WindenergieWindpark Freckenfeld 

Windkraft im Einklang mit Weinbau und Landwirtschaft 
Windräder stehen auf weiten Feldern unter einem bewölkten Himmel bei Sonnenuntergang.

Kennzahlen auf einen Blick

  • Standort: Freckenfeld, Deutschland
  • Stromerzeugung durch: Wind
  • Größe: 6 Windräder
  • Im Portfolio seit: 01.04.2021
  • Vergütung/Stromabnahme: Staatliche Förderung
  • Am Netz seit: Februar 2018
  • Errichter/Betreiber: EnBW
  • Gesamtnennleistung: 19,8 MW
  • Garantierte Verfügbarkeit durch Wartungsvertrag: 97 %

Über den Windpark

Gemeinschaftsprojekt mit langer Tradition

Der Windpark Freckenfeld liegt im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz und wird seit 2017 von der EnBW betrieben. Die besondere Konstellation: Die umliegenden Flächen des insgesamt 100 Hektar umfassenden Windparks werden von zahlreichen Privateigentümer:innen gehalten und weiterhin für Landwirtschaft und Weinbau genutzt.  

Bereits 2013 hatte ein unabhängiger Windgutachter bestätigt, dass der Standort für Windenergienutzung geeignet ist. Sechs Windkraftanlagen können dort auf einer Nabenhöhe von 134 Metern eine Windgeschwindigkeit von 6,2 m/s nutzen – ideale Voraussetzungen für wirtschaftlichen Windstrom-Ertrag. 

Impressionen

Zwei Windräder stehen auf einem weiten Feld unter bewölktem Himmel bei Sonnenuntergang.
Windrad aus der Vogelperspektive.
Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, mit bewölktem Himmel im Hintergrund.
Windräder des Betreibers EnBW.
Weite grüne Felder mit mehreren Windturbinen unter einem bewölkten Himmel in der Ferne.
Windräder im Windpark Freckenfeld.
Zwei Windräder stehen auf weiten, grünen Feldern unter blauem Himmel.
Windräder im Windpark Freckenfeld bei Abendstimmung.

Minimale Eingriffe in die Landschaft

Die Entwicklung des Windparks folgte von Anfang an der Prämisse, die Beeinträchtigung der landwirtschaftlich genutzten Flächen so gering wie möglich zu halten. Die Standorte der sechs Windenergieanlagen vom Typ Nordex N 131 mit einer Leistung von jeweils rund 3,3 Megawatt wurden so nah wie möglich an bestehende Wege gelegt. Die vorhandene landwirtschaftliche Wegestruktur wurde genutzt, nur in Einzelfällen mussten Wege erweitert oder neu angelegt werden.
 

Langfristige Absicherung und lokale Wertschöpfung

Die Abnahme des erzeugten Stroms ist durch die gesetzliche EEG-Vergütung über eine Laufzeit von 20 Jahren gesichert. Da die Betreibergesellschaft Windpark Freckenfeld GmbH ihren Sitz vor Ort hat, fällt die Gewerbesteuer auch dort an. Außerdem profitieren die Bürger*innen auch wirtschaftlich: Über Beteiligungsmodelle der EnBW konnten sie sich finanziell am Projekt beteiligen: per Nachrangdarlehen mit mehrjähriger Laufzeit.


Deutschlands Windenergie: Stärkste Stromquelle auch 2025

Die Windenergie an Land hat sich zur wichtigsten Energiequelle im deutschen Strommix entwickelt. Mit rund 132 Terawattstunden Ökostrom im Jahr 2025 leistete sie den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Erstmals bildeten Wind und Solar dabei eine gemeinsame Doppelspitze: Die Photovoltaik steigerte ihre Produktion um 21 Prozent und überholte damit erstmals die Braunkohle.1

Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, rosa Wolken am Himmel.

Rekordwerte bei Genehmigungen und Zuschlägen 

Das Jahr 2025 markierte einen neuen Rekord für die Windenergie an Land: Insgesamt wurden 3.310 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 20.765 Megawatt neu genehmigt – und damit die Rekordzahlen des Vorjahres 2024 nochmals deutlich übertroffen.2 Im Jahr 2025 wurden bei den deutlich überzeichneten Ausschreibungen der Bundesnetzagentur 2.348 WEA mit 14.449 MW bezuschlagt – womit die Rekorde des Jahres 2024 nochmals übertroffen wurden.3 Diese Rekordergebnisse werden in den kommenden Jahren zu einem spürbar wachsenden Zubau führen. 

Ambitionierte Ausbauziele bis 2030 

Die Bundesregierung hat im Erneuerbare-Energien-Gesetz konkrete Ausbauziele festgelegt: Bis 2030 soll die Windenergieleistung an Land auf 115 Gigawatt ausgebaut werden – knapp das Doppelte der Ende 2022 installierten Leistung von rund 58 Gigawatt.4 Bis 2035 sind weitere 157 Gigawatt vorgesehen.5 Um diese Ziele zu erreichen, ist ein jährlicher Bruttozubau von etwa 10 Gigawatt notwendig.5
Ein Mann in gelber Jacke arbeitet am Laptop vor Windkraftanlagen im Freien.
Ein Windrad steht inmitten weitläufiger, grüner und brauner Felder unter einem blauen Himmel mit leichten Wolken.

Flächenbereitstellung als Schlüssel zum Erfolg

Zur Umsetzung der Ausbauziele hat die Bundesregierung im Windenergieflächenbedarfsgesetz verankert, dass bis 2032 insgesamt 2 Prozent der Fläche Deutschlands für Windenergie ausgewiesen werden müssen.4 Die Genehmigungsdauer wurde im bundesweiten Durchschnitt um 20 Prozentpunkte auf 22 Monate reduziert, wodurch die Dynamik beim Ausbau deutlich zugenommen hat. 5 

Rheinland-Pfalz auf gutem Weg 

Rheinland-Pfalz trägt aktiv zur Energiewende bei: Ende 2025 waren im Bundesland 1.792 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4.318 Megawatt in Betrieb.6 Im Jahr 2024 wurden 42 neue Anlagen mit 206 Megawatt Leistung in Betrieb genommen – 48 Prozent mehr als im Vorjahr.6 Im Jahr 2025 wurden in Rheinland-Pfalz 229 Windenergieanlagen mit rund 1.431 Megawatt Leistung neu genehmigt – ein neuer Rekordwert. Das Land verfolgt das Ziel, bis 2030 seinen Strombedarf bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.7 
Ein Arbeiter in Schutzkleidung steht vor drei Windkraftanlagen auf einem Feld bei Sonnenuntergang.
Ein Mann im grauen Anzug steht vor einer strukturierten, verwitterten Wand und lächelt in die Kamera.
Timo Werner
klimaVest Fondsmanager seit der ersten Stunde 2020
Freckenfeld war 2021 ein strategischer Ankauf für klimaVest: Ein etablierter Windpark mit bewährtem Betreiber und langfristiger Vergütungssicherheit – genau das, was unser Portfolio braucht.

Erfolgsmodell für gelungene Zusammenarbeit  

Für klimaVest, zu dessen Portfolio der Windpark seit 2021 gehört, ist Freckenfeld ein Paradebeispiel für die gelungene Harmonisierung der Interessen von Gemeinde, Grundeigentum, Naturschutz und Betreiber. Das Projekt beweist: Windenergie lässt sich mit Landwirtschaft und Weinbau erfolgreich kombinieren.

Umfassende Prüfungen sicherten nachhaltigen Betrieb

Bevor der Windpark genehmigt wurde, beauftragte das zuständige Landratsamt umfassende Untersuchungen: Gutachter prüften das Windaufkommen, erfassten Vogel- und Fledermausvorkommen und erstellten Schall- und Schattenwurfgutachten. Die Arbeiten liefen von 2014 bis 2015. Ende 2016 bestätigte das Amt, dass die Windenergienutzung mit den Belangen von Mensch und Umwelt vereinbar ist und genehmigte den Flächennutzungsplan.  

Vor Ort beim Projektleiter: 

Ein Gespräch zwischen den Windrädern 

Daniel Brendel war von Anfang an dabei und begleitet Freckenfeld bis heute. Im Interview vor Ort erzählt der EnBW-Projektleiter, was den Windpark technisch und strategisch besonders macht – und wie oft er selbst schon die Windrad-Aussicht live erlebt hat. 
Wartungstechniker mit Helm und neonfarbener Jacke vor dem Sockel eines Windkraftrads.
klimaVest Portfolio

Weitere Einblicke ins Portfolio

Das klimaVest Portfolio: 43 Standorte. 6 Länder. Ein Portfolio. Sehen Sie, wo klimaVest investiert — mit interaktiver Karte und Detailinfos zu jedem Asset.

Windräder stehen in einer grünen Waldlandschaft unter klarem Himmel.
Luftaufnahme eines großflächigen Solarparks mit Photovoltaikmodulen in trockener Landschaft
Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, mit weitläufigem Himmel und sanften Wolken.
Strommast ragt in den blauen Himmel, umgeben von Wolken und Sonnenlicht.
Ein Traktor fährt durch ein Feld neben Solarpaneelen und bunten Blumen unter blauem Himmel.
Rinderweide mit Windkraftanlage im Windpark Moanvane.
Eine große Solaranlage auf einem Feld unter bewölktem Himmel.
Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, mit bewölktem Himmel im Hintergrund.
WindparkKuuronkallio
TypWindpark
Land/LänderFinnland
Nennleistung58,8 MW
Am Netz seit27.1.2020

1Fraunhofer ISE: Öffentliche Stromerzeugung 2025 – Wind und Solar erstmals als Doppelspitze, 01.01.2026, https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026/oeffentliche-stromerzeugung-2025-wind-und-solar-erstmals-als-doppelspitze.html

2Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und VDMA Power Systems: „Windenergieausbau an Land 2025: Starken Zubau verstetigen, Resilienz gewährleisten", 15. Januar 2026, https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/detail/windenergieausbau-an-land-2025-starken-zubau-verstetigen-resilienz-gewaehrleisten/

3BWE und VDMA Power Systems: „Windenergieausbau an Land 2025: Starken Zubau verstetigen, Resilienz gewährleisten", 15. Januar 2026, https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/detail/windenergieausbau-an-land-2025-starken-zubau-verstetigen-resilienz-gewaehrleisten/

4Umweltbundesamt: "Windenergie an Land", 2024 https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/windenergie-an-land

5Umweltbundesamt: "Ausbau der Windenergie an Land: 2-Prozent-Ziel reicht aus", 2024 https://www.umweltbundesamt.de/themen/ausbau-der-windenergie-an-land-2-prozent-ziel

6Goal100: "Windreport 2025_1", Januar 2025 https://goal100.org/report/25q1

7Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH (EKO): „Zahl des Monats: 10,69 GW", 21. Januar 2026, https://www.pfalzdigital.de/facebook/zahl-des-monats-1069-gw/