Schwimmende Photovoltaikanlagen – kurz Floating PV (FPV) – sind Solarmodule, die nicht auf Dächern oder Freiflächen, sondern auf dem Wasser installiert werden. Die Technologie nutzt künstliche Gewässer wie Bagger-, Tagebau- oder Stauseen und erzeugt dort Strom, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.1
Das System besteht aus PV-Modulen, die auf schwimmenden Unterkonstruktionen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) montiert sind. Anker- und Verankerungssysteme sorgen für Stabilität, während wasserdichte Verkabelungen den erzeugten Strom sicher ans Ufer leiten.2
Das Potenzial ist enorm: Deutschland verfügt über mehr als 6.000 künstliche Seen mit einer Gesamtfläche von über 90.000 Hektar.1 Laut Fraunhofer ISE liegt das technische Potenzial bei rund 44 GW3 – schon eine konservative Nutzung von 15 Prozent der Flächen könnte 1,8 bis 2,5 GW wirtschaftlich erschließbar machen.