Vorhaben sind unverzichtbar für die Zukunftsfähigkeit Europas und verlangen Kapital in einer Größenordnung, die Banken und institutionelle Investor:innen allein nicht aufbringen.
An anderer Stelle lag das Kapital dafür durchaus vor, im Ersparten der europäischen Privathaushalte. Doch Privatanleger:innen fehlte der Zugang. Wer sich an solchen Großprojekten beteiligen wollte, hatte vor 2015 kaum geeignete Anlageprodukte zur Verfügung. Hinzu kam die Zersplitterung des europäischen Finanzmarkts. Die nationalen Finanzierungsinstrumente waren uneinheitlich und selten auf lange Laufzeiten ausgerichtet, was grenzüberschreitende Investments zusätzlich erschwerte.
An dieser Stelle setzte die EU an: Warum sollte das vorhandene Sparvermögen nicht in genau jene Projekte fließen, die Europa ohnehin braucht? Mit dem ELTIF wurde 2015 ein Vehikel geschaffen, das Privatkapital und Realwirtschaft direkt verbindet, mit einheitlichem Rahmen und EU-weitem Vertriebspass. Dass die Aufgabe nicht kleiner wird, zeigt die Brüsseler Agenda. Im März 2025 hat die Europäische Kommission die Savings-and-Investments-Union vorgestellt, um privates Kapital noch stärker in die europäische Realwirtschaft zu lenken.3
Welche Ziele verfolgt das Instrument ELTIF?
Der ELTIF soll privates Kapital dorthin lenken, wo es in der europäischen Realwirtschaft langfristig gebraucht wird. Konkret heißt das:
- Erneuerbare Energien und Stromnetze
- Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur
- Digitale Infrastruktur und Telekommunikationsnetze
- Kleine und mittlere Unternehmen als Rückgrat der europäischen Wirtschaft
- Gesellschaftlich relevante Bauten wie Schulen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen
- Beteiligungen und Kreditfinanzierung nicht börsennotierter europäischer Unternehmen (Private Equity, Private Debt)
Anders als bei klassischen Anlageprodukten kommt das Geld dabei direkt bei diesen Vorhaben an. Über die Kapitalverwaltungsgesellschaft fließt es in die jeweiligen Projekte und damit in die Realwirtschaft. Dieser Direktinvestment-Charakter ist das, was den ELTIF in der EU-Strategie überhaupt erst zu einem eigenständigen Instrument macht.
Politisch eingebettet ist der ELTIF in den European Green Deal und in die Kapitalmarktunion, die beide darauf zielen, Investitionen in Europa stärker zu bündeln und nachhaltiger auszurichten. Mit der Savings-and-Investments-Union, die die Europäische Kommission im März 2025 vorgestellt hat, wird diese Linie konsequent fortgesetzt: Privates Sparvermögen soll noch stärker in jene Vorhaben fließen, die Europa zukunftsfähig halten.3
Kapitel 2: Funktionsweise und Regelwerk
Wie funktioniert ein ELTIF?
Ein ELTIF ist ein Investmentfonds, der das Geld vieler Anleger:innen bündelt und gemeinsam in Sachwerte und langfristige Vorhaben investiert. Wer Anteile zeichnet, zahlt nicht direkt in eine Beteiligung ein, sondern in einen Topf, der rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt ist. Aus diesem Topf heraus werden die Investments getätigt. Damit greift bei einem ELTIF dieselbe Grundidee wie bei klassischen Fonds: Aus vielen kleinen Beträgen wird ein großer, mit dem sich Investments stemmen lassen, die einer einzelnen Person nicht zugänglich wären.
Der Unterschied liegt im Ziel der Anlagen. Während Aktienfonds in börsennotierte Unternehmen oder Anleihefonds in Staats- und Unternehmensanleihen investieren, lenkt ein ELTIF das Kapital in reale Vorhaben, etwa in den Bau von Windparks, in Stromnetze, in Mittelstandsbeteiligungen oder in Infrastrukturkredite. Mindestens 55 Prozent des Fondsvermögens müssen nach EU-Vorgabe in solche qualifizierten Anlagen fließen. Die übrigen 45 Prozent darf der Fonds in liquidere Anlagen halten, um Rücknahmen oder neue Investments zu steuern.4
Erträge entstehen aus den laufenden Einnahmen der Investments, also aus Pacht, Mieten, Zinsen oder Stromerlösen, sowie aus dem späteren Verkauf einzelner Beteiligungen. Diese Rückflüsse fließen zurück in das Fondsvermögen. Bei Anleger:innen kommen sie auf zwei Wegen an: einerseits über regelmäßige Ausschüttungen während der Laufzeit, andererseits über den Verkauf der Anteile, sei es während der Laufzeit über Rückgabefenster oder am Ende der Fondslaufzeit über die Auszahlung der verbleibenden Werte.
Wie wird der Wert eines ELTIF berechnet?
Der Wert eines ELTIF wird über den sogenannten Nettoinventarwert ermittelt, kurz NAV. Er entspricht dem Vermögen des Fonds abzüglich seiner Verbindlichkeiten, geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile. Aus diesem Wert ergibt sich der Preis pro Anteil, der für Ausgabe, Rückgabe und die berichtete Wertentwicklung herangezogen wird.
Anders als ein Aktienfonds wird ein ELTIF nicht zwingend börsentäglich bewertet. Wie oft der NAV berechnet wird, hängt vom jeweiligen Fondsmodell ab. Geschlossene ELTIFs müssen ihren Wert nach deutschem Recht mindestens einmal jährlich ermitteln. Semiliquide oder Evergreen-ELTIFs, die Rückgaben während der Laufzeit anbieten, bewerten meist quartalsweise oder häufiger, weil sich die Bewertungslogik nach den finalen technischen Standards von Oktober 2024 an der Rückgabefrequenz orientieren muss.5 Ein Teil des Fondsvermögens lässt sich nicht über tagesaktuelle Marktpreise bewerten, weil Windparks, Stromnetze oder Mittelstandsbeteiligungen nicht wie eine Aktie gehandelt werden. Deshalb arbeiten ELTIFs mit internen Bewertungsrichtlinien und greifen für illiquide Vermögenswerte auf externe Gutachten oder Modellbewertungen zurück.
Für Anleger:innen ist der NAV der Preisanker. Beim Kauf von Anteilen orientiert sich der Ausgabepreis an ihm, bei der Rückgabe gilt er als Berechnungsgrundlage für den Auszahlungsbetrag. Wichtig zu wissen ist allerdings: Ein veröffentlichter NAV bedeutet nicht automatisch, dass Anteile jederzeit zu diesem Wert verkauft werden können. ELTIFs unterliegen Rückgaberegeln, die sich von einem klassischen offenen Fonds unterscheiden. Wie diese Mechanik im Detail funktioniert, behandeln wir im Kapitel zur Liquidität.
Wieso ist ein ELTIF so stark reguliert?
Mit dem ELTIF öffnet die EU Privatanleger:innen den Zugang zu Anlagen, die zuvor nur institutionellen Investor:innen offenstanden. Diese Öffnung verlangt ein eigenes Schutzregime. Was bei Versicherungen oder Pensionskassen über interne Risikoabteilungen und große Diversifikation aufgefangen wird, muss bei Privatkund:innen die Verordnung selbst übernehmen. Genau deshalb arbeitet der ELTIF mit einem dichten Regelwerk, das mit ELTIF 2.0 und den finalen technischen Standards von Oktober 2024 teils nochmals geschärft, teils vereinfacht wurde.
Drei Regeln wirken dabei besonders direkt im Sinne der Anleger:innen:
- Diversifikation: Maximal 20 Prozent des Fondsvermögens dürfen in ein einzelnes Investment fließen. So kann kein einzelnes Projekt oder Unternehmen den Fonds dominieren.
- Klar definiertes Anlageuniversum: Nur Sachwerte, Infrastruktur, Beteiligungen und Kreditfinanzierungen langfristiger Natur sind zulässig. Spekulative Strategien wie Leerverkäufe oder Rohstoffwetten sind ausgeschlossen.
- Begrenzte Fremdfinanzierung: Ein an Privatanleger:innen vertriebener ELTIF darf maximal 50 Prozent seines Nettoinventarwerts mit Fremdkapital finanzieren, was übermäßige Hebelrisiken verhindert.
Hinzu kommt, dass jeder ELTIF vor seiner Auflegung von der zuständigen Aufsichtsbehörde geprüft wird, in Deutschland von der BaFin. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA führt ein öffentliches Register aller zugelassenen ELTIFs.
ELTIF 1.0 und ELTIF 2.0 — beide Regelwerke koexistieren
Am Markt sind weiter ELTIFs aus beiden Regulierungsphasen aktiv. ELTIFs, die vor dem 10.01.2024 aufgelegt wurden, laufen unter der ursprünglichen Verordnung von 2015 (ELTIF 1.0). Fonds, die nach diesem Datum starten, folgen den überarbeiteten Regeln (ELTIF 2.0). Die wichtigsten Unterschiede betreffen die Mindestquote qualifizierter Vermögenswerte (1.0: 70 Prozent, 2.0: 55 Prozent), die Fremdkapitalgrenze für Retail-ELTIFs (1.0: 30 Prozent, 2.0: 50 Prozent) sowie die Einstiegshürden für Privatanleger:innen, die mit 2.0 weitgehend gefallen sind. ELTIF 1.0 war damit in einigen Punkten enger reguliert als das aktuelle Regime.
klimaVest wurde 2020 als ELTIF 1.0 aufgelegt und investiert auf dieser Basis mit höherer qualifizierter Mindestquote und niedrigerer Fremdkapitalgrenze als unter 2.0 zulässig wäre.6
Warum sind so viele ELTIFs in Luxemburg zugelassen?
Luxemburg bietet ELTIF-Anbietern bessere Voraussetzungen als jeder andere EU-Standort: eine schnelle und fondserfahrene Aufsicht, etablierte Strukturen für den europaweiten Vertrieb und die nötigen Spezialisten direkt vor Ort. Für einen Fonds, der per Definition europäisch ausgerichtet ist, ist das die naheliegende Wahl.
Sichtbar wird das an den Zahlen. Luxemburg ist der größte Fondsstandort Europas und nach den USA der zweitgrößte der Welt, mit einem Fondsvolumen von rund 7,4 Billionen Euro Mitte 2025. Auch bei ELTIFs zeigt sich diese Stellung klar: Von 116 europaweit domizilierten ELTIFs sind 80 in Luxemburg registriert und bei den 55 Neuzulassungen des Jahres 2024 entfielen 37 auf Luxemburg.7
Hinter dieser Konzentration stehen drei konkrete Vorteile:
- Effiziente Aufsicht: Die Luxemburger Aufsichtsbehörde CSSF ist auf Fonds spezialisiert und gilt als zügig und kompetent in der Genehmigung neuer Produkte.
- Spezialisten vor Ort: Banken, Verwahrstellen, Wirtschaftsprüfer und Anwaltskanzleien mit Fondserfahrung sitzen in Luxemburg dicht beieinander. Das beschleunigt Auflage und laufenden Betrieb eines Fonds erheblich.
- EU-Pass: Ein in Luxemburg zugelassener ELTIF darf in der gesamten EU vertrieben werden, ohne dass eine zusätzliche nationale Zulassung nötig wäre.
Der Fondsstandort sagt nichts darüber aus, wo das Geld investiert wird. Ein in Luxemburg zugelassener ELTIF kann genauso in deutsche Windparks oder spanische Solarprojekte investieren wie ein in Deutschland zugelassener Fonds. Auch klimaVest gehört dazu. Der Fonds ist in Luxemburg aufgelegt, lenkt sein Kapital aber europaweit in Sachwerte für die Energiewende.
Kapitel 3: ELTIF und andere Fondsarten im Vergleich
Wie unterscheidet sich ein ELTIF von einem UCITS / OGAW?
Der Unterschied liegt vor allem in den zulässigen Anlagen: Ein UCITS-Fonds investiert in liquide Wertpapiere wie Aktien und Anleihen, ein ELTIF dagegen in langfristige Sachwerte und Realwirtschaft. UCITS (Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities), im deutschen Sprachgebrauch OGAW (Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren), ist die europäische Sammelbezeichnung für Investmentfonds, die in gesetzlich definierte Wertpapiere investieren. Zugelassen sind hier insbesondere Aktien, Anleihen, Geldmarktinstrumente oder Anteile an anderen UCITS-Fonds. Wer einen klassischen Aktien- oder Anleihefonds besitzt, hält also fast immer einen UCITS-Fonds. Der ELTIF hat viele dieser Regeln übernommen, vor allem beim Anleger:innenschutz, öffnet aber zusätzliche Anlagebereiche.
Er muss mindestens 55 Prozent seines Vermögens in Anlagen außerhalb der reinen Wertpapierwelt investieren, also in Sachwerte, Infrastruktur, Mittelstandsbeteiligungen oder Kreditfinanzierungen. Die übrigen bis zu 45 Prozent darf er in liquideren UCITS-fähigen Anlagen halten, um Bewegungen im Fonds zu steuern.
Daraus ergeben sich unterschiedliche Charaktereigenschaften. UCITS-Fonds sind in der Regel börsentäglich handelbar und werden ebenso oft bewertet. Der Börsenkurs zeigt jederzeit den aktuellen Wert. Bei einem ELTIF wird der Nettoinventarwert (NAV) oft seltener berechnet und dient zudem nur als Richtwert, nicht zwangsläufig als Verkaufspreis. Wann und zu welchem Preis Anleger:innen tatsächlich aussteigen können, hängt von der Form des ELTIF ab und ist im Fondsprospekt geregelt.
Beide Konstrukte sind streng reguliert und EU-weit vertriebsfähig, sie ergänzen sich aber, statt sich auszuschließen. UCITS bilden die liquide Wertpapierwelt ab, der ELTIF öffnet die Tür zur Realwirtschaft. Im Portfolio einer Anleger:in können beide ihren Platz haben, wenn die jeweiligen Anlageziele zusammenpassen.
Wie unterscheidet sich ein ELTIF von einem Alternativen Investmentfonds (AIF)?
Es gibt keinen echten Unterschied, denn ein ELTIF ist selbst ein Alternativer Investmentfonds (AIF). AIF ist die Sammelbezeichnung für alle Investmentfonds, die nicht zur OGAW-Familie gehören. Innerhalb dieser AIF-Welt gibt es verschiedene Unterkategorien wie offene und geschlossene AIF oder Publikums- und Spezial-AIF. Der ELTIF ist dabei kein eigener Fondstyp daneben, sondern eine zusätzliche EU-Zulassung, die ein bestehender Publikums-AIF erhält, wenn er die Anforderungen der ELTIF-Verordnung erfüllt.
Praktisch heißt das: Jeder ELTIF ist ein AIF, aber nicht jeder AIF ist ein ELTIF. Die ELTIF-Zulassung bringt zusätzliche EU-weite Regeln mit sich, etwa zu zulässigen Anlagen, Diversifikation und Anlegerzugang. Im Gegenzug darf ein ELTIF in der gesamten EU vertrieben werden, während ein „normaler" deutscher AIF in der Regel auf den deutschen Markt beschränkt bleibt.
Wie unterscheidet sich ein ELTIF von einem geschlossenen Fonds?
Ein klassischer geschlossener Fonds hat eine feste Laufzeit, in der das Kapital gebunden ist und Rückgaben grundsätzlich nicht möglich sind. Ein ELTIF kann ebenfalls geschlossen aufgesetzt werden, lässt sich seit ELTIF 2.0 aber genauso als semiliquide oder Evergreen-Struktur konstruieren. Welche Form ein konkreter Fonds wählt, ist eine Entscheidung der Fondsgesellschaft bei der Auflegung.
Der ELTIF ist also nicht das Gegenstück zum geschlossenen Fonds, sondern das flexiblere Format, das die geschlossene Form als eine von drei Möglichkeiten enthält.
Hinzu kommen rechtliche Unterschiede. Klassische geschlossene Fonds in Deutschland sind meist als geschlossene Investment-Kommanditgesellschaften strukturiert, mit nationaler BaFin-Zulassung und ohne EU-weiten Vertriebspass. Ein ELTIF ist demgegenüber ein EU-weit harmonisiertes Produkt, das in der gesamten Union vertrieben werden darf, sobald die Aufsicht im Sitzland die Zulassung erteilt hat.8
Wie unterscheidet sich ein ELTIF von einem ETF?
Trotz der ähnlichen Buchstabenfolge sind ELTIF und ETF zwei sehr unterschiedliche Anlageprodukte. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung formulierte es im April 2026 treffend: ELTIFs sind „in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenstück zu Indexfonds".9
Ein ETF (Exchange Traded Fund) bildet meist passiv einen Aktien- oder Anleiheindex wie den DAX oder den MSCI World ab und wird wie eine Aktie an der Börse gehandelt. Ein ELTIF dagegen investiert aktiv in Sachwerte und langfristige Vorhaben in der Realwirtschaft, ist nicht börsennotiert und folgt einer eigenen Rückgabemechanik.
Daraus ergeben sich zwei spürbare Unterschiede für Anleger:innen:
- Liquidität: ETF-Anteile lassen sich börsentäglich in Sekunden kaufen und verkaufen, bei einem ELTIF ist die Rückgabe nur zu festgelegten Fenstern und mit Vorlauf möglich.
- Preisfeststellung: Beim ETF ist der aktuelle Wert jederzeit am Börsenkurs ablesbar, beim ELTIF wird der Wert seltener berechnet und basiert teilweise auf Modellbewertungen der zugrunde liegenden Sachwerte.
ETF und ELTIF schließen sich im Depot nicht aus, sie ergänzen sich. ETFs decken die liquide, börsengehandelte Welt günstig und transparent ab. ELTIFs als Portfoliobeimischung öffnen die Tür zu langfristigen Sachwerten und Renditechancen jenseits der Börse, die in einem reinen ETF-Portfolio strukturell fehlen. Zusätzlich stabilisiert der richtige ELTIF das Depot weitgehend gegen börsentypische Schwankungen
Wie unterscheidet sich ein ELTIF von einem Offenen Immobilienfonds?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Breite der Anlageklassen. Ein Offener Immobilienfonds investiert ausschließlich in Immobilien, also in Bürogebäude, Einkaufszentren oder Wohnanlagen. Ein ELTIF kann Immobilien zwar ebenfalls halten, ist aber breiter aufgestellt. Erneuerbare Energien, Stromnetze, Mittelstandskredite oder Infrastruktur gehören genauso zum möglichen Anlageuniversum.
Offene Immobilienfonds sind auf dem deutschen Markt deutlich etablierter. Mit rund 284 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen Ende 2024 gehören sie für viele Anleger:innen quasi zum Pflichtprogramm im Depot, weil Immobilien als stabile Sachwert-Komponente seit Jahrzehnten gesetzt sind. Genau hier setzen ELTIFs an. Sie ermöglichen es, den Sachwert-Anteil im Depot weiter zu erhöhen, ohne die ohnehin schon vertretene Immobilien-Karte noch stärker zu spielen. Wer bereits in Offene Immobilienfonds investiert ist, gewinnt mit einem ELTIF eine zusätzliche Sachwert-Streuung über Sektoren wie Energiewende oder Infrastruktur.10
Kapitel 4: ELTIF-Formen
Welche Form von ELTIFs gibt es?
Drei Grundformen prägen den ELTIF-Markt:
• Geschlossene Fonds mit fester Laufzeit
• Semiliquide ELTIFs mit Rückgaben zu festen Terminen
• Evergreen-ELTIFs ohne festes Laufzeitende
Bis zur Reform 2024 war die geschlossene Form der Normalfall, doch ausgerechnet der Marktführer klimaVest war von Anfang an als offener Fonds konzipiert. Seit ELTIF 2.0 und den finalen technischen Standards von Oktober 2024 gibt es für alle drei Formen klare Regeln, vorher fehlten sie für die offenen Varianten weitgehend.
Bei einem geschlossenen ELTIF ist das Kapital über die gesamte Laufzeit gebunden. Anteile können während dieser Zeit grundsätzlich nicht zurückgegeben werden, das Geld fließt erst zur Liquidation am Ende zurück. Diese Form bleibt sinnvoll für Investments, bei denen es Jahre dauert, bis sie Erträge abwerfen oder weiterverkauft werden können. Beispiele aus der Praxis könnten ein neuer Hafen, ein neues Krankenhaus oder ein Tunnel sein. Der Gotthard-Basistunnel etwa hatte eine Bauzeit von 17 Jahren, bevor der erste Zug fuhr und Einnahmen möglich waren.
Semiliquide ELTIFs öffnen das Modell für Rückgaben zu festen Fenstern, üblich sind quartalsweise oder halbjährliche Termine. Damit das funktioniert, halten sie einen Teil des Fondsvermögens in liquideren Anlagen. Marktüblich sind 15 bis 30 Prozent.11
Evergreen-ELTIFs sind die Spielart ohne festgelegtes Laufzeitende und fortlaufend für neue Anleger:innen offen. In der Regel werden sie zugleich semiliquid geführt, weshalb beide Begriffe am Markt häufig synonym verwendet werden. Genauer betrachtet beschreibt Evergreen, dass der Fonds kein Laufzeitende hat. Semiliquide beschreibt, dass und wie er Anteile zurücknimmt.
Neben diesen Grundformen haben sich seit der Reform weitere Konstruktionen etabliert. Dachfonds-ELTIFs investieren in andere Privatmarkt-Fonds und schaffen so eine zusätzliche Streuung. Multi-Asset-ELTIFs bündeln mehrere Privatmarkt-Klassen wie Private Equity, Private Debt und Infrastruktur in einem einzigen Fonds
In welche Asset-Klassen investieren ELTIFs?
ELTIFs investieren in vier große Anlageklassen außerhalb der Börse. Sonja Knorr vom Analysehaus Scope sieht in dieser Breite die Hauptchance für Privatanleger:innen: „ELTIF bieten umfassende Investitionsmöglichkeiten, die Klaviatur ist sehr umfangreich. Dies kann helfen, das eigene Vermögen breiter zu streuen."9 Stand Ende 2025 verteilt sich das Gesamtvolumen am ELTIF-Markt wie folgt:1
- Private Debt: 34 Prozent
- Infrastruktur: 28 Prozent
- Private Equity: 19 Prozent
- Sonstige, vor allem Immobilien und Multi-Asset: rund 16 Prozent
Hinter Private Debt stehen Kredite an europäische Unternehmen, die nicht über Banken oder Anleihemärkte laufen. Diese Klasse ist seit 2024 die mit Abstand größte am ELTIF-Markt, weil viele Mittelständler in den vergangenen Jahren stärker auf alternative Finanzierer ausgewichen sind.
Infrastruktur umfasst sowohl Energieprojekte wie Windparks, Solarflächen und Stromnetze als auch Verkehrsinfrastruktur, Wasser- und Telekommunikationsnetze. Diese Klasse profitiert von langfristigen Verträgen, planbaren Erträgen und der politischen Unterstützung durch den European Green Deal. klimaVest ist der größte ELTIF Europas und investiert vor allem in Infrastruktur für Erneuerbare Energien.
Wichtig ist allerdings: Wo „Infrastruktur" draufsteht, ist nicht immer Infrastruktur im engeren Sinn drin. Der Begriff ist in den ELTIF-Prospekten weit gefasst, hinter Infrastruktur-Investments können je nach Anbieter auch Vermögenswerte stecken, die wenig mit dem zu tun haben, was Anleger:innen landläufig damit verbinden. Hinter einer als Infrastruktur ausgewiesenen Beteiligung steckten beispielsweise unter anderem Hubschrauber zur Brandbekämpfung – sicher nicht das, was vielen als Erstes zum Begriff Infrastruktur einfällt.12
Vor dem Kauf hilft daher ein Blick in den Verkaufsprospekt und Jahresbericht, um zu verstehen, was wirklich im Portfolio steht. Im Haus der Commerz Real bilden der klimaVest und der infraVest zwei Produkte, deren Anlageschwerpunkte transparent ausgewiesen sind: erneuerbare Energien und Stromnetze beim klimaVest, breitere deutsche Infrastruktur beim infraVest.
Private Equity bedeutet Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen, oft mittelständische Marktführer in Europa. Anleger:innen werden hier zu Miteigentümern und partizipieren an der Wertsteigerung dieser Unternehmen.
Immobilien sind im ELTIF-Universum eher die kleinere Klasse, weil sie über (Offene) Immobilienfonds bereits gut abgedeckt sind. ELTIFs setzen hier oft Schwerpunkte mit gesellschaftlichem Bezug, etwa Schulen, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen.
Die vier ELTIF-Anlageklassen mit möglichen Vermögenswerten
- Private Debt: Direktkredite an europäische Unternehmen außerhalb des klassischen Bankweges, etwa Mittelstandsfinanzierungen, Übernahmefinanzierungen oder Wachstumskredite
- Infrastruktur: Windparks, Solaranlagen, Stromnetze und Kraftwerke; daneben Flughäfen, Häfen, Mautstraßen, Wasserwerke, Abfallentsorgung und Telekommunikationsnetze
- Private Equity: Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen oder an börsennotierten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bis zu einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen Euro (gemäß ELTIF-Verordnung)
- Immobilien: Objekte mit gesellschaftlichem Bezug wie Schulen, Kliniken oder Pflegeeinrichtungen
Wo investieren ELTIFs?
Wo ein ELTIF investiert, hängt von seiner Anlagestrategie ab und ist im Fondsprospekt festgelegt. Drei Grundmuster lassen sich am Markt beobachten:
- ELTIFs, die ihr Geld ausschließlich oder weit überwiegend in der EU einsetzen
- ELTIFs, die in Europa und zusätzlich in den USA oder weiteren Industrieländern investieren
- ELTIFs, die gezielt außerhalb Europas anlegen
Wichtig zu wissen: Der Namensbestandteil „European" in ELTIF bezieht sich auf das Regelwerk, nicht auf die Anlageregion. Nur wenige ELTIFs legen ihren Schwerpunkt voll auf Europa. Manche setzen etwa auf Solarkraft südlich der Sahara – mit allen politischen Risiken inklusive.13
Vor dem Kauf hilft daher ein Blick in den Prospekt, um zu verstehen, wo das Kapital tatsächlich eingesetzt wird. klimaVest hat sich bewusst für eine reine Europa-Strategie entschieden und investiert ausschließlich in Erneuerbare-Energie-Anlagen innerhalb der EU, verteilt auf 44 Standorte in 6 Ländern.14
Welche Vorteile hat es als ELTIF, europaweit zu agieren?
Die EU-weite Streuung erlaubt es einem ELTIF, unterschiedliche Marktdynamiken in verschiedenen Ländern und Regionen zu nutzen und das Klumpenrisiko zu senken. ELTIF ist ein Finanzinstrument, das von der EU konzipiert und damit auch für sämtliche EU-Staaten zugänglich gemacht wurde. Wie die meisten Anlageinstrumente profitieren auch ELTIFs von einer möglichst breiten Streuung, vor allem geografisch.
Indem also beispielsweise ein deutscher ELTIF nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien oder Schweden investiert, können ganz unterschiedliche Marktpotenziale und -dynamiken nutzbar gemacht werden, die zu einer höheren Risikostreuung beitragen.
Besonders sichtbar wird das im Bereich Erneuerbare Energien: Während zum Beispiel in Finnland vorrangig auf Windparks zurückgegriffen wird, kommen in südlichen EU-Ländern wie Spanien vor allem Solarkrafttechnologien zum Zug.
Das große Stichwort hierbei lautet Diversifikation: Durch die EU-weite Streuung von Assets kann ein Klumpenrisiko umgangen werden, das sich durch die Konzentration auf nur einen oder wenige Standorte zur Erzeugung Erneuerbarer Energien ergeben würde.
Indem in einem ELTIF Assets aus verschiedenen Ländern aufgenommen werden, wird nicht nur eine geografische, sondern auch eine technologische Diversifikation erreicht. Lässt in einer Region die Stromproduktion wetterbedingt zeitweise nach, können diese Rückstände durch Investments in andere Technologien und Länder ausgeglichen werden.
Darüber hinaus bietet die EU einen verlässlichen Gesetzesrahmen und ausreichend politische und wirtschaftliche Stabilität, um sowohl Erneuerbare-Energien-Anlagen als auch entsprechende Anlageprodukte wie ELTIFs erfolgreich und langfristig umzusetzen. Mit dem European Green Deal und der Savings-and-Investments-Union, die die Europäische Kommission im März 2025 vorgestellt hat, wird diese Linie politisch weiter abgesichert.
Im Falle des ELTIF klimaVest hat sich die EU-weite Streuung von Assets schon längst bewährt: Mit aktuell 43 Wind- und Solarkraftanlagen in 6 Ländern zielt der Fonds auf eine möglichst stabile und durchgehende Stromproduktion sowie ein minimales Ausfallrisiko. Die technologische und geografische Diversifikation trägt maßgeblich dazu bei. Auch für die Anleger:innen rentiert sich die Streuung, denn sie sorgt für ein geringeres Anlagerisiko und größere Planungssicherheit.14
Was bedeutet ELTIF 2.0?
ELTIF 2.0 ist die Reform der ELTIF-Verordnung von 2023, die seit Januar 2024 anwendbar ist und das Instrument für Privatanleger:innen deutlich zugänglicher gemacht hat. Sie räumt zentrale Hürden aus dem Weg, die das Wachstum des ELTIF-Markts in den ersten Jahren gebremst hatten und passt das Regelwerk an die Realität langfristiger Sachwert-Investments an.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick:
- Wegfall der Mindestanlage von 10.000 Euro und der 10-Prozent-Vermögensgrenze, die zuvor für Privatanleger:innen galten
- Senkung der Privatmarkt-Mindestquote von 70 auf 55 Prozent, womit ELTIFs auch liquidere Bestandteile halten können
- Anhebung der Diversifikationsgrenze von 10 auf 20 Prozent pro Einzelinvestment
- Anhebung der zulässigen Fremdfinanzierung im Retail-Vertrieb auf bis zu 50 Prozent des Nettoinventarwerts
- Rückgaben und Matching-Mechanismen während der Laufzeit als reguläre Produktoption etabliert
Praktisch wirksam wurde die Reform erst mit den finalen technischen Standards vom 25. Oktober 2024 (Delegierte Verordnung (EU) 2024/2759). Seitdem zieht der Markt sichtbar an. Bis Ende 2025 wuchs das in ELTIFs verwaltete Vermögen auf rund 34 Milliarden Euro, allein 2025 kamen 113 neue ELTIFs hinzu.13
Eine ausführliche Darstellung der Reform mit Detailregelungen und Vergleichstabelle finden Sie auf der Seite zu ELTIF 2.0.
Kapitel 5: Liquidität und Rückgabe bei ELTIFs
Wie liquide sind ELTIFs?
ELTIFs liegen liquiditätsmäßig zwischen Aktienfonds und klassischen geschlossenen Fonds. Sie sind damit nicht so frei handelbar wie ein ETF, aber auch nicht so starr wie ein geschlossener Beteiligungsfonds, der das Kapital bis zum Laufzeitende komplett bindet.
ELTIF ist auch keine eigene Liquiditätskategorie, sondern ein Regulierungsrahmen. Welches Liquiditätsprofil ein einzelner Fonds bietet, hängt davon ab, wie die Fondsgesellschaft ihn konstruiert hat. Geschlossene ELTIFs lassen vor Laufzeitende grundsätzlich keine Rückgabe zu, semiliquide und Evergreen-ELTIFs öffnen Rückgabefenster zu festen Terminen. Sonja Knorr von Scope bringt es nüchtern auf den Punkt: ELTIFs sind „weniger transparent und eingeschränkter handelbar als beispielsweise Aktien, Anleihen oder Indexfonds".9
Wie weit das Spektrum reicht, zeigt die Stiftung-Warentest-Untersuchung von 29 in Deutschland an Privatanleger:innen vertriebenen ELTIFs aus dem April 2026: Bei vielen Fonds gilt eine Mindesthaltedauer von bis zu drei Monaten, bei einer weiteren Gruppe sogar von bis zu acht Jahren. Manche Fonds akzeptieren überhaupt keine Rückgabe vor Laufzeitende. Einzig klimaVest kommt bisher ohne Mindesthaltedauer aus.13
Was bedeutet semiliquider ELTIF?
Semiliquidität ist ein Marktbegriff für Fonds, die nicht täglich frei ein- und auszahlbar sind, aber auch nicht bis zum Laufzeitende komplett verriegelt sind. Anleger:innen können also vor Laufzeitende aussteigen, aber nur zu festen Terminen und unter bestimmten Bedingungen.
Der Begriff steht nicht in der ELTIF-Verordnung, beschreibt aber genau das Modell, das die Verordnung in Artikel 18 zulässt. Konkret bedeutet semiliquide: Rückgaben finden nur in Fenstern statt, davor gelten Vorlauffristen und oft auch Mindesthaltedauern und der Fonds kann Rückgaben begrenzen oder vorübergehend aussetzen, wenn zu viele Anleger:innen gleichzeitig aussteigen wollen.
Damit das Modell funktioniert, hält ein semiliquider ELTIF einen Teil seines Vermögens in liquideren Anlagen wie Tagesgeld, Geldmarktpapieren oder UCITS-Fonds. Marktüblich sind bei Evergreen-ELTIFs 15 bis 30 Prozent. Diese Reserve ermöglicht es dem Fonds, Rückgaben zu bedienen, ohne dafür schnell Anlagen wie Windparks, Solarflächen oder Unternehmensbeteiligungen verkaufen zu müssen, was bei solchen Assets kaum kurzfristig möglich wäre.11
Achtung: Semiliquide bedeutet nicht „fast liquide". Expert:innen warnen ausdrücklich davor, semiliquide ELTIFs mit täglich handelbaren Fonds zu verwechseln. Der Begriff beschreibt die Möglichkeit der Rückgabe, nicht ihre Garantie. Erst Rückgabefenster, Vorlauffristen, Limits und Aussetzungsregeln machen aus einem grundsätzlich illiquiden Sachwert-Investment ein semiliquides Produkt.11
Welche Fristen gelten bei ELTIFs?
Bei ELTIFs gibt es nicht die eine Frist, sondern drei verschiedene, die zusammenwirken.
- Mindesthaltedauer: Zeitraum nach dem Kauf, in dem Anteile gar nicht zurückgegeben werden können.
- Vorlauffrist (Notice Period): Zeitraum zwischen Anmeldung der Rückgabe und Auszahlung.
- Rückgabefenster: feste Termine, zu denen der Fonds Rückgaben überhaupt entgegennimmt.
Die ELTIF-Verordnung gibt dafür keine starren Werte vor. Sie regelt in Artikel 18 nur den Rahmen, innerhalb dessen die Fondsgesellschaft die drei Fristen festlegen kann. Als Marktstandard hat sich für Rückgabefenster eine quartalsweise Frequenz etabliert. Monatliche oder häufigere Termine sind möglich, müssen aber gegenüber der Aufsicht begründet werden.15
Wie unterschiedlich die Fristen am Markt ausfallen, zeigt die Stiftung-Warentest-Untersuchung von 29 in Deutschland an Privatanleger:innen vertriebenen ELTIFs aus dem April 2026. Bei vielen Fonds liegt die Mindesthaltedauer bei drei Monaten, bei einer weiteren Gruppe reicht sie bis zu acht Jahren. Manche ELTIFs lassen Rückgaben überhaupt erst zum Laufzeitende zu. klimaVest setzt hier eine Ausnahme: keine Mindesthaltedauer und keine Vorlauffrist für Rückgaben bis 500.000 Euro pro Jahr. Erst darüber gilt eine zwölfmonatige Ankündigungsfrist.16,13
Vor dem Kauf eines ELTIF empfiehlt sich daher der Blick ins Basisinformationsblatt. Dort stehen alle drei Fristen kompakt nebeneinander.
Sind ELTIFs täglich handelbar?
Nein, in der Regel nicht. ELTIFs sind nicht börsennotiert und folgen einer eigenen Rückgabemechanik mit festen Terminen. Wer einen ELTIF kauft, sollte daher davon ausgehen, dass Anteile nicht jederzeit verkäuflich sind.
Bei den meisten ELTIFs am Markt sind Rückgaben einmal pro Quartal möglich, oft mit mehreren Wochen Vorlaufzeit. Tägliche Rückgaben sind dagegen die Ausnahme. klimaVest gehört zu diesen wenigen Fonds, die börsentäglich handelbar sind. Anleger:innen können ihre Anteile relativ einfach zurückgeben, für Beträge bis 500.000 Euro pro Jahr ohne Kündigungsfrist und ohne Mindesthaltedauer. Für höhere Beträge gilt eine zwölfmonatige Ankündigungsfrist und der Gesamtbetrag aller Rücknahmen pro Bewertungstag ist auf 50 Prozent der Liquiditätsanlagen des Fonds begrenzt. In der Stiftung-Warentest-Untersuchung von 29 in Deutschland vertriebenen ELTIFs ist klimaVest der einzige Fonds ohne Mindesthaltedauer.16
Ein Verkauf über die Börse ist bei ELTIFs nicht möglich. Einzelne Plattformen wie Trade Republic organisieren zwar einen anbieterinternen Handel zwischen den eigenen Kund:innen, eine garantierte Rücknahme entsteht dadurch aber nicht.17
Wie funktioniert die Rückgabe von ELTIF-Anteilen?
Die Rückgabe von ELTIF-Anteilen läuft in vier Schritten ab:
- Anmeldung: Anleger:innen melden ihre Rückgabe innerhalb der vorgegebenen Vorlaufzeit beim Fonds an.
- Prüfung: Der Fonds prüft, ob Mindesthaltedauer und Rückgabelimit eingehalten sind.
- Preisfestsetzung: Der Rücknahmepreis wird auf Basis des aktuellen Anteilswerts festgesetzt.
- Auszahlung: Der Betrag wird innerhalb der im Fondsprospekt genannten Frist überwiesen.
Welche Vorlaufzeiten und Limits konkret gelten, steht im Basisinformationsblatt des jeweiligen Fonds.
Die Rückgabelimits sind dabei der wichtigste Schutzmechanismus. Sie verhindern, dass der Fonds im Stress zu viele Vermögenswerte gleichzeitig verkaufen muss. Üblich ist eine Begrenzung auf einen Prozentsatz des Fondsvermögens oder der liquiden Reserven. Übersteigt die Summe aller Rückgabewünsche dieses Limit, kann der Fonds Rückgaben anteilig bedienen oder vorübergehend aussetzen. Diese Aussetzung wird als Gate bezeichnet.
Was passiert am Laufzeitende eines ELTIF?
Mit dem Laufzeitende endet der Fonds. Das bedeutet: Die Fondsgesellschaft beginnt, alle Vermögenswerte zu verkaufen und zahlt die Erlöse anteilig an die Anleger:innen aus.
Wie lange das dauert, hängt von den Vermögenswerten ab. Eine Unternehmensbeteiligung lässt sich nicht in Wochen veräußern, ein Offshore-Windpark erst recht nicht. Die Fondsgesellschaft hat daher in der Regel das Recht, die Laufzeit zweimal, um jeweils einige Jahre zu verlängern, wenn der geordnete Verkauf mehr Zeit braucht. Anleger:innen erhalten ihr Geld dann zeitlich gestaffelt zurück, je nachdem, wann welche Vermögenswerte verkauft werden.
Bei Evergreen-ELTIFs gibt es kein festes Laufzeitende. Sie sind darauf angelegt, dauerhaft weiterzulaufen. Anleger:innen steigen über die regulären Rückgabefenster aus, nicht über die Auflösung des Fonds.
klimaVest ist als offener Fonds konzipiert, mit einer geplanten Laufzeit von 50 Jahren bis 2070 und der Option auf zweimalige Verlängerung um jeweils fünf Jahre.18
Gibt es einen Sekundärmarkt für ELTIFs?
Einen funktionierenden, breit etablierten Sekundärmarkt für ELTIFs gibt es bislang nicht. Anteile lassen sich nicht über Xetra oder eine andere Börse verkaufen, weil ELTIFs nicht börsennotiert sind. Wer aussteigen möchte, ist auf die regulären Rückgabefenster des Fonds angewiesen.
Es gibt erste Versuche, ausstiegswillige Anleger:innen direkt mit neuen Anleger:innen zusammenzubringen, etwa über anbieterinterne Plattformen einzelner Neobroker. Ob sich solche Modelle in der Praxis durchsetzen, muss sich noch zeigen.
Welchen Anlagehorizont sollte man bei einem ELTIF mitbringen?
ELTIFs sind langfristige Investments. Wer einen ELTIF kauft, sollte mindestens fünf Jahre Anlagehorizont mitbringen, bei manchen Fonds deutlich mehr.
Die Empfehlungen der Anbieter spiegeln die Logik der Vermögenswerte wider. Ein Offshore-Windpark, eine Beteiligung an einem mittelständischen Unternehmen oder eine Infrastrukturanlage entfaltet ihren Wert über viele Jahre. Wer früher aussteigt, riskiert, gerade die ertragsstarken Jahre zu verpassen oder zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen.
Die empfohlenen Haltedauern gehen in der Praxis weit auseinander. Die meisten ELTIFs nennen fünf Jahre, einzelne Fonds reichen bis zu 20 Jahren. Manche akzeptieren Rückgaben erst zum Laufzeitende. klimaVest empfiehlt eine Haltedauer von mehr als fünf Jahren.16,13
Wie langfristig ELTIFs als Anlageform gedacht sind, zeigt sich auch politisch. Ab 2027 sollen ELTIFs für das geplante Altersvorsorgedepot zugelassen werden. Wer ELTIFs in Erwägung zieht, sollte sie daher als langfristige Beimischung im Portfolio betrachten, nicht als Reserve für kurzfristige Bedürfnisse.2
Kapitel 6: Rendite und Risiko bei ELTIFs
Welche Renditechancen bieten ELTIFs?
ELTIFs bieten Renditechancen zwischen 3 und 14 Prozent pro Jahr.11 Die hohen Zahlen sind allerdings meist Zielrenditen, die Anbieter in Marketingunterlagen kommunizieren, nicht erzielte Wertentwicklungen. Zweistellige Renditen hat bislang kein ELTIF in einem mehrjährigen, geprüften Track Record für Privatanleger:innen nachgewiesen.
Konkrete Zahlen liefert klimaVest, der größte ELTIF Europas: mittel- bis langfristige Zielrendite von 3,0 bis 4,0 Prozent pro Jahr, für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 angepasst auf 3 bis 4 Prozent. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte der Fonds eine Wertentwicklung von 3,5 Prozent, im Geschäftsjahr 2023/24 lag sie bei 3,7 Prozent. Dabei konnte klimaVest seit Auflage 2020 in jedem Geschäftsjahr eine positive Wertentwicklung verzeichnen. Diese Größenordnung ist realistischer für ELTIFs mit Sachwertcharakter, die ihre Erträge aus laufenden, vertraglich gesicherten Cashflows erzielen.19
Über die Anlageklassen verteilt sieht der Markt so aus11:
- Private Debt: typische Zinsen im Bereich von 5 bis 7,5 Prozent, die ein erhöhtes Ausfallrisiko der finanzierten Unternehmen kompensieren.
- Infrastruktur: im moderaten einstelligen Bereich. Je höher die Zielrendite, desto stärker hängt sie an Fremdkapital oder einer schmalen Diversifikation.
- Private Equity: Zielrenditen meist im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich, also rund 9 bis 14 Prozent pro Jahr. Damit steigt das Risiko entsprechend und die Anlage ist nur für erfahrene Anleger:innen geeignet.
- Multi-Asset: Mischformen, die je nach Gewichtung zwischen den Einzelbausteinen liegen.
Welche Rendite ein konkreter ELTIF liefern kann, hängt also von mehreren Faktoren ab. „Besonders die Assetklasse, in die der Fonds investiert, sowie die Anlagebedingungen und die Leverage-Quote, also der Fremdkapitalanteil, spielen eine Rolle", sagt Axel Seider, Produktentwickler des klimaVest bei Commerz Real. Hinzu kommt die Logik der zugrunde liegenden Sachwerte: Die Rendite verteilt sich über den Anlagezeitraum, was am Beispiel einer Anlage für Erneuerbare Energien deutlich wird. Die riskante Entwicklungszeit eines Windparks beträgt nur etwa 1,5 Jahre, danach wird das Asset mit deutlich geringerem Risiko über 10 bis 15 Jahre gehalten und liefert stetige Erträge aus dem laufenden Stromverkauf.
Bei den hohen Zielrenditen ist Vorsicht geboten. Ein konkretes Beispiel aus dem Stiftung-Warentest-Vergleich: Ein ELTIF mit Solar-Schwerpunkt wies im Basisinformationsblatt im „mittleren Szenario" eine Jahresrendite von 15,8 Prozent bei moderatem Risiko aus. Auf Nachfrage bezeichnete der Anbieter diese Zahl selbst als unrealistisch und nannte 5 bis 6 Prozent über die gesamte Laufzeit als realistisch.13
Die Scope-Analystin Sonja Knorr empfiehlt Anleger:innen daher, Anbieter mit einer leistungsstarken Historie auszuwählen9 – also Häuser, die ihre Stärke auch in schwierigen Marktphasen bewiesen haben.
Wie sicher sind ELTIFs?
ELTIFs sind streng regulierte Investmentfonds mit umfangreichem Anleger:innenschutz. Wie sicher ein konkreter ELTIF aber tatsächlich ist, hängt stark von seiner Anlageklasse ab. Ein Infrastruktur-ELTIF mit stabilen Cashflows aus Erneuerbaren Energien hat ein deutlich anderes Risikoprofil als ein ELTIF, der schwerpunktmäßig in Private Equity oder Private Debt investiert. Gemeinsam ist allen ELTIFs die Langfristigkeit und Illiquidität der Anlagen. Wer sein Geld nicht über mehrere Jahre in illiquiden Werten halten kann, sollte daher zu liquideren Fondsformaten greifen.
Welchen Risikoindikator ein Fonds hat, hängt von seiner Strategie und Struktur ab. In der Produktbeschreibung wird der Wert auf einer Skala zwischen 1 (niedriges Risiko) und 7 (höheres Risiko) angegeben. Er gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Geld zu verlieren, weil sich der Markt anders als erwartet entwickelt oder der Fondsverwalter nicht in der Lage ist, die Anleger:innen auszuzahlen.
Die Einstufung erfolgt durch die Fondsanbieter selbst. Es empfiehlt sich daher, sich nicht allein auf eine Risikoklasse zu verlassen. Zu betrachten sind bei ELTIFs vor allem die Assets, in die investiert wird sowie Produktmerkmale, Marktverhältnisse und gegebenenfalls weitere Risikofaktoren.
Konservativ ausgerichtete ELTIFs investieren in Assets mit stabilen, oft vertraglich gesicherten Cashflows wie Infrastruktur, Erneuerbaren Energien oder gesellschaftlich relevanten Immobilien. Diese sind weniger zyklisch als Anlagen, die dem Wirtschaftszyklus folgen und langfristiger angelegt als die meisten anderen Angebote. Die Aufnahme von Fremdkapital ist gemäß ELTIF-Verordnung bei einem an Privatanleger:innen vertriebenen ELTIF auf 50 Prozent des Nettoinventarwerts begrenzt, was das Leverage-Risiko schmälert. Durch den europäischen Fokus besteht in der Regel auch weniger Länderrisiko. ELTIFs in Anlageklassen wie Private Equity oder Private Debt tragen demgegenüber ein höheres Ausfall- und Konzentrationsrisiko.
Der ELTIF klimaVest beispielsweise wird in der Risikoklasse 2 von 7 geführt, da er langfristig angelegt ist, in grundsätzlich stabile Assetklassen investiert (vor allem Erneuerbare Energien), seine Fremdkapitalquote stark begrenzt ist und er als offener Fonds geführt wird.20
Wie für Fonds üblich, birgt auch ein ELTIF das Risiko eines Teil- oder Totalverlusts des eingesetzten Kapitals. Das ist unwahrscheinlich, wenn auch möglich, etwa wenn alle Assets, die der Fonds hält, sich schlecht entwickeln, weil zum Beispiel die Weltwirtschaft einbricht oder völlig unvorhergesehene Gesetze verabschiedet werden. Trotz weitgehender Währungssicherung verbleibt zudem ein Restwährungsrisiko.
Worauf Sie achten können:
- Wie diversifiziert ist der Fonds? Größere Fonds sind oft, aber nicht automatisch breiter aufgestellt. Ein Blick auf Anzahl und Streuung der Einzelanlagen lohnt sich.
- In welche Art von Anlagen investiert der Fonds vornehmlich und wie risikoreich sind diese einzuschätzen? Investitionen in Kraftwerke mit fossilen Energien wie Erdöl oder Kohle gelten heute nicht mehr als Zukunftstechnologien. Mobile Assets wie Flugzeuge und Schiffe sind zyklisch und damit riskanter, wohingegen immobile Assets wie Stromnetze oder Solarparks unabhängig von Zyklen sind.
- Wie sicher erscheinen die Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb beziehungsweise das Geschäftsmodell der Assets?
- Wie erfahren ist die Fondsverwaltung im Management der Assets im Portfolio?
Was sind die Risiken von ELTIFs?
Die wichtigsten Risiken eines ELTIF sind die eingeschränkte Liquidität, die periodische Bewertung der Anlagen, ein im Vergleich zu ETFs schmaleres Diversifikationsspektrum, hohe und mehrschichtige Kosten sowie die Abhängigkeit von der Erfahrung des Fondsmanagements. Hinzu kommen Markt- und Zinsrisiken der jeweiligen Anlageklasse.
Wie stark sich diese Risiken im konkreten Fonds niederschlagen, hängt stark von der Anlageklasse ab. Ein Infrastruktur-ELTIF mit Erneuerbaren Energien und vertraglich gesicherten Cashflows hat ein anderes Risikoprofil als ein Private-Equity-ELTIF mit Beteiligungen an wachstumsstarken, aber unsicheren Unternehmen. Die folgenden Risikotypen prägen den Markt 2026:
- Liquiditätsrisiko: Anteile lassen sich nicht börsentäglich verkaufen. Bei semiliquiden ELTIFs ist die Rückgabe an Fristen und Fenster gebunden, im Stressfall kann der Fonds Rücknahmen aussetzen.
- Bewertungsrisiko: Ein Teil des Fondsvermögens wird nicht über Marktpreise, sondern über Modelle und Gutachten bewertet. Stabil wirkende NAVs können tatsächliche Schwankungen verschleiern.
- Konzentrationsrisiko: Ein ELTIF darf bis zu 20 Prozent in eine einzelne Anlage investieren und muss mindestens fünf Objekte halten. Das ist deutlich weniger Streuung als bei einem ETF auf den MSCI World mit über 1.300 21
- Manager- und Reputationsrisiko: Die Qualität des Fondsmanagements ist für Privatanleger:innen schwer einzuschätzen. In einer Scope-Umfrage 2025 nannten 34 Prozent der Anbieter selbst das Reputationsrisiko durch unerfahrene Manager als eine der größten Branchengefahren.22
- Kosten: Die laufenden Fondskosten liegen im Marktdurchschnitt bei rund 1,9 Prozent pro Jahr und können bei Private-Equity-Strategien drei Prozent und mehr erreichen. Hinzu kommen häufig Performance Fees und ein Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent.1
- Markt- und Zinsrisiko: Auch ELTIFs sind nicht von der Konjunktur entkoppelt. Höhere Zinsen drücken etwa die Bewertungen von Infrastrukturprojekten, Konjunkturschwächen erhöhen das Ausfallrisiko bei Private Debt.
Vor diesem Hintergrund werden ELTIFs in der Regel als Beimischung im Portfolio gesehen, üblicherweise zwischen 5 und 10 Prozent des Vermögens. Sonja Knorr von Scope nennt 10 Prozent als sinnvolle Obergrenze. In dieser Größenordnung liegt auch ihre eigentliche Stärke. Ein gut konzipierter ELTIF kann mit der Stabilität langfristiger Sachwerte ein stark aktiengeprägtes Depot ausbalancieren.11
Vor dem Kauf lohnt sich der Blick auf vier Punkte: Anlagehorizont, Kosten, Anlagestrategie und Reputation des Fondsmanagements. Zweistellige Zielrenditen, mit denen einzelne Anbieter werben, sind bislang vor allem Modellprognosen. Der Großteil dieser ELTIFs wurde 2024 oder 2025 aufgelegt und hat noch keinen mehrjährigen Track Record, an dem sich die Versprechen überhaupt messen ließen.
Können ELTIFs mein Portfolio unabhängiger von der Börse gestalten?
Mit einem passend konstruierten ELTIF: ja. Entscheidend ist, wie der Fonds seine Erträge erwirtschaftet. Der ELTIF klimaVest etwa investiert vorrangig in Wind- und Solarparks sowie Stromnetze in Europa. Somit erzielt er seine Erträge über langfristige Stromabnahmeverträge und regulierte Einspeisevergütungen. Diese Konstruktion macht den Fonds weitgehend unabhängig von börsentypischen Schwankungen, weil sein Wert nicht an Tageskursen, sondern an der Leistungsfähigkeit der zugrunde liegenden Sachwerte hängt.20
Genau darin liegt der Nutzen einer ELTIF-Beimischung. Solche Fonds können „sowohl Renditequelle als auch Stabilitätsanker in volatilen Zeiten" sein, urteilt Dirk Holz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Commerz Real Fund Management S.à r.l.
Was sagen die Track Records bisheriger ELTIFs?
Belastbare Track Records gibt es im ELTIF-Markt erst wenige. Ende 2025 waren in Europa 268 ELTIFs zugelassen, davon 113 Neuauflagen allein in 2025. Für viele dieser Fonds liegen schlicht noch keine mehrjährigen, geprüften Wertentwicklungen vor. Was Anbieter heute kommunizieren, sind in solchen Fällen meist Modellprognosen, keine erzielten Renditen.1
Sonja Knorr von Scope formuliert daraus eine klare Empfehlung für die Anbieter-Auswahl: „Da man im Vorhinein nicht weiß, ob ein ELTIF mit seinen Investments Erfolg haben wird, sollten Anleger Anbieter mit einer leistungsstarken Historie wählen. Solche etablierten Gesellschaften haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie auch in schwierigen Marktphasen erfolgreich sein können."9
Zu den wenigen Fonds mit dokumentierter Mehrjahres-Performance gehört der ELTIF klimaVest. Mit rund 1,8 Mrd. Euro Fondsvolumen ist er der größte ELTIF Europas und seit November 2020 am Markt. Er konnte seither in jedem Geschäftsjahr eine positive Wertentwicklung verzeichnen, zuletzt 3,7 Prozent im Geschäftsjahr 2023/24 und 3,5 Prozent im Geschäftsjahr 2024/25.23
Diese Kontinuität ist kein Zufall, sondern liegt an der Tradition des Hauses dahinter. klimaVest gehört zur Commerz Real, einem Tochterunternehmen der Commerzbank, das seit über 54 Jahren in Sachwerte investiert und seit mehr als 20 Jahren auch in Erneuerbare Energien.24 Diese Erfahrung prägt das Portfolio in mehreren Dimensionen, von der Gewichtung der Anlageklassen über die Auswahl der Technologien und die Art der Stromvermarktung bis zur geografischen Streuung über mehrere europäische Länder.
Wie Sie einen ELTIF kaufen
Wo kann ich ELTIFs kaufen, wie funktioniert die Zeichnung? Mit welchen Kosten muss ich rechnen? Und gibt es ELTIFs auch als Sparplan? Diese Fragen behandeln wir im eigenen Ratgeber „ELTIF kaufen", inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung, Kostenvergleich und Übersicht der Vertriebswege.
Kapitel 7: Die Rolle von ELTIFs im Depot
Bieten ELTIFs Inflationsschutz?
ELTIFs können einen Inflationsschutz bieten, der Effekt hängt aber stark von der Anlageklasse ab. Am unmittelbarsten greift er bei Infrastruktur und Erneuerbaren Energien, wo Erträge häufig über lang laufende, indexierte Stromabnahmeverträge oder regulierte Einspeisevergütungen abgesichert sind. Steigen die Verbraucherpreise, steigen in vielen dieser Verträge auch die Erlöse mit und der reale Wert der Anlage bleibt erhalten.7
Bei den anderen ELTIF-Klassen ist das Bild differenzierter. Private-Debt-ELTIFs profitieren in Phasen steigender Zinsen häufig über Floating-Rate-Strukturen, die ihre Kupons mitsteigen lassen. Das ist allerdings ein Zinseffekt, kein klassischer Sachwert-Mechanismus und in einer wirtschaftlichen Schwächephase steigt zugleich das Ausfallrisiko der finanzierten Unternehmen.
Bei Private-Equity-ELTIFs hängt der Schutz davon ab, ob die finanzierten Unternehmen ihre Preise mit der Teuerung anheben können – also nicht von der ELTIF-Hülle, sondern vom Geschäftsmodell der Beteiligungen. Bei Immobilien-ELTIFs greift der Schutz über indexierte Mietverträge, ähnlich wie bei klassischen Offenen Immobilienfonds.
Wer einen ELTIF gezielt als Inflationsschutz nutzen will, sollte daher auf die Cashflow-Logik des Fonds achten.
Wie viel sollte man in einen ELTIF investieren?
Als Beimischung im Depot empfehlen sich zwischen 5 und 10 Prozent des Vermögens. Die Verbraucherzentrale nennt 5 Prozent als sinnvolle Größenordnung21, die obere Schwelle von 10 Prozent gilt am Markt als Konsenswert auch unter Befürworter:innen.
Wo Anleger:innen innerhalb dieser Spanne landen, hängt vom eigenen Profil ab. Wer schon ein breites Depot aus ETFs, Aktien und Anleihen besitzt, einen langen Anlagehorizont mitbringt und Erfahrung mit Sachwert-Investments hat, kann sich der oberen Grenze annähern. Wer gerade erst beginnt, ein Depot aufzubauen oder absehbar Liquidität braucht, sollte vorsichtiger einsteigen oder zunächst auf andere Bausteine setzen.
Hilfreich ist, in Euro statt in Prozent zu denken. Bei 200.000 Euro liquidem Vermögen wären 5 bis 10 Prozent zwischen 10.000 und 20.000 Euro, eine Größenordnung, in der ein ELTIF seine Diversifikationswirkung im Depot wirklich entfalten kann.
Welche Rolle nimmt ein ELTIF im Portfolio ein?
Am sinnvollsten ist es, einen ELTIF als Sachwert-Baustein zu betrachten und ihn entsprechend einzusetzen – denn für genau dieses Potenzial wurde er geschaffen. Während Aktien an der Börse gehandelt werden und Anleihen die Stabilität fester Zinsen liefern, fließen die Erträge eines konservativ konstruierten ELTIF aus laufenden, oft langfristig vertraglich gesicherten Cashflows, etwa aus Stromabnahmeverträgen, Mieten oder regulierten Einspeisevergütungen. Solche ELTIFs können „sowohl Renditequelle als auch Stabilitätsanker in volatilen Zeiten" sein, urteilt Dirk Holz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Commerz Real Fund Management S.à r.l.
Neben dieser klassischen Sachwert-Rolle hat sich das ELTIF-Spektrum allerdings deutlich erweitert. Stand Ende 2025 ist Private Debt mit rund einem Drittel des Marktvolumens die am weitesten verbreitete ELTIF-Anlageklasse, gefolgt von Infrastruktur und Private Equity.1 Damit lassen sich ELTIFs auch als wachstumsorientierte Beimischung einsetzen, etwa über Private Equity in nicht börsennotierte Unternehmen oder über Private Debt mit höheren Zielrenditen. Diese Strategien eignen sich für erfahrene Anleger:innen mit längerem Anlagehorizont und Bereitschaft, höhere Risiken bewusst beizumischen.
Welche Rolle ein ELTIF im konkreten Depot übernehmen kann, hängt also weniger an der Hülle als an der gewählten Anlageklasse und Strategie. „ELTIF bieten umfassende Investitionsmöglichkeiten, die Klaviatur ist sehr umfangreich. Dies kann helfen, das eigene Vermögen breiter zu streuen", fasst Scope-Analystin Sonja Knorr zusammen.9 Der gleiche Begriff „ELTIF" steht für sehr unterschiedliche Profile, von ruhigem Sachwert-Anker bis zu wachstumsorientierter Privatmarkt-Beimischung (oder in manchem Fall wohl auch gewagter Spekulation).
Für wen eignen sich ELTIFs?
Ein ELTIF passt am besten zu Anleger:innen, die langfristig planen und ihr bestehendes Depot bewusst um einen Sachwert-Baustein ergänzen wollen. Der typische Anlagehorizont liegt bei mindestens fünf Jahren, oft deutlich mehr und der investierte Betrag wird für diese Zeit als gebunden eingeplant.
Konkret passt ein ELTIF gut zu einem Profil, das vier Punkte erfüllt:
- Langer Anlagehorizont: ein ELTIF schöpft seinen Wert über Jahre aus laufenden Cashflows oder dem späteren Verkauf von Beteiligungen, nicht aus kurzfristigen Marktbewegungen.
- Bereits aufgebautes Depot: liquide Bausteine wie ETFs, Aktien oder Anleihen sind vorhanden, der ELTIF fließt als Ergänzung ein.
- Liquide Reserve außerhalb des ELTIF: ausreichend Geld auf Tagesgeld- oder Verrechnungskonto, damit kurzfristiger Geldbedarf nicht zu erzwungenen Rückgaben führt.
- Erfahrung mit Sachwert-Investments: ein gewisses Verständnis für die Mechanik von langfristigen, nicht börsennotierten Anlagen.
Diese Voraussetzungen sind nicht zufällig gewählt. Sie spiegeln den langfristigen, illiquiden Charakter eines ELTIF wider und sind in der ersten Generation der Verordnung sogar als Voraussetzungen festgeschrieben. Bei ELTIFs nach diesem ursprünglichen Regelwerk, zu denen auch klimaVest gehört, gelten weiterhin eine Mindestanlage von 10.000 Euro, eine vorgeschaltete Geeignetheitsprüfung beim Vertriebspartner und eine 10-Prozent-Obergrenze für Anleger:innen mit einem Wertpapiervermögen unter 500.000 Euro. Wer das oben beschriebene Profil mitbringt, erfüllt diese Vorgaben in der Regel ohnehin.
Im Mittelpunkt stehen für die meisten Privatanleger:innen sachwertorientierte ELTIFs aus den Bereichen Infrastruktur und Erneuerbare Energien. Ihre Erträge stammen aus laufenden, oft vertraglich gesicherten Cashflows aus Stromabnahmeverträgen, Einspeisevergütungen oder Mieten. Sie passen zu Anlegenden, die einen ruhigen Sachwert-Baustein neben Aktien und Anleihen suchen oder ihrem Kapital einen konkreten Beitrag zur Energiewende geben möchten, weil es tatsächlich in den Bau und Betrieb von Wind- und Solarparks oder Stromnetzen fließt.
Ein anderes Profil sind wachstumsorientierte Anleger:innen, die als bewusste Beimischung in Private Equity oder Private Debt einsteigen wollen, also in nicht börsennotierte Unternehmen oder Mittelstandskredite. Die Renditechancen liegen hier höher, das Ausfall- und Bewertungsrisiko ebenfalls. Diese Strategien sind beratungsintensiv und passen eher zu Anleger:innen, die mit Privatmarktanlagen bereits vertraut sind.
Für wen ist ein ELTIF eher ungeeignet?
Ein ELTIF ist die falsche Wahl für Anleger:innen, die kurzfristig auf das Geld zugreifen müssen, kein liquides Depot oder nennenswertes Gesamtvermögen besitzen, mit Sachwert-Anlagen keine Berührung haben oder grundsätzlich keine Wertschwankungen aushalten.
In der Praxis sind es vor allem die folgenden Konstellationen, in denen ein ELTIF nicht passt:
- Erstanleger:innen ohne etabliertes Depot: Ein ELTIF setzt einen liquiden Depot-Kern mit ETFs, Aktien oder Anleihen voraus. Wer noch keinen Kern aufgebaut hat, sollte dort beginnen, bevor Privatmarkt-Anlagen ergänzt werden.
- Anleger:innen mit geringem Gesamtvermögen: Eine Mindestanlage von 10.000 oder 20.000 Euro kann bei einem kleinen Vermögen schnell ein Drittel oder mehr des Portfolios binden. Das widerspricht der Funktion eines Beimischungs-Bausteins, der die übrigen Depot-Bestandteile ergänzen, nicht dominieren soll.
- Anleger:innen ohne Erfahrung mit Sachwerten und Privatmärkten: ELTIFs arbeiten mit Mechaniken wie langen Haltefristen, Bewertungspreisen statt Tageskursen und beschränkten Rückgabefenstern. Auch das Potenzial einzelner Anlagen wie Windparks oder Stromspeicher sind kompliziert zu verstehen. Wer diese Konzepte erst beim Studium des konkreten Produkts kennenlernt, kann Chancen und Risiken nur schwer einordnen und sollte den Einstieg ohne Beratung vermeiden.
- Anleger:innen mit absehbarem Liquiditätsbedarf: Wer in den nächsten Jahren eine größere Anschaffung plant, etwa einen Hauskauf, eine Sanierung oder die Finanzierung des Studiums der Kinder, sollte das dafür vorgesehene Geld nicht in einem ELTIF binden.
- Notgroschen, kurzfristige Rücklagen und Basis-Altersvorsorge: Mittel, die schnell verfügbar oder zur Sicherung der Lebensgrundlage unverzichtbar sind, gehören konstruktionsbedingt nicht in einen ELTIF. Tagesgeld, Festgeld oder klassische Altersvorsorgeprodukte erfüllen diesen Zweck besser.
- Anleger:innen mit geringer Toleranz für Wertschwankungen: Auch konservativ ausgerichtete ELTIFs unterliegen Bewertungsänderungen. Wer mit Schwankungen grundsätzlich nicht leben kann, findet in zinstragenden Produkten die passendere Anlageform.
Diese Einschränkungen sprechen nicht gegen ELTIFs als Anlageklasse, sondern gegen ihren Einsatz im falschen Kontext. Wer die genannten Bedingungen ausschließen kann und die Mechanik des Produkts versteht, findet im ELTIF-Markt eine Anlageform, die ein klassisches Wertpapier-Depot sinnvoll ergänzt.
Kapitel 8: ELTIF: Sicherheit, Schutz & Nachhaltigkeit
Welchen rechtlichen Schutz haben ELTIF-Anleger:innen?
ELTIF-Anleger:innen sind durch fünf gesetzliche Schutzschichten abgesichert:
- Aufsicht. Jeder ELTIF wird von einer nationalen Behörde zugelassen, in Deutschland die BaFin, in Luxemburg die CSSF, in Frankreich die AMF. Er steht unter laufender Aufsicht.
- Reguliertes Fondsmanagement. ELTIFs dürfen nur von zugelassenen Kapitalverwaltungsgesellschaften oder alternativen Investmentfondsmanagern aufgelegt werden.
- Verwahrstelle. Eine unabhängige Verwahrstelle bewahrt das Fondsvermögen getrennt vom Vermögen der Verwaltungsgesellschaft auf und kontrolliert die Mittelverwendung.
- Transparenz vor dem Kauf. Privatanleger:innen erhalten ein Basisinformationsblatt mit Risiko- und Kostenangaben sowie einen Verkaufsprospekt. Während der Laufzeit folgen regelmäßige Berichte.
- Geeignetheitsprüfung. Beim Vertrieb an Privatanleger:innen ist eine Eignungsprüfung nach MiFID-II-Standard vorgeschrieben. Bank oder Berater müssen klären, ob das Produkt zur finanziellen Situation, zur Erfahrung und zu den Anlagezielen passt.
Dieser Schutz ist auf europäischer und nationaler Ebene organisiert und betrifft Aufsicht, Management, Verwahrung und Vertrieb. Eine Garantie auf den Anlageerfolg umfasst er nicht.
Mit der ELTIF-2.0-Reform sind die früheren Zugangshürden weggefallen, also die Mindestanlage von 10.000 Euro und die 10-Prozent-Vermögensgrenze unter 100.000 Euro Nettovermögen. Der materielle Anlegerschutz über Aufsicht, Verwahrstelle, Transparenz und Geeignetheitsprüfung ist davon unberührt geblieben.25
Wie hoch das produktspezifische Risiko ausfällt, zeigt die PRIIPs-Risikoklasse, kurz SRI. Sie reicht von 1 für sehr geringes Risiko bis 7 für sehr hohes Risiko und steht im Basisinformationsblatt jedes ELTIFs. Defensive Infrastruktur- und Erneuerbare-Energien-Strategien werden tendenziell niedriger eingestuft als Private-Equity-lastige oder gemischte Privatmarkt-Produkte. Der klimaVest weist seit 01.07.2025 die Risikoklasse 2 von 7 aus.26
Achtung: Anlegerschutz bei ELTIFs ist Strukturschutz, kein Erfolgsversprechen. Verluste bis hin zum Totalverlust bleiben je nach Produkt möglich.
Sind ELTIFs Sondervermögen?
Ja, ELTIFs deutscher Anbieter sind in der Regel Sondervermögen. Das Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft getrennt und gehört im Ernstfall nicht zur Insolvenzmasse der Verwaltungsgesellschaft. Wird die Verwaltungsgesellschaft zahlungsunfähig, übernimmt eine unabhängige Verwahrstelle die Abwicklung des Fonds und das Vermögen kann auf eine andere Verwaltungsgesellschaft übertragen werden. Die Rechtsgrundlage dafür sind die Paragrafen 92, 99, 100 und 100b des Kapitalanlagegesetzbuchs.
ELTIFs aus anderen EU-Ländern folgen einer vergleichbaren Logik, allerdings nach dem jeweiligen nationalen Fondsrecht. Der klimaVest ist als Luxemburger fonds commun de placement nach Teil II des Luxemburger Gesetzes von 2010 aufgelegt und wird von der Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) beaufsichtigt. Fondsvermögen und Verwaltungsgesellschaft sind auch hier rechtlich getrennt, eine unabhängige Verwahrstelle kontrolliert die Mittelverwendung. Die wirtschaftliche Schutzwirkung ist also dieselbe wie bei einem deutschen Sondervermögen, die formale Rechtsgrundlage aber Luxemburger Fondsrecht.27
Wichtig zur Einordnung: Die Sondervermögens-Logik schützt vor der Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft. Sie schützt nicht vor wirtschaftlichen Verlusten des ELTIF selbst, also vor Wertverlusten der Beteiligungen, Kreditausfällen oder einer eingeschränkten Rückgabemöglichkeit in Stressphasen.
Was passiert, wenn ein ELTIF wirtschaftlich scheitert?
Wirtschaftliches Scheitern eines ELTIFs sieht anders aus als die Insolvenz eines Industrieunternehmens. Es zeigt sich bei Fonds typischerweise in drei Stufen: Wertverlust, eingeschränkte Rückgabe und im Extremfall Abwicklung des Fonds.
Auf der ersten Stufe verlieren die Beteiligungen oder Kreditforderungen im Portfolio an Wert. Das kann durch Abschreibungen auf einzelne Beteiligungen passieren, durch ausbleibende Cashflows aus Infrastrukturprojekten oder durch Ausfälle bei Unternehmenskrediten. Der Nettoinventarwert sinkt und Anleger:innen sehen Buchverluste in ihrer Depotansicht.
Auf der zweiten Stufe trifft Wertverlust auf Liquiditätsdruck. Wenn viele Anleger:innen gleichzeitig zurückgeben wollen und der Fonds illiquide Vermögenswerte hält, lassen sich diese nicht kurzfristig verkaufen, ohne weitere Verluste zu realisieren. Semiliquide ELTIFs können in dieser Situation ein sogenanntes Gate aktivieren, also Rückgaben zeitweise begrenzen oder aussetzen, um den Fonds und die verbleibenden Anleger:innen zu schützen.
Ende 2025 setzte ein ELTIF aus dem Bereich deutscher Lebensmitteleinzelhandels-Immobilien Rückgaben vorübergehend aus, nachdem die Rückgabewünsche im dritten Quartal die vertragliche Schwelle überschritten hatten.1 Wichtig dabei: Ein Gate ist kein Insolvenzverfahren. Der laufende Geschäftsbetrieb des Fonds und die Bewirtschaftung der Vermögenswerte gingen in diesem Fall weiter.
Auf der dritten Stufe kann ein Fonds geordnet abgewickelt werden, wenn die wirtschaftliche Basis dauerhaft entfällt. Dann werden die Vermögenswerte über einen längeren Zeitraum verkauft und die Erlöse fließen anteilig an die Anleger:innen zurück. In dieser Konstellation sind Verluste bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich, anders als bei klassischen Sondervermögen, deren Schutz vor der Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft gilt, nicht vor wirtschaftlichen Verlusten des Fonds selbst.
Für die eigene Risikoeinschätzung ist deshalb die Unterscheidung wichtig: Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft betrifft das Fondsvermögen rechtlich nicht. Wirtschaftliches Scheitern des ELTIF betrifft das eingesetzte Kapital sehr wohl. Beide Szenarien sind Teil des Risikoprofils dieser Anlageklasse.
Wie sind ELTIFs nach SFDR eingeordnet?
ELTIFs werden nach der EU-Offenlegungsverordnung SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) in drei Transparenzkategorien eingeordnet:
- Artikel 6. Produkte ohne ausgewiesenes Nachhaltigkeitsziel. Sie müssen lediglich offenlegen, ob und wie Nachhaltigkeitsrisiken in Anlageentscheidungen einbezogen werden.
- Artikel 8. Produkte, die ökologische oder soziale Merkmale bewerben. Auch „hellgrüne" Produkte genannt.
- Artikel 9. Produkte mit einem konkreten nachhaltigen Investitionsziel. Auch „dunkelgrüne" Produkte genannt.
Wichtig zur Einordnung: Artikel 8 und 9 sind keine staatlichen Gütesiegel, sondern Transparenzkategorien. Sie verpflichten Anbieter dazu, Nachhaltigkeitsmerkmale offenzulegen und nachvollziehbar zu machen. Sie garantieren aber nicht, dass ein Fonds in der Realität so grün ist, wie sein Etikett vermuten lässt.
Im aktuellen Markt überwiegen die „grünen" Kategorien deutlich. Von den 113 in 2025 neu aufgelegten ELTIFs setzt etwa die Hälfte auf einen ESG- oder Nachhaltigkeitsbezug nach Artikel 8 oder Artikel 9 der SFDR. Welche Anlageklasse ein ELTIF abdeckt, beeinflusst dabei die Einordnung stark: Private-Debt- und Private-Equity-ELTIFs fallen häufiger unter Artikel 6 ohne expliziten Nachhaltigkeitsbezug, während Infrastruktur- und Erneuerbaren-Strategien überwiegend nach Artikel 8 oder Artikel 9 klassifiziert sind.1
Anzumerken ist, dass die SFDR derzeit reformiert wird. Die EU-Kommission hat am 20. November 2025 einen Vorschlag vorgelegt, der die heutigen Kategorien Artikel 8 und Artikel 9 durch drei neue ersetzen soll: Sustainable, Transition und ESG Basics. Eine Anwendbarkeit ist voraussichtlich ab 2028.28
Damit ist die SFDR-Klassifizierung ein erster Filter, aber kein Beleg für die tatsächliche Nachhaltigkeit eines Fonds. Wie belastbar ein Artikel-8- oder Artikel-9-Etikett ist, hängt vom konkreten Anlageziel, vom Portfolio und von der Berichtsqualität ab.
Als belegtes Beispiel für ein Artikel-9-Produkt: klimaVest verfolgt das Anlageziel, einen positiven, messbaren Beitrag zu Umweltzielen der EU-Taxonomie zu leisten. Die Offenlegung nach Artikel 10 SFDR sieht vor, dass mindestens 80 Prozent der Investitionen nachhaltig sein sollen und ausschließlich Umweltziele verfolgen.29
Sind ELTIFs nachhaltig?
ELTIFs sind nicht als Gattung nachhaltig. Nachhaltig sind nur einzelne ELTIFs, deren Anlageziel, SFDR-Klassifizierung und tatsächliches Portfolio das auch tragen. Die ELTIF-Hülle als solche ist ein regulatorisches Vehikel, kein Nachhaltigkeitsversprechen.
Im aktuellen Markt zeigt sich das Bild zweigeteilt. Etwa die Hälfte der in 2025 neu aufgelegten ELTIFs hat einen ESG-Bezug nach SFDR Artikel 8 oder 9.1 Bei der anderen Hälfte ist entweder kein Nachhaltigkeitsbezug ausgewiesen oder fehlen Angaben dazu. Selbst innerhalb der „grünen" Kategorien ist die tatsächliche Nachhaltigkeit unterschiedlich belastbar.
Der Analyst Morningstar weist in seiner Auswertung „The State of ELTIFs 2026" darauf hin, dass der Marktboom Zielkonflikte sichtbar macht. Liquiditätsreserven, Fremdkapital-Einsatz, hohe Gebühren und Bewertungsfragen können das Nachhaltig-und-stabil-Narrativ überzeichnen.11 Anders ausgedrückt: Ein "grünes" Etikett heißt nicht automatisch, dass jeder Euro im Fonds auch tatsächlich Klimanutzen stiftet.
Wer konkret in nachhaltige ELTIFs investieren möchte, sollte vier Belege prüfen:
- Offenlegung nach Artikel 10 SFDR. Hier stehen das konkrete Anlageziel und welcher Anteil des Vermögens nachhaltig sein muss.
- Periodischer Nachhaltigkeitsbericht. Zeigt, was im Portfolio tatsächlich umgesetzt wurde, nicht nur, was angekündigt war.
- EU-Taxonomie-Quote. Gibt an, welcher Anteil des Portfolios den EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeit entspricht.
- Ausschlusskriterien. Welche Branchen oder Technologien der Fonds explizit ausschließt.
Als belegtes Beispiel: klimaVest ist als Artikel-9-Produkt mit Fokus auf erneuerbare Energien, Stromnetze und Speicher aufgelegt. Die Artikel-10-Offenlegung legt fest, dass mindestens 80 Prozent der Investitionen nachhaltig sein müssen und ausschließlich Umweltziele verfolgen. Jede Investition durchläuft eine Impact- und ESG-Due-Diligence sowie sogenannte DNSH-Prüfungen, also Prüfungen, ob die Investition andere Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt. Eine ergänzende Selbstverpflichtung schließt Investitionen in Kernkraft und Erdgas grundsätzlich aus, mit enger Ausnahme für wasserstoffrelevante Gasnetze.30
Welche Rolle spielt die EU-Taxonomie für ELTIFs?
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem der Europäischen Union, das festlegt, welche wirtschaftlichen Aktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Für ELTIFs wird sie immer dann relevant, wenn ein Produkt mit ökologischen Zielen oder Merkmalen wirbt, also typischerweise bei ELTIFs nach SFDR Artikel 8 oder Artikel 9. Diese müssen offenlegen, wie hoch der Anteil taxonomiekonformer Investitionen am Portfolio ist. ELTIFs ohne Umweltbezug verwenden einen Negativsatz, der klarstellt, dass die zugrunde liegenden Investitionen die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Tätigkeiten nicht berücksichtigen.
Für Anleger:innen ist die Taxonomie-Quote ein konkreterer Prüfstein als allgemeine ESG-Sprache, weil sie auf einer EU-weit einheitlichen Definition basiert. Sie macht die ökologische Substanz eines Portfolios messbar und ist über mehrere Anbieter hinweg grundsätzlich vergleichbar.
Ein Beispiel: klimaVest weist für das Geschäftsjahr 2024/2025 eine Taxonomie-Konformitätsquote von 92,91 Prozent aus. In den Vorjahren lagen die Werte bei 100 Prozent (2023/2024), 100 Prozent (2022/2023) und 55,6 Prozent (2021/2022). Die Veränderung gegenüber den Vorjahren begründet der Anbieter unter anderem mit einer angepassten Berechnung seit Juli 2025. Der Anteil nachhaltiger Umweltinvestitionen, die nicht taxonomiekonform sind, wird mit 0 Prozent angegeben.31
Für die eigene Bewertung heißt das: Die Taxonomie-Quote steht im Jahresbericht oder in der periodischen SFDR-Offenlegung jedes ELTIFs mit Umweltbezug. Sie ist ein belastbarer Indikator, sollte aber bei Mehrjahresvergleichen mit Blick auf erläuterte Methodikhinweise gelesen werden.
Kapitel 9: ELTIF: Marktbild & Ausblick
Wie groß ist der ELTIF-Markt 2026?
Der ELTIF-Markt hat 2025 die Schwelle vom Nischenprodukt zur etablierten Anlageform überschritten. Ende 2025 waren in Europa 268 ELTIFs registriert, verwaltet von 129 Asset Managern. Das gemeinsam verwaltete Vermögen lag bei rund 34 Milliarden Euro und damit gut 55 Prozent über dem Vorjahreswert. Allein 2025 kamen 113 neue ELTIFs an den Markt, fast doppelt so viele wie 2024. Auch die Angebotsseite hat sich verbreitert: 56 Gesellschaften haben 2025 zum ersten Mal überhaupt einen ELTIF aufgelegt.1
Beim Volumen verteilt sich der Markt auf drei Hauptbereiche: Private Debt mit 34 Prozent, Infrastruktur mit 28 Prozent und Private Equity mit 22 Prozent. Bei der reinen Anzahl der Fonds führt Private Debt – von den 113 Neuauflagen 2025 entfiel der größte Teil auf diesen Bereich.1
Anders sieht es bei den größten Einzelprodukten am Markt aus: Die volumenstärksten ELTIFs sind durchgängig Infrastruktur-Fonds, getragen von Sachwerten wie Solar- und Windparks oder Stromnetzen. In Deutschland prägt diese Konzentration das Bild besonders deutlich — rund 60 Prozent des hiesigen ELTIF-Volumens entfallen auf Infrastruktur, ein Vielfaches des europäischen Durchschnitts.1
Marktstand Ende 2025 auf einen Blick:
- 268 ELTIFs, 129 Asset Manager
- 34 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen
- 113 Neuauflagen 2025
- Private Debt 34 %, Infrastruktur 28 %, Private Equity 22 %
- 4,4 Milliarden Euro deutsche Anleger:innen, davon 36,8 Prozent im klimaVest
In Deutschland zeigt sich die Reform besonders deutlich. Anleger:innen aus Deutschland hielten Ende 2025 rund 4,4 Milliarden Euro in ELTIFs, plus 57 Prozent gegenüber 2024. Damit ist Deutschland nach Frankreich der zweitgrößte Investorenmarkt Europas und hat Italien überholt. Der größte Anteil entfällt mit einigem Abstand auf den klimaVest, der Ende 2025 rund 36,8 Prozent des deutschen ELTIF-Volumens auf sich vereinte.1
Wer ist der größte ELTIF?
In Deutschland ist die Anbieterlandschaft deutlich konzentrierter als auf europäischer Ebene. Der ELTIF klimaVest der Commerz Real war Ende 2025 mit rund 36,8 Prozent des deutschen ELTIF-Volumens das mit Abstand größte Produkt am hiesigen Markt.1
International prägen den Markt 2025/2026 vor allem große Asset Manager, die Privatmarkt-Strategien in das EU-regulierte Vehikel überführen (darunter Apollo, EQT, BlackRock, KKR, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Schroders, Amundi und Blackstone).
Auf der Vertriebsseite bleiben klassische Bankenvertriebe der wichtigste Kanal, ergänzt um digitale Plattformen wie Trade Republic (Apollo, EQT) und Scalable Capital (BlackRock).1
Eine konsolidierte Top-Liste der größten Anbieter nach verwaltetem Vermögen veröffentlicht Scope nicht, da sich der Markt schnell verschiebt.
Wohin entwickelt sich der ELTIF-Markt bis 2030?
Die Wachstumserwartungen für ELTIFs sind hoch, lassen sich aber sinnvoll nur in Szenarien beschreiben. Scope rechnet auf Basis einer Anbieterumfrage für 2026 mit einem Volumenwachstum von 20 bis 30 Prozent, also einem Markt von rund 41 bis 44 Milliarden Euro Ende 2026. Bis Ende 2028 könnte sich das ELTIF-Vermögen nach Scope-Einschätzung auf 70 bis 80 Milliarden Euro mehr als verdoppeln (Quelle: Scope ELTIF-Studie 2026, Stand 26.03.2026; Handelsblatt, 13.04.2026).
Für 2030 zeichnen sich diese Schätzungen weniger scharf, doch die Richtung ist konsistent: ein Markt, der sich vom Nischen- zum etablierten Segment innerhalb der europäischen Fondslandschaft entwickelt.
Hinter diesen Zahlen liegen drei Treiber:
- Pipeline neuer Produkte. Allein für 2026 erwarten die von Scope befragten Anbieter rund 100 weitere Neuauflagen. Der Schwerpunkt liegt bei Private Equity, gefolgt von Infrastruktur und Private Debt (Quelle: Scope ELTIF-Studie 2026, Stand 26.03.2026).
- Verbreiterung der Anlegerbasis. Die Reform ELTIF 2.0 hat Mindestanlagesummen abgeschafft und Vertriebshürden gesenkt, sodass Privatanleger:innen über Banken, unabhängige Vermögensverwalter und Neobroker einsteigen können.
- Politische Einbettung. Die EU-Kommission hat den ELTIF in ihrer Savings and Investments Union vom 19.03.2025 als zentrales Vehikel für die Mobilisierung privaten Langfristkapitals beschrieben. Parallel arbeitet die Kommission an Folgepaketen zur Marktintegration und an einer Überarbeitung der PEPP-Verordnung (Quelle: Europäische Kommission, Mitteilung zur Savings-and-Investments-Union, 19.03.2025).
Welche Rolle spielt das Altersvorsorgedepot ab 2027?
Mit dem Bundestagsbeschluss vom 27.03.2026 zur Reform der privaten Altersvorsorge erhalten ELTIFs erstmals einen Platz in der staatlich geförderten Altersvorsorge in Deutschland. Das Gesetz tritt voraussichtlich zum 01.01.2027 in Kraft. Wichtig ist die Unterscheidung im Gesetz: Im einfachen Standarddepot sind nur klassische OGAW-Fonds zulässig, ELTIFs sind dort nicht vorgesehen. Erst im erweiterten Altersvorsorgedepot können Anleger:innen auch ELTIFs zeichnen und dafür staatliche Zulagen erhalten. 32
1Quelle: Scope ELTIF-Studie 2026, https://www.dasinvestment.com/eltif-markt-rekord-bei-neuauflagen-volumen-springt-auf-34-milliarden/
2Quelle: Börsen-Zeitung (März 2026), https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanzen/neo-broker-treiben-deutschen-eltif-markt
3Quelle: Europäische Kommission, Mitteilung zur Savings-and-Investments-Union, 19.03.2025, https://commission.europa.eu/news-and-media/news/savings-and-investments-union-better-financial-opportunities-eu-citizens-and-businesses-2025-03-19_en
4Quelle: Verordnung (EU) 2015/760 in der Fassung 2023/606, Artikel 13, Konsolidierte deutsche Fassung auf EUR-Lex (Stand 10.01.2024): https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:02015R0760-20240110
5Quelle: Delegierte Verordnung (EU) 2024/2759, Artikel 4 bis 6, Direktlink zur deutschen Fassung auf EUR-Lex: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024R2759
6Quelle: klimaVest, FAQ und Basisinformationsblatt (Stand 01.07.2025), https://klimavest.de/de/downloads/
7Quelle: „Luxemburg behauptet sich als Heimat des ELTIF", Börsen-Zeitung, 8. November 2025
8Quelle: KAGB §§ 261 ff. zu geschlossenen Publikums-AIF, https://www.gesetze-im-internet.de/kagb/
9Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.04.2026, Dennis Kremer (Print-Ausgabe)
10Quelle: BVI-Jahrbuch 2025, Stand 30.06.2025, https://www.bvi.de/fileadmin/user_upload/Bestellcenter/publikationen_pdf__downloads_/2025_06_BVI_8257_2025_Jahrbuch_2025.pdf
11Quelle: Morningstar, The State of ELTIFs 2026, 26.03.2026, https://www.morningstar.com/en-gb/business/insights/research/european-long-term-investment-funds
12Quelle: Stiftung Warentest Finanzen, „Gut gemeint, aber nicht gut", 01.04.2026, Renate Daum (Print-Ausgabe)
13Quelle: Stiftung Warentest Finanzen, 18.03.2026, https://www.test.de/Eltif-europaeische-Langfristfonds-ueberblick-6286734-0/
14Quelle: klimaVest Factsheet 03/2026, https://klimavest.de/de/downloads/
15Quelle: Delegierte Verordnung (EU) 2024/2759, Anhang II, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32024R2759
16Quelle: klimaVest Basisinformationsblatt, Stand 01.07.2025, https://klimavest.de/de/downloads/
17Quelle: extraETF, Stand 01.10.2025, https://extraetf.com/de/wissen/eltif
18Quelle: Commerzbank Fondsporträt klimaVest (KLV100), https://www.commerzbank.de/wertpapier/de/research/fonds/fondsportraet/KLV100.html
19Quelle: klimaVest, Pressemitteilung Jahresbericht und Ausschüttung, 16.12.2025, https://klimavest.de/de/
20 Quelle: klimaVest Produktseite, Stand 01.07.2025, https://klimavest.de/de/produkt/
21Quelle: Verbraucherzentrale, Stand 31.10.2025, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/eltifs-neue-anlageform-mit-tuecken-96375
22Scope Fund Analysis, „Klare Regeln bringen ersehnten Schwung – ELTIF-Studie 2025", 27.03.2025, https://www.scopeexplorer.com/files/get/?name=news.ReportFile/bytes/filename/mimetype/Scope_ELTIF-Studie_2025.pdf
23Quelle: klimaVest, Pressemitteilung Jahresbericht und Ausschüttung, 16.12.2025; Commerzbank Fondsporträt klimaVest (KLV100), Stand 31.03.2026, https://www.commerzbank.de/wertpapier/de/research/fonds/fondsportraet/KLV100.html
24Quelle: commerzreal.com, Stand 2026, https://commerzreal.com/de/energie/klimavest/
25Quelle: BaFin, https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2024/fa_bj_1305_ELTIF_Neue_Regeln.html
26Quelle: klimaVest, Basisinformationsblatt, https://klimavest.de/de/downloads/
27Quelle: klimaVest, Basisinformationsblatt; klimaVest-Jahresbericht 2024/2025)., https://klimavest.de/de/downloads/
28Quelle: Europäische Kommission, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=COM%3A2025%3A841%3AFIN
29Quelle: klimaVest, Offenlegung nach Artikel 10 SFDR, https://klimavest.de/de/downloads/
30Quelle: klimaVest, Offenlegung nach Artikel 10 SFDR; klimaVest, Selbstverpflichtung gegen Kernkraft und Erdgas., https://klimavest.de/de/downloads/
31Quelle: klimaVest, Jahresbericht 2024/2025, https://klimavest.de/de/downloads/
32Quellen: Deutscher Bundestag, Beschluss zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, 27.03.2026, https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw13-de-altersvorsorge-1156798 Bundesregierung, Antwort auf die Kleine Anfrage „Altersvorsorge mit Investition in Infrastruktur möglich", Drucksache 21/5554, 29.04.2026, https://dserver.bundestag.de/btd/21/055/2105554.pdf