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Die „fossile Falle“: Ursache struktureller Abhängigkeiten

Ukraine, Venezuela, Nahost: Die geopolitischen Konflikte der vergangenen Jahre führen uns immer wieder vor Augen, wie riskant die Abhängigkeit von fossilen Energien für die wirtschaftliche Stabilität ist. Da Öl und Gas global gehandelt und über Namdelöhre wie die Straße von Hormus transportiert werden, können Krisenherde die globale Versorgung destabilisieren. In Deutschland basiert der Energieverbrauch noch immer zu etwa 78 Prozent auf Öl und Gas. Nur ein kleiner Teil – rund 20 Prozent des deutschen Energieverbrauchs – entfällt auf Strom1, dessen Anteil aus erneuerbaren Energien inzwischen bei etwas mehr als 50 Prozent liegt2. Der konsequente Ausbau dieser Quellen und die Elektrifizierung von Industrie und Verkehr sind daher die entscheidenden Hebel für mehr Unabhängigkeit.

Auswirkungen auf die Kapitalmärkte und klimaVest

Geopolitische Spannungen sind schnell auch an den Kapitalmärkten spürbar. Gerade in Märkten wie Deutschland, die in hohem Maß auf Öl- und Gasimporte angewiesen sind, können sie die Versorgungssicherheit schnell unter Druck setzen. Die Aktienmärkte, besonders in energieintensiven Branchen, reagieren in solchen Phasen häufig mit höherer Volatilität und Kursverlusten. Anleger:innen verhalten sich in diesem Marktumfeld verständlicherweise zurückhaltender.

Als Fonds, der in erneuerbare Energien und Infrastruktur investiert, ist klimaVest strukturell anders positioniert. Diese resiliente Positionierung verdankt der Fonds vor allem der breiten Diversifizierung:

  • Vielseitiges Stromerzeugungsportfolio: Erträge fließen diversifiziert über staatlich geregelte Einspeisevergütungen, langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) und Verkäufe am Spotmarkt. Dies kann die Ertragsbasis auch in volatilen Zeiten stabilisieren.
  • Regionale Diversifikation: Auch geografisch ist das Portfolio von klimaVest mit Assets in 6 EU-Ländern an insgesamt 43 Standorten breit aufgestellt. Langfristig sieht die Fondsstrategie eine noch weiter gefächerte geografische Verteilung über wirtschaftlich stabile Standorte in Europa vor. So erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2025 der Baustart für mehrere große Photovoltaik-Projekte, unter anderem in Spanien und Südschweden
  • Technologiemix: Das Portfolio setzt auf einen Mix aus Windkraft, Photovoltaik und Netzinfrastruktur. 

Weitere Entwicklung der Gas- und Strompreise

Gas spielt in den Strommixen der Länder, in denen klimaVest investiert ist, eine unterschiedlich starke Rolle. Infolge der Krise sind die Terminmarktpreise für Gas und Strom gestiegen. Für die Jahre 2026 und 2027 gehen wir daher derzeit von preislich attraktiveren Rahmenbedingungen für den Verkauf von Strom aus. Durch den Anteil von Merchant-Assets im Portfolio besteht die Chance, an einer solchen Aufwärtsbewegung der Strompreise zu partizipieren.

Eine belastbare Veränderung der langfristigen Strompreiserwartungen über 2027 hinaus sehen wir derzeit nicht; aus heutiger Sicht rechnen wir ab 2028 eher mit einer Normalisierung. Wir beobachten den Markt jedoch genau, um mögliche Chancen zur Sicherung langfristiger Stromabnahmeverträge zu nutzen. 

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1https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-fossile-falle-der-iran-krieg-offenbart-deutschlands-gefaehrliche-abhaengigkeit-01/100202705.html

2https://www.bdew.de/media/documents/Die_Energieversorgung_2025_FINAL_2025_12_17_1.pdf