Netzinfrastruktur Beteiligung an Stromnetzen

Die Stromautobahn der Energiewende 
Ein Arbeiter in blauer Schutzkleidung klettert an einem Strommast bei klarem Himmel.

Kennzahlen auf einen Blick

  • Standort: NRW, Saarland und RLP/Deutschland
  • Art der Infrastruktur: Stromnetz
  • Größe: 11.000 km Höchstspannungsnetz
  • Im Portfolio seit: Mai 2025
  • Stromabnahme: Regulierte Netzvergütung
  • Status: In Betrieb
  • Versorgungsgebiet: 29 Millionen Menschen1
  • Netzbetreiber: Amprion
  • Anteil am klimaVest Portfolio: 25,6

Impressionen

Blick von unten durch einen Strommast in den blauen Himmel mit weißen Wolken.
Blick auf einen Strommast von unten.
Arbeiter auf Strommast, gesichert, mit Landschaft im Hintergrund.
Strommast mit Arbeitern.
Arbeiter auf Hebebühnen reparieren Stromleitungen an einem großen Strommast unter blauem Himmel.
Strommast mit Arbeitern.

Über die Beteiligung 

Zweitgrößte Assetklasse im klimaVest Portfolio

klimaVest hat sein Portfolio um eine strategische Dimension erweitert: Netzinfrastruktur. Mit 25,6 Prozent ist sie nun die zweitgrößte Assetklasse von klimaVest. Nach der Stromerzeugung aus Wind und Sonne investiert der Fonds damit in die Infrastruktur, die für den Transport erneuerbarer Energie ausgebaut wird.

Dazu beteiligte sich klimaVest an Amprion, einem der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber. Der Einstieg erfolgt über die M31 Beteiligungsgesellschaft, die mit knapp 75 Prozent Haupteigentümer von Amprion ist. klimaVest hält dadurch indirekt rund 4,5 Prozent an Amprion. Weitere 25,1 Prozent liegen bei der RWE Alkaios Holding GmbH, einem Joint Venture von RWE AG und Apollo Global Management. 

Amprion

Die Verantwortung für das Höchstspannungsnetz in Deutschland liegt bei vier Übertragungsnetzbetreibern. Amprion ist einer von ihnen. Amprion kennen lernen 
Ein Schild mit "Amprion GmbH" vor blauem Himmel mit weißen Wolken und einem Baum.

11.000 Kilometer Höchstspannungsnetz

Amprion betreibt ein rund 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz, das sich von Niedersachsen bis zu den Alpen erstreckt.1 In diesem Gebiet wird ein Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung erzeugt, rund 29 Millionen Menschen leben in der Netzregion. Das Übertragungsnetz transportiert Energie über weite Distanzen – vergleichbar mit Autobahnen im Straßenverkehr. 
 

Reguliert durch die Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur reguliert das Geschäftsmodell und garantiert wirtschaftliche Stabilität. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber – Amprion, 50Hertz Transmission, TenneT und TransnetBW – sind natürliche Monopolisten, wobei jeder für ein eigenes Regelgebiet zuständig ist. Die Bundesnetzagentur legt die Verzinsung fest und überprüft sie regelmäßig alle fünf Jahre.2 Dieses Geschäftsmodell bietet Investor:innen stabile Erträge – unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind weht.    


36,4 Milliarden Euro Investitionsplan bis 2029

Amprion betreibt aktuell 11.000 Kilometer Höchstspannungsleitungen und plant bis Ende 2029 Investitionen von 36,4 Milliarden Euro1. In diesem Zeitraum werden 9.300 Kilometer neu gebaut oder ausgebaut – eine massive Erweiterung des Netzes für die Energiewende1.


Stromnetze als Schlüssel zur Energiewende  

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden.3 Bereits heute stammen über 50 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen, und bis 2030 sollen es mindestens 80 Prozent sein.4 Doch das bestehende Stromnetz ist dieser neuen Realität nicht gewachsen.  

Die wachsende Menge an Strom aus Wind und Sonne führt immer wieder zu Netzengpässen. 2024 mussten etwa 9,4 Terawattstunden erneuerbarer Strom abgeregelt werden, um Überlastungen zu vermeiden5 – das entspricht etwa dem Stromverbrauch Deutschlands in einer Woche. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Strom durch die zunehmende Elektrifizierung von Verkehr, Industrie und Gebäuden: Der Strombedarf soll von etwa 525 TWh im Jahr 2023 auf bis zu 750 TWh bis 2030 wachsen.6 Während Windenergie hauptsächlich im Norden und Osten Deutschlands produziert wird, liegt der größte Bedarf in den Industrieregionen im Süden und Westen.6 Der Ausbau der Stromnetze ist daher unerlässlich, um den grünen Strom dorthin zu bringen, wo er gebraucht wird. 

Ein Strommast ragt in den blauen Himmel, umgeben von weißen Wolken.

Massiver Investitionsbedarf bis 2045 

Die Dekarbonisierung der deutschen Wirtschaft erfordert einen massiven Aus- und Umbau der Stromnetzinfrastruktur. Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung schätzt den Gesamtbedarf auf 651 Milliarden Euro bis 2045 – davon 328 Milliarden Euro für die Übertragungsnetze und 323 Milliarden Euro für die Verteilnetze.7
Nach Berechnungen von EY Deutschland und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sind allein bis 2030 Investitionen von 721 Milliarden Euro erforderlich, um die Ziele der Energiewende zu erreichen.8 41 Prozent dieser Summe entfallen auf den Ausbau der Energienetze. Die bis 2040 erforderlichen Investitionen könnten eine Bruttowertschöpfung von über 52 Milliarden Euro pro Jahr generieren, das sind 1,5 Prozent der Gesamtwertschöpfung Deutschlands.8 

Das Stromnetz als Verkehrssystem 

Das deutsche Stromnetz funktioniert wie ein komplexes Verkehrssystem: Die Übertragungsnetze mit 220 bis 380 Kilovolt Höchstspannung bilden die Autobahnen und transportieren gewaltige Energiemengen über weite Strecken. Hochspannungsnetze mit 60 bis 110 Kilovolt fungieren als Bundesstraßen zur überregionalen Verteilung, Mittelspannungsnetze mit 10 bis 30 Kilovolt als Kreisstraßen zur lokalen Verteilung, und Niederspannungsnetze mit 230 bis 400 Volt bringen den Strom als Ortsstraßen direkt zu den Haushalten.9  
Ein Arbeiter in blauer Schutzkleidung klettert an einem Strommast vor bewölktem Himmel.
Ein Arbeiter in blauer Schutzkleidung repariert große, industrielle Isolatoren.

Verdreifachung der Netznutzer bis 2030 

Die Elektrifizierung von Verkehr, Industrie und Gebäuden lässt die Stromnachfrage stetig wachsen. Bis 2030 wird mit 26,5 Millionen zusätzlichen Netznutzern gerechnet – ein Anstieg von über 305 Prozent gegenüber 2023.10  Dazu zählen Wärmepumpen, Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und Photovoltaikanlagen. Diese Entwicklung erhöht die Anforderungen an die Netzinfrastruktur massiv und macht den Ausbau der Stromnetze zur Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende. 
Ein Mann im grauen Anzug steht vor einer strukturierten, verwitterten Wand und lächelt in die Kamera.
Timo Werner
klimaVest Fondsmanager seit der ersten Stunde 2020
klimaVest ist der erste offene Fonds, über den Privatanleger:innen in den für die Umsetzung der deutschen Energiewende so wichtigen Bereich des Stromnetzes und dessen Ausbau investieren können. 

Neue Assetklasse: von der Erzeugung zur Übertragung  

Mit der Beteiligung an Amprion erweiterte klimaVest sein Portfolio um eine völlig neue Dimension. War der Fonds bisher ausschließlich in Wind- und Solarparks investiert, die Strom erzeugen, ermöglicht die Netzinfrastruktur nun den Zugang zu einer komplementären Assetklasse: der Übertragung und Verteilung erneuerbarer Energie.

Die Investition fügt sich strategisch in das klimaVest Portfolio ein. Während Wind- und Solaranlagen von Wetterbedingungen und Einspeisevergütungen abhängig sind, bietet die regulierte Netzinfrastruktur stabile, planbare Erträge. Diese Diversifikation stärkt die Risiko-Rendite-Struktur des Fonds und macht klimaVest zum ersten offenen Privatanlegerfonds in Deutschland, der in Stromnetze investiert.

Bewährte Expertise aus zehn Jahren Assetmanagement

Der Ankaufsprozess folgte den bewährten Standards der Commerz Real: Zur Gewährleistung eines angemessenen Kaufpreises wurden neutrale Gutachter hinzugezogen, wie bei jedem Investment des Fonds üblich. Die Commerz Real verfügt über langjährige Expertise im Bereich Netzinfrastruktur. Bereits 2011 hatte das Unternehmen die M31 KG für ein Konsortium von institutionellen Investoren gegründet, hierüber 74,9 Prozent der Anteile an Amprion von RWE erworben und die Beteiligung als Assetmanager zehn Jahre lang erfolgreich betreut.

Diese Vorgeschichte verschafft klimaVest einen entscheidenden Vorteil: Die Commerz Real kennt das Asset, die Strukturen und die Marktdynamiken aus langjähriger Erfahrung. Die Beteiligung ist damit kein Einstieg ins Unbekannte, sondern baut auf bewährten Beziehungen und fundierter Kenntnis auf.

Langfristige Investition in kritische Infrastruktur

Die Beteiligung an Amprion ist eine langfristige Investition in kritische Infrastruktur mit stabilen Erträgen. Die Kombination aus staatlicher Regulierung, prioritären Ausbauplänen und der zentralen Rolle von Stromnetzen für die Energiewende macht diese Assetklasse zu einem attraktiven Baustein im klimaVest Portfolio. Die Investition trägt direkt zum Ausbau der deutschen Höchstspannungsnetze bei und damit zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Michael Henn ist Global Head of Green Deal Infrastructure. Michael Henn lehnt gegen eine gruene Wand, neben ihm ist eine Metall-Skulptur.
Der Netzausbau ist ein Schlüsselelement einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und wird in den nächsten Jahren massiv vorangetrieben werden. Hierfür sind Milliarden-Investitionen nötig.
Michael Henn
Global Head of Green Deal Infrastructure Commerz Real

Drei gute Gründe für diese Investition 

  • Neue Assetklasse mit stabilen Erträgen
    Netzinfrastruktur ergänzt das klimaVest Portfolio um eine regulierte Assetklasse mit planbaren Erträgen – unabhängig von Wetterbedingungen. 
  • Kerninfrastruktur der Energiewende
    Ohne leistungsfähige Stromnetze kann die wachsende Menge an erneuerbaren Energien nicht zu den Verbrauchern transportiert werden. Amprion investiert bis 2029 über 36 Milliarden Euro in den Netzausbau.1
  • Erster offener Privatanlegerfonds in Stromnetze
    klimaVest ermöglicht Privatanleger:innen erstmals den Zugang zu deutscher Netzinfrastruktur – einer Assetklasse, die bisher institutionellen Investor*innen vorbehalten war.
klimaVest Portfolio

Weitere Einblicke ins Portfolio

Das klimaVest Portfolio: 43 Standorte. 6 Länder. Ein Portfolio. Sehen Sie, wo klimaVest investiert — mit interaktiver Karte und Detailinfos zu jedem Asset.

Windräder stehen in einer grünen Waldlandschaft unter klarem Himmel.
Luftaufnahme eines großflächigen Solarparks mit Photovoltaikmodulen in trockener Landschaft
Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, mit weitläufigem Himmel und sanften Wolken.
Strommast ragt in den blauen Himmel, umgeben von Wolken und Sonnenlicht.
Ein Traktor fährt durch ein Feld neben Solarpaneelen und bunten Blumen unter blauem Himmel.
Rinderweide mit Windkraftanlage im Windpark Moanvane.
Eine große Solaranlage auf einem Feld unter bewölktem Himmel.
Windräder auf einem Feld bei Sonnenuntergang, mit bewölktem Himmel im Hintergrund.
WindparkKuuronkallio
TypWindpark
Land/LänderFinnland
Nennleistung58,8 MW
Am Netz seit27.1.2020

1Amprion: Netzausbau / Übertragungsnetz und Netzgebiet, https://www.amprion.net/Ueber-uns/Unser-Netz/

2Bundesnetzagentur: Anreizregulierung, https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Netzentgelte/Anreizregulierung/start.html

3Bundes-Klimaschutzgesetz, https://www.bundestag.de

4Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2023, https://www.bundestag.de

5EnBW: Warum Windräder trotz Wind stillstehen, https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/warum-windraeder-stillstehen.html (Juni 2025)

6Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: Unser Strommarkt für die Energiewende / Ein Stromnetz für die Energiewende, https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/strommarkt-der-zukunft.html und https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/netze-und-netzausbau.html

7Tom Bauermann, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs: „Ausbau der Stromnetze: Investitionsbedarfe", IMK Study 97, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, Dezember 2024, https://www.imk-boeckler.de

8EY Deutschland und BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.: „Fortschrittsmonitor 2024 – Energiewende", April 2024, https://www.bdew.de

9VDE: Das Stromnetz in Deutschland: Was es kann und wie es funktioniert, https://backbone.vde.com/das-stromnetz-was-es-kann-wie-es-funktioniert/ (Juli 2025)

10EY Deutschland: „Energienetze – Strom, Gas und Wärme", 2024, https://www.ey.com/de_de