Schweden: Tradition im Wind, Dynamik in der Sonne
Was diesen Wandel antreibt, ist der Strombedarf. Er wächst stark. Laut Kurzfristprognose der schwedischen Energiebehörde Energimyndigheten wächst die Stromerzeugung bis 2028 deutlich3 – getrieben von Industrieelektrifizierung, Stahlindustrie, Batterieproduktion und Rechenzentren. Wind und Wasser allein werden diesen Bedarf nicht vollständig decken können.
Hier setzt Solar an. Ende 2025 verfügte Schweden über 5.541 Megawatt installierte Solarleistung1, ein noch bescheidener Anteil am Gesamtmix, aber mit deutlichem Wachstum. Besonders markant: Der Zubau von Freiflächenanlagen größer als 1 Megawatt stieg 2025 um 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Prognose der Energimyndigheten soll die Solarstromerzeugung bis 2028 auf rund 9 Terawattstunden wachsen. Ein Anstieg von rund 190 Prozent gegenüber 2023.3
Geografisch bietet vor allem Südschweden überraschend gute Solarverhältnisse. Die Länder Västra Götaland und Södermanland, in denen Wingfields und Gas Light entstehen, liegen auf vergleichbarem Breitengrad wie Norddeutschland. Das ist kein Zufall: Südschweden verbindet Sonnenstunden mit Netzinfrastruktur und industrieller Stromnachfrage.
Das Wachstum der kleinen Dach- und Haushaltsanlagen verlangsamte sich 2025 spürbar. Der Gesamtzubau aller Anlagen betrug nur +15 Prozent gegenüber 2024, nach 70 Prozent zwischen 2022 und 2023.1 Der Wachstumstreiber wechselt: weg vom Dach, hin zur Freifläche. Genau dort, wo klimaVest aktiv ist.