50.000 Euro investieren: Welche Sachwert-Optionen Sie 2026 haben
50.000 Euro in Immobilien anlegen
Immobilien zählen zu den klassischen Sachwerten im Privatanleger-Portfolio. Sie verfügen über einen physischen Eigenwert und generieren über Mieteinnahmen laufende Erträge, ergänzt um mögliche Wertsteigerungen. Nach den Preiskorrekturen 2022 und 2023 hat sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt zuletzt stabilisiert. Im dritten Quartal 2025 lagen die Preise wieder rund 3,3 Prozent über dem Vorjahresquartal, das vierte Plus in Folge.
Für ein Investment in eine eigene Immobilie reichen 50.000 Euro in den meisten Lagen nicht aus. Doch der Sachwert Immobilie ist auch ohne Eigenheim zugänglich, vor allem über Immobilienfonds. Hier wird zwischen Offenen und Geschlossenen Immobilienfonds unterschieden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Geschlossene Immobilienfonds: Gute Rendite mit Klumpenrisiko
Geschlossene Immobilienfonds sind Alternative Investmentfonds, die meist nur in eine oder wenige Immobilien investieren. Anleger:innen profitieren hierbei von Renditechancen von ungefähr 3 % bis 5 %. Um sich zu beteiligen, sind jedoch meist höhere Mindestanlagebeträge ab circa 5.000 Euro erforderlich, die innerhalb eines festgelegten Platzierungszeitraums fällig werden.
Meist handelt es sich bei Geschlossenen Immobilienfonds außerdem um langfristige Investments mit Anlagezeiträumen von 10 oder mehr Jahren. Vorzeitige Kündigungen sind daher oft kaum möglich, da der Verkauf der Anteile häufig mit hohem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden ist.
Wenn Sie sich mit Immobilien auskennen und in Ihrem Portfolio vielleicht auch schon über ein weiteres Immobilien-Investment verfügen, kann ein Geschlossener Immobilienfonds Ihnen gute Renditechancen bescheren. Auf eine breite Streuung müssen Sie bei einem Investment in eine oder nur wenige Immobilien jedoch verzichten – hier haben Sie es eher mit einem Klumpenrisiko zu tun, das im schlimmsten Fall einen Totalverlust Ihres Investments nach sich zieht. Geschlossene Immobilienfonds gelten daher als besonders risikobehaftet und sind nur Kenner:innen empfohlen.
Offene Immobilienfonds: Breit gestreut und planbar
Mit einem Investment in einen Offenen Immobilienfonds umgehen Sie Klumpenrisiken und lange Laufzeiten: Sie investieren in eine Vielzahl von hochwertigen Immobilien, die sich meist über verschiedene Nutzungsarten und Standorte verteilen und so zur Risikostreuung beitragen. Über Mieteinnahmen und Verkäufe generieren Sie zuverlässige Renditen. Unter Beachtung der gesetzlichen Mindesthaltefristen steht Ihnen der Verkauf bzw. die Rückgabe Ihrer Anteile frei. So können Sie grundsätzlich leichter wieder auf Ihr Kapital zugreifen, ohne mit zusätzlichen Kosten rechnen zu müssen.
Die durchschnittlichen Renditen Offener Immobilienfonds liegen bei soliden 2 bis 4 Prozent pro Jahr. Was diese Anlageform auszeichnet, ist also nicht die Höhe der Rendite, sondern ihre Stabilität. Eine 20-Jahres-Analyse der IREBS Immobilienakademie an der Universität Regensburg attestierte Offenen Immobilienfonds 2025 das geringste Verlustrisiko aller untersuchten Anlageklassen und rund zehnmal geringere Schwankungen als der globale Aktienindex MSCI World.
Damit eignen sich Offene Immobilienfonds als sicherheitsorientierte Basis im Portfolio. Auf dieser Grundlage lassen sich bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro weitere Bausteine ergänzen, die auf höhere Renditechancen abzielen.
50.000 Euro in erneuerbare Energien investieren
Bei erneuerbaren Energien handelt es sich um ein vergleichsweise neues und damit bislang noch unterrepräsentiertes Anlagesegment. Anleger:innen profitieren hier von Sachwerten wie Windkraft- oder Solaranlagen, die dank Power Purchase Agreements über viele Jahre hinweg beständige Cashflows generieren. Dabei fallen die Wertschwankungen nur sehr gering aus, da häufig langfristige Abnahmeverträge der Absicherung dienen. Doch auch der nachhaltige Mehrwert macht ein Investment in erneuerbare Energien vielversprechend und zukunftsfähig.
Jedoch sind viele Anlageprodukte, die in erneuerbare Energien investieren, nicht für Privatanleger:innen zugelassen, sondern Unternehmen und Institutionen vorbehalten. Zudem sind die Chancen und Risiken solcher Investmentprodukte häufig schwieriger zu beurteilen.
Ein Erneuerbare-Energien-Investment kann jedoch durchaus lohnenswert sein – deshalb stellen wir Ihnen hier zwei Anlagemöglichkeiten vor:
Crowdinvesting: Gemeinsam mehr bewirken
Crowdinvesting (deutsch: Schwarmfinanzierung) ist die Finanzierung von Projekten mithilfe einer Gruppe von Investor:innen. Über eine Crowdinvesting-Plattform haben Sie meist Zugriff auf verschiedenste Projekte, die Ihnen für ein Investment zur Verfügung stehen.
Hier ist es jedoch Ihre Aufgabe, sich mit den verschiedenen Projekten auseinanderzusetzen und sich ein passendes Investment herauszusuchen. In den Verkaufsunterlagen lesen sie sich alle erfolgsversprechend. Doch wie groß die Risiken tatsächlich sind, müssen Sie eigenständig bewerten.
Es ergeben sich aber durchaus auch einige Vorteile: Zum einen profitieren Sie beim Crowdinvesting meist von guten Renditechancen, zum anderen von der vollen Transparenz über Ihr Investmentprojekt inklusive Investitionsziel, Konzept und Projektinhaber:innen.
Damit sind Sie darauf angewiesen, dem von Ihnen ausgewählten Projekt zu vertrauen – was mit dem Risiko des Totalverlusts Ihres eingesetzten Kapitals einhergeht. Insbesondere in einem neuen Anlagesegment wie dem der erneuerbaren Energien fehlt es Privatanleger:innen häufig noch an Erfahrung, um die Chancen und Risiken realistisch einschätzen zu können – gleiches gilt auch für Projektinhaber:innen. Denn gerade im Wettbewerb um die erfolgversprechendsten Assets in einem aufkommenden Markt wie erneuerbare Energien haben es viele Emittenten schwer, sich gegen große Fondsanbieter durchzusetzen.
Wer 50.000 Euro über Crowdinvesting anlegt, sollte das Kapital ohnehin auf mehrere Projekte verteilen, um das hohe Einzelrisiko abzumildern.
ELTIFs: Breit gestreut in Sachwerte investieren
Mit ELTIFs (European Long-Term Investment Funds) haben sowohl institutionelle als auch private Anleger:innen die Möglichkeit, langfristig und direkt in Sachwerte zu investieren. Das Finanzinstrument wurde erstmals im Jahr 2015 eingeführt, um eine Brücke zwischen privatem Anlagekapital und der europäischen Realwirtschaft zu bauen.
So ermöglichen ELTIFs Investments in viele verschiedene Arten von Sachwerten, ob im Bereich der Infrastruktur, der Digitalisierung oder der Erneuerbaren Energien. Meist investiert ein ELTIF in mehrere Anlagewerte gleichzeitig und bietet Anleger:innen so eine fondsinterne Risikostreuung über verschiedene Vermögenswerte.
Im Vergleich zu den anderen für Privatanleger:innen zugänglichen Sachwert-Optionen bieten sie gleich mehrere Vorteile. Anders als beim Crowdinvesting tragen Anleger:innen kein Einzelrisiko eines bestimmten Projekts, sondern beteiligen sich an einem von professionellem Fondsmanagement gesteuerten Portfolio. Im Unterschied zu Geschlossenen Fonds verteilt sich das Kapital zudem von Beginn an über mehrere Anlagen, sodass das Klumpenrisiko deutlich geringer ausfällt.
Auch unser Erneuerbare-Energien-Fonds klimaVest ist als ELTIF konzipiert. Mit rund 1,8 Mrd. Euro Fondsvermögen ist er der größte ELTIF Europas (Scope ELTIF-Studie 2026) und seit November 2020 am Markt. Anleger:innen beteiligen sich mit einem Investment an 43 Sachwerten in 6 europäischen Ländern, überwiegend aus Wind- und Solarkraft. Im Geschäftsjahr 2024/25 erzielte der Fonds eine Wertentwicklung von 3,5 Prozent, nach 3,7 Prozent im Vorjahr. Damit eignet sich klimaVest als breit gestreutes Einzelinvestment für 50.000 Euro.
Ein ELTIF wie klimaVest lässt sich jedoch auch mit anderen Anlageprodukten kombinieren, um Ihren Anlagebetrag noch weiter zu diversifizieren und mögliche Anlagerisiken zu minimieren. In jedem Fall tragen Sie mit ELTIFs dazu bei, die europäische Realwirtschaft zu fördern – und profitieren dabei von den Chancen eines aufsteigenden Anlagesegments.