Rekordtemperaturen und Extremhitze sind längst kein Ausnahmefall mehr – in der Mittelmeer-Region, in Südostasien, auf dem amerikanischen Kontinent und in Australien. Eine direkte Folge: Klimaanlagen in Privathaushalten und Produktionsstätten verbrauchen mehr Strom als je zuvor. Dies verlangt nach einer klaren Antwort der Energiepolitik.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat bestätigt: Der weltweite Stromverbrauch stieg 2024 um 4,3 Prozent – deutlich mehr als die 2,5 Prozent des Vorjahres und der stärkste Zuwachs der vergangenen Dekade.1 Für 2025 prognostiziert die IEA weiteres Wachstum von 3,3 Prozent, getrieben durch Elektrifizierung, Klimatisierung und die rasante Expansion von KI-Rechenzentren.2
Kohlestrom sorgt für Abkühlung – CO₂-Emissionen steigen weiter
Der boomende Strommarkt hat eine Kehrseite: Zu oft wird Energie – auch für Klimaanlagen – noch in Kohlekraftwerken erzeugt. Besonders ausgeprägt ist dies in den bevölkerungsreichsten Wachstumsmärkten: Chinas Stromverbrauch stieg 2024 um 7 Prozent, Indiens um 5,8 Prozent.1 Der globale CO₂-Ausstoß erreichte 2024 mit 37,8 Milliarden Tonnen einen neuen Rekordwert – auch wenn das Wachstum geringer ausfiel als das der Wirtschaft.1
Ungebrochen stark bleibt die Nachfrage nach Strom. Neben Klimaanlagen sind Elektromobilität, Wärmepumpen und künstliche Intelligenz die zentralen Treiber – eine Entwicklung, die den Ausbau erneuerbarer Energien dringlicher denn je macht.