Sonne und Wind liefern saubere Energie, aber nicht immer genau dann, wenn sie gebraucht wird. Hier kommen Batteriespeicher ins Spiel. In Kombination mit Photovoltaik- und Windkraftanlagen dienen sie als Puffer, der Produktionsspitzen – etwa in der Mittagszeit oder bei starkem Wind – auffängt und den Strom bedarfsgerecht einspeist. Dadurch erhöhen Batteriespeicher die zeitliche Verfügbarkeit erneuerbarer Energien und tragen zur Versorgungssicherheit bei.
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Drei Vorteile von Batteriespeichern:
- Wirtschaftlichkeit: Betreiber können Niedrigpreisphasen an den Spotmärkten überbrücken und den Strom zu höheren Preisen vermarkten. Das stabilisiert die Ertragsprofile
- Netzstabilität: Batteriespeicher bringen die Stromerzeugung mit dem Stromverbrauch in Einklang, kappen Stromspitzen und reduzieren dadurch den Netzausbaubedarf. Zudem können sie zur Notstromversorgung eingesetzt werden
- Umweltverträglichkeit: Im Vergleich zu Pumpspeicherkraftwerken sind der bauliche Aufwand und der damit verbundene Eingriff in die Natur relativ gering
Der Markt im Überblick: Rasantes Wachstum
Hohe Kosten, regulatorische Hürden und begrenzte Nachfrage haben den Ausbau von Batteriespeichern lange gebremst. Die jüngsten Zahlen zeigen jedoch: Die Technologie hat das Nischendasein verlassen:
- Die installierte Batteriekapazität hat sich laut dem Bundesverband Solarwirtschaft innerhalb der letzten vier Jahre verfünffacht: Ende 2025 betrug sie insgesamt etwa 25 Gigawattstunden (GWh)
- Der Großteil der rund 2,4 Millionen Batteriespeicher in Deutschland wird dabei in Kombination mit Photovoltaikanlagen betrieben.
- Allein 2025 kamen 600.000 neue Speicher mit einer Kapazität von etwa 6,5 GWh hinzu.1
- Besonders dynamisch wachsen Großbatteriespeicher: Ihre installierte Kapazität stieg im Jahr 2025 um rund 71 Prozent auf 4,0 GWh.2
Technologischer Fortschritt und Kosteneffizienz treiben das Wachstum an
Der massive Aufbau von Produktionskapazitäten, insbesondere für die weltweite Elektromobilität, hat enorme Skaleneffekte ausgelöst. In der Folge sind die Preise pro Kilowattstunde für Lithium-Ionen-Akkus zwischen 2013 und 2023 um fast 80 Prozent gesunken.3
Herausforderung: Das Ungleichgewicht zwischen Erzeugung und Speicherung
Der schnelle Ausbau der Batteriespeicher ist auch deshalb zentral, da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien derzeit schneller wächst als die Netzinfrastruktur – einschließlich der Speicherkapazitäten. Die Konsequenz: Bei lokalen Stromüberschüssen müssen Anlagen teilweise abgeregelt werden, wodurch erzeugte Energie verloren geht. Umgekehrt steigt in Phasen hoher Nachfrage das Risiko von Engpässen, die heute noch häufig durch fossile Kraftwerke ausgeglichen werden müssen. Dieses Ungleichgewicht steigert die Kosten für die Versorgungssicherheit und bremst somit die Energiewende aus.
Trotz des dynamischen Wachstums reichen die Speicherkapazitäten aktuell nicht aus. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE prognostiziert für 2030 einen Speicherbedarf von 100 bis 170 Gigawattstunden, um die deutschen Klimaziele zu erreichen.4
Investitionsmöglichkeiten und der Beitrag von klimaVest
Der Speicherboom eröffnet neue Anlagechancen. klimaVest investiert vorrangig in Sachwerte aus den Bereichen Erneuerbare, Stromnetze und – perspektivisch -Speicher und öffnet damit den privaten Zugang zur Energiewende. Durch die Bündelung von Kapital beschleunigt klimaVest den Ausbau dieser systemkritischen Infrastruktur und leistet zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz – nach den Kriterien der EU-Taxonomie, die festlegt, welche Investments als nachhaltig gelten.
Ausblick: Wie der Markt weiter wächst
Damit Batteriespeicher ihr Potenzial voll entfalten, kommt es neben weiteren Investitionen vor allem auf die passenden regulatorischen Rahmenbedingungen an: schnellere Genehmigungen, Anreize für eine systemdienliche Netznutzung und eine zunehmend digitale Steuerung der Netze. Wo diese Bausteine zusammenkommen, können Speicher Überlastungen flexibel auffangen, statt sauberen Strom ungenutzt verpuffen zu lassen.
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Whitepaper Infrastruktur
1https://www.solarwirtschaft.de/2026/01/12/batteriespeicherkapazitaet-binnen-5-jahren-verfuenffacht/
2 https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2025.pdf
3https://www.comedia.cloud/asset/9ed362ab-4039-458f-9fd2-5e436564df2c/2025-02-commerzreal-whitepaper-infrastructure-teil2-de.pdf
4https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2025.pdf