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Bevor ein Windrad seinen ersten Strom ins Netz einspeist, liegen oft fünf Jahre Arbeit hinter dem Projekt. Planung, Genehmigung, Bau – jede Phase hat ihre eigene Logik und ihre eigenen Herausforderungen. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, was es braucht, damit Windenergie wirklich fließt.

Phase 1: Planung – der längste Teil der Reise

Ein Windpark beginnt nicht mit Kränen und Beton – er beginnt mit Akten. Standortanalysen, Umweltgutachten, Behördenabstimmungen: Die Genehmigungsphase dauert in Deutschland typischerweise vier bis fünf Jahre.1 Erst wenn Behörden, Naturschutz und Netzplanung grünes Licht gegeben haben, beginnt die eigentliche Bauphase.

Das klingt nach viel Zeit – und ist es auch. Gleichzeitig steckt in dieser Frühphase ein strategischer Hebel: Wer früh einsteigt, kann Vertragspartner, Turbinenhersteller und wesentliche Konditionen mitgestalten. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem reinen Bestandsinvestment und einer echten Projektentwicklung.

Der Markt in Rotation 

Aktuelle Zahlen

  • Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland 409 Windenergieanlagen mit 2,2 Gigawatt neu in Betrieb genommen – so viel wie seit 2017 nicht mehr. Die Genehmigungsdauer hat sich auf durchschnittlich 18 Monate verkürzt, ein Rückgang um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.1
  • Bis 2030 soll die installierte Windenergieleistung an Land auf 115 Gigawatt steigen – aktuell sind rund 68 GW installiert. Das Ausbautempo zieht an.
  • Moderne Onshore-Anlagen sind heute durchschnittlich mehr als dreimal so leistungsfähig wie ihre Vorgänger vor 20 Jahren – mit rund 4,8 MW statt früher 1,4 MW.

Phase 2: Fundament – unsichtbar, aber entscheidend

Ist die Genehmigung erteilt, geht es buchstäblich in den Boden. Das Gelände wird vermessen, der Boden für den Bau vorbereitet – und dann entsteht das Herzstück der Anlage: das Fundament. Es ist kreisförmig, besteht aus Stahlbeton und wiegt je nach Anlagengröße mehrere hundert bis über tausend Tonnen. Sichtbar bleibt davon später so gut wie nichts.

Parallel zum Fundamentbau wird die Übergabestation an das Stromnetz angeschlossen: eine der technisch anspruchsvollsten Aufgaben im gesamten Projekt. Ohne diesen Anschluss könnte das Windrad später keinen einzigen Kilowatt liefern.

Auch der Naturschutz ist in dieser Phase präsent: Ausgleichsflächen für Pflanzen und Tiere müssen angelegt, gesetzliche Auflagen erfüllt werden. Windenergie und Artenvielfalt schließen sich nicht aus, aber sie verlangen sorgfältige Planung.

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Phase 3: Aufbau – Präzisionsarbeit in großer Höhe

Ist der Beton ausgehärtet, beginnt der sichtbare Teil des Projekts. Turmsegmente werden angeliefert und Stück für Stück in die Höhe gesetzt – moderne Onshore-Anlagen erreichen Nabenhöhen von bis zu 150 Metern.{{fn:2 Im Inneren verlaufen Kabel, Sensorleitungen und häufig ein Aufzug für Servicetechniker:innen.

Ganz oben kommt die Gondel – das Maschinenhaus – mit dem Generator. Dann folgt der vielleicht spektakulärste Moment der gesamten Baustelle: die Montage der Rotorblätter. Jedes einzelne Blatt ist bei modernen Anlagen 60 bis 90 Meter lang und wiegt bis zu 25 Tonnen. Der Kran hebt sie einzeln in die Höhe, ein Millimeter falsch justiert, und die Aerodynamik stimmt nicht mehr.

In der intensivsten Bauphase sind bis zu 60 Fachleute gleichzeitig auf der Baustelle tätig.3 Der eigentliche Aufbau einer Anlage dauert trotzdem oft nur wenige Wochen – die lange Vorarbeit macht es möglich. 

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Phase 4: Inbetriebnahme – erst der Test zählt

Fertig gebaut ist nicht fertig. Vor dem kommerziellen Betrieb steht eine umfassende Inbetriebnahmephase: Funktions- und Sicherheitstests, Netzintegration, Probebetrieb. Erst wenn alles überprüft und abgenommen ist, beginnt der reguläre Betrieb und damit die Einspeisung von grünem Strom ins Netz.

Windkraftanlagen sind in Deutschland in der Regel für eine Einspeisevergütung über 20 Jahre ausgelegt.3 Das schafft Planbarkeit – für den Betreiber, und für Anleger:innen, die an solchen Projekten beteiligt sind.
 

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klimaVest: früh dabei, wenn Windparks entstehen

klimaVest investiert nicht nur in fertige Anlagen – der ELTIF setzt gezielt auch auf Projektentwicklungen. Der Grund: Wer früh in ein Projekt einsteigt, kann Planung, Vertragspartner und Konditionen aktiv mitgestalten. Das schafft bessere Ankaufsrenditen und langfristiges Wertsteigerungspotenzial.

Im Windbereich hält klimaVest Beteiligungen an Onshore-Windparks in Deutschland, Finnland, Frankreich und Irland. Dazu zählt unter anderem eine 49,9-prozentige Beteiligung an einem Portfolio von 14 Onshore-Windparks in Deutschland, das gemeinsam mit EnBW Energie Baden-Württemberg AG betrieben wird.3 Die garantierte technische Verfügbarkeit dieser Anlagen liegt vertraglich bei 97 Prozent.

Für Anleger:innen bedeutet das: Sie sind nicht Zuschauer eines fertigen Projekts, sondern Beteiligte an einem Prozess, der von Anfang an auf Qualität und Ertrag ausgerichtet ist. 

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1Bundesverband WindEnergie / VDMA Power Systems / Fachagentur Wind und Solar: Status Windenergieausbau an Land H1 2025, Juli 2025. https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/detail/starkes-volumen-bei-genehmigungen-und-zubau-ausbauambitionen-wahren/

2enercity erneuerbare: Aufbau eines Windrads – so funktioniert die Windkrafttechnik. 2025https://www.wienenergie.at/blog/so-entsteht-ein-windpark/

3 Bundesnetzagentur / Bundeskartellamt: Monitoringbericht 2024. November 2024. bundesnetzagentur.de | Phttps://data.bundesnetzagentur.de/Bundesnetzagentur/SharedDocs/Mediathek/Monitoringberichte/MonitoringberichtEnergie2024.pdf