Assetklasse Erneuerbare EnergienNetzausbau – das Rückgrat der Energiewende 

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zuletzt aktualisiert10.06.2026
KategorieNetzinfrastruktur
Blick von unten durch einen Strommast in den blauen Himmel mit weißen Wolken.

Fast 60 Prozent des deutschen Stroms stammen bereits aus erneuerbaren Quellen – Tendenz steigend.1 Das Ziel: 80 Prozent bis 2030, Klimaneutralität bis 2045. Doch ohne ein leistungsfähiges Stromnetz bleibt diese Energie dort stecken, wo sie entsteht – statt dorthin zu fließen, wo sie gebraucht wird. Das strukturelle Problem ist bekannt: Wind erzeugt Strom vor allem im Norden und Osten, die Industrie verbraucht ihn im Süden und Westen. Die sogenannten „Stromautobahnen“ – die Höchstspannungsnetze mit 220 bis 380 kV – sind das Bindeglied. Doch die bestehende Infrastruktur ist dem wachsenden Bedarf kaum gewachsen: Netzabschaltungen und Engpässe zeigen, wie dringend der Ausbau ist.1

Kennzahlen

  • ~60 % – Strom aus Erneuerbaren in Deutschland (2025)
  • 651 Mrd. € – Investitionsbedarf Netzausbau bis 2045
  • 36,4 Mrd. € – Amprion-Investitionsplan bis Ende 2029 

Zwei Arten der Netzbetreibung

ÜNB – Übertragungsnetzbetreiber

Sie betreiben das überregionale Stromnetz auf Höchstspannungsebene. Ihre Aufgaben: den Strom über lange Distanzen transportieren, das Netz ausbauen und den Stromfluss zentral steuern. So sind sie für den landesweiten Netzausgleich verantwortlich.


VNB – Verteilnetzbetreiber

Sie übernehmen auf regionaler Ebene die Verteilung des Stroms bis hin zu Haushalten, Unternehmen oder kommunalen Einrichtungen. Dazu gehören auch Betrieb und Instandhaltung von Umspannwerken und Trafostationen. 

 

651 Milliarden Euro: der Investitionsbedarf bis 2045

Laut einer aktuellen Schätzung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) beläuft sich der Investitionsbedarf bis 2045 auf rund 651 Milliarden Euro – 328 Milliarden Euro für die Übertragungsnetze, 323 Milliarden Euro für die Verteilnetze.2 Hinzu kommt die steigende Stromnachfrage durch Elektromobilität, Wärmepumpen und industrielle Elektrifizierung. Einer der zentralen Akteure beim Ausbau ist Amprion. Das rund 11.000 km lange Höchstspannungsnetz von Amprion versorgt ein Gebiet, in dem ein Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung entsteht. Allein bis Ende 2029 plant Amprion Investitionen von 36,4 Milliarden Euro in Ausbau und Modernisierung.3 Übertragungsnetzbetreiber sind natürliche Monopolisten: Die Bundesnetzagentur reguliert ihre Erträge und garantiert eine planbare Verzinsung auf das eingesetzte Kapital – unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht.1
 

klimaVest

Erster offener Privatanlegerfonds in deutschen Stromnetzen

Im Mai 2025 hat der Fonds eine indirekte Beteiligung von rund 4,5 Prozent an Amprion erworben. Mit dieser strategischen Erweiterung ergänzt klimaVest das Portfolio aus Wind- und Solarenergie um den Bereich Stromnetze – und sorgt für eine noch breitere Risikostreuung. Als erster offener Fonds ermöglicht klimaVest Privatanleger:innen den Zugang zu einer bislang rein institutionellen Assetklasse. Langfristig denken – aktiv gestalten: Qualität der Anlage, konsequente Diversifikation und ein aktives Fondsmanagement, das Megatrends wie die Energiewende frühzeitig antizipiert. 

Zwei Strommasten und ein Transformator vor blauem Himmel.

Drei Entwicklungen, die den Markt prägen

  • Regulierte Stabilität
    Planbare Erträge unabhängig vom Konjunkturzyklus. Stromnetze sind eine durch die Bundesnetzagentur stark regulierte Assetklasse. Die Verzinsung auf das gebundene Kapital wird regelmäßig überprüft und anhand objektiver Kriterien festgelegt – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.1 Das macht Netzinfrastruktur zu einem verlässlichen Stabilitätsanker im Portfolio.
  • Wachsende Stromnachfrage
    Elektrifizierung als struktureller Treiber. Elektromobilität, Wärmepumpen und industrielle Prozesse treiben die Stromnachfrage strukturell. Das 80-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien bis 2030 macht den Netzausbau zur politischen Priorität.4
  • Politischer Rückenwind
    Gesetzlich verankerter Transformationsauftrag. Das Bundes-Klimaschutzgesetz schreibt das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verbindlich fest.4 Der Netzausbau ist Teil der nationalen Infrastrukturstrategie – was langfristig planbare Rahmenbedingungen für Investoren schafft.

1IMK / Hans-Böckler-Stiftung: Investitionsbedarf Stromnetze Deutschland bis 2045 https://www.boeckler.de/de/faust-detail.htm?produkt=HBS-009011

2https://www.imk-boeckler.de/de/pressemitteilungen-15992-studie-berechnet-investitionsbedarf-in-deutsche-stromnetze-65371.htm

3Amprion GmbH: Investitionsplan 36,4 Mrd. Euro bis 2029 Direktlink zur Netzausbau-Seite auf amprion.net (Primärquelle): https://www.amprion.net/Netzausbau/

4Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) – § 3 und § 4 § 3 Einzelnorm direkt: https://www.gesetze-im-internet.de/ksg/__3.html