Die Energie der Vernetzung: Sektorenkopplung als Lösungsansatz
Sektorenkopplung beschreibt den Ansatz, die bislang meist getrennt betrachteten Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Industrie enger miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, das Potenzial erneuerbarer Stromerzeugung für alle Bereiche des Energiebedarfs nutzbar zu machen und CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Durch diese Vernetzung können die Sektoren voneinander profitieren und die Flexibilität im Energiesystem erhöhen.
Auch unser spanisches Solarprojekt Castillejo hat Ready-to-Build-Status erreicht und soll voraussichtlich 2026 ans Netz gehen. Bei den Projekten zeigt sich jedoch, dass der Netzanschluss das Nadelöhr bei Erneuerbare-Energien-Projekten ist. Deshalb ist der Netzausbau so wichtig.1
Wichtige Technologien der Sektorenkopplung
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt gleichzeitig Strom und nutzbare Wärme. Wärmepumpen gewinnen durch elektrische Energie Wärme aus Luft, Wasser oder Erde. Elektromobilität verbindet den Strom- und Verkehrssektor – vorausgesetzt, die Ladezeiten werden intelligent gesteuert. Power-to-Liquids (PtL) produziert synthetischen Kraftstoff für Luft- und Schiffsverkehr. Strom- und Wärmespeicher gleichen Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage aus. Bioenergie liefert grundlastfähig Strom, Wärme und Kraftstoffe. Digitale Infrastruktur ermöglicht eine bedarfsgerechte Abstimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch.