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Geldanlegen sollte gut überlegt sein - vor allem, wenn es um größere Beträge wie 20.000 Euro geht und Sie Ihr Vermögen sichern  möchten. Gerade dann geht es darum, Ihre Geldanlage langfristig und stabil aufzubauen, damit Sie auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch davon profitieren können.

Doch wie genau Sie dabei vorgehen sollten, ist nicht leicht zu entziffern. Der Finanzmarkt ist voll von Trends und vermeintlichen Expert:innen, die sich jedoch für Sie und Ihre Situation vielleicht gar nicht eignen. Deshalb ist es ratsam, langfristig zu planen und sich Ihr eigenes Finanzwissen aufzubauen, das Sie bei der Vermehrung Ihres Ersparten unterstützt.

Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen dabei helfen - und stellen Ihnen deshalb 7 typische Fehler vor, die es zu vermeiden gilt, wenn Sie einen größeren Betrag wie 20.000 Euro investieren möchten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Um erfolgreich 20.000 Euro zu investieren, sollten Sie darauf achten, Ihr Investment nach Ihren individuellen Anlagebedingungen zu gestalten. Dazu gehört, sowohl Ihr Fachwissen als auch Ihre Anlageziele und -präferenzen zu berücksichtigen.
  • Auch schon die Höhe des Anlagebetrags gehört dazu: Kalkulieren Sie so genau wie möglich, bauen Sie sich ein ausreichendes Finanzpolster auf und investieren Sie nur das, was Sie wirklich auch langfristig entbehren können.
  • Gerade bei größeren Anlagebeträgen ist es ratsam, Ihr Kapital auf verschiedene Geldanlagen zu verteilen und zu diversifizieren. So vermeiden Sie ein zu großes Klumpenrisiko.
  • Bei der Gestaltung Ihres Anlageportfolios können Meinungen und Tipps von Expert:innen durchaus hilfreich sein – jedoch sollten Sie solchen Dritten nicht uneingeschränkt vertrauen und sich auch eigenes Fachwissen über die Funktionsweise und Eigenschaften verschiedener Anlageprodukte aneignen.
  • Auch das Inflationsrisiko gehört auf die Liste: Eine Geldanlage, deren Rendite dauerhaft unter der Inflationsrate liegt, verliert real an Kaufkraft – auch wenn der Kontostand nominal steigt.

Fehler #1: Mehr investieren, als zur Verfügung steht

Vor allem unerfahrenere Anleger:innen machen diesen Fehler: Wer sich endlich dazu entschließt, das Ersparte zu investieren, möchte auch das meiste herausholen - und legt dann mehr Geld an, als ratsam wäre. Das Problem dabei ist, dass so Beträge, die eigentlich für größere Einmalzahlungen oder regelmäßige Ausgaben wie Rechnungen und Kreditraten benötigt werden, in der Geldanlage gebunden werden.

Das birgt große Risiken, wenn dann tatsächlich ungeplante Ausgaben fällig werden. Denn nicht alle Geldanlagen können vor Laufzeitende problemlos aufgelöst werden. Meist sind damit hohe Kosten verbunden, sodass Sie am Ende mit weniger Geld dastehen als am Anfang. Alternativ können sich Anleger:innen dazu gezwungen sehen, zusätzliche Kredite aufzunehmen oder Vermögenswerte zu verkaufen, um an das nötige Kapital zu kommen.

Deshalb gilt: Investieren Sie nur so viel Geld, wie Sie auch wirklich dafür zur Verfügung haben - also das, was Sie wirklich entbehren können. Überprüfen Sie möglichst detailliert, welche Ein- und Ausgaben Sie jeden Monat haben, welche Kosten darüber hinaus noch anfallen und ob Sie ein ausreichendes Polster haben, auf das Sie notfalls zugreifen können.

Wenn Sie zwar 20.000 Euro investieren möchten, aber keinerlei finanzielles Polster verfügen, dann sollten Sie vielleicht mit einem geringeren Betrag starten. Mehr Geld investieren können Sie später immer noch. 


Fehler #2: Spekulieren ohne fundierte Expertise

Neben einem zu hoch angesetzten Anlagebetrag ist auch die Art des Investments eine häufige Fehlerquelle. Oft versuchen Anleger:innen, mit ihrem Kapital in möglichst kurzer Zeit möglichst große Gewinne zu erzielen und setzen dafür auf kurzfristige Investment-Trends wie zum Beispiel Kryptowährungen oder spekulativen Aktienhandel.

Diese bieten zwar meist tatsächlich vergleichsweise hohe und vor allem schnelle Renditen, gehen aber auch mit großen Anlagerisiken einher, die von vermeintlichen Expert:innen in Blogs oder Videos auch gern einmal verschwiegen werden. Hier werden kurzlebige Trends oder sogar Betrugsmaschen als die große Chance vermarktet - alles auf Kosten der Anleger:innen.

Doch auch, wenn es sich um völlig legitime Geldanlagen handelt, braucht es viel Fachwissen und ein Verständnis davon, wie genau solche Investments funktionieren und ob sich damit tatsächlich die versprochenen Gewinne erwirtschaften lassen. Ohne dieses Wissen können Anleger:innen schnell viel Geld verlieren - vor allem, wenn Sie auf einen Schlag größere Anlagebeträge wie 20.000 Euro investieren.

Wenn Sie trotzdem auf möglichst schnelle und große Gewinne setzen möchten, sollten Sie sich zumindest im Vorfeld genug Zeit nehmen, um sich eingehend mit der Geldanlage Ihrer Wahl auseinanderzusetzen und die Chancen und Risiken zu identifizieren, die damit einhergehen. So bleiben Sie - trotz hohem Anlagerisiko - so weit wie möglich auf der sicheren Seite. 


Fehler #3: Die eigene Risikotoleranz ignorieren

Apropos riskante Geldanlagen: Von vielen Anleger:innen wir die Bedeutung der individuellen Risikotoleranz unterschätzt. Allzu oft vertrauen Sie eher auf aktuelle Trends oder Fachmeinungen und gestalten dementsprechend Ihr Anlageportfolio. Ihre individuellen Voraussetzungen und Präferenzen werden dabei häufig vernachlässigt.

Dabei funktioniert jedoch nicht jede Geldanlage für alle Anleger:innen gleich gut, im Gegenteil: Das ideale Anlageportfolio sollte sich gerade an den individuellen Bedingungen der Anleger:innen orientieren, damit es auch langfristig erfolgreich wirtschaften kann und die gewünschten Ergebnisse liefert.

Das kommt gerade dann zum Tragen, wenn Sie auf einmal eine größere Summe wie 20.000 Euro anlegen möchten. Sind Sie nämlich eher risikoempfindlich und reagieren auf häufige Kurs- und Wertschwankungen eher sensibel, dann wird es Ihnen gerade mit einem größeren Betrag vielleicht schwer fallen, Ihr Geld langfristig aus der Hand zu geben. Sicherheitsorientierte Investments eignen sich dann vielleicht eher für Sie, auch wenn damit etwas niedrigere Renditen einhergehen.

So wertvoll Tipps und Meinungen von außen also sein können - am Ende kommt es immer auch darauf an, ob und wie sich solche Anlageempfehlungen individuell überhaupt umsetzen lassen. Und dafür ist die eigene Risikotoleranz ein ausschlaggebender Faktor. 


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1https://nachrichten.idw-online.de/2024/02/09/finfluencer-studie-forschungsprojekt-gibt-ueberblick-ueber-deutschsprachige-finanz-influencer

2https://www.bafin.de/DE/Verbraucher/GeldanlageWertpapiere/soziale_medien.html

3Statistisches Bundesamt (Destatis) (2026): Inflationsrate im Jahr 2025 bei +2,2 %, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2026. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/01/PD26_019_611.html

4Vanguard Research (2023): Cost averaging – Invest now or temporarily hold your cash? https://corporate.vanguard.com/content/dam/corp/research/pdf/cost_averaging_invest_now_or_temporarily_hold_your_cash.pdf