- Als Alternative Investmentfonds bezeichnet man alle Investmentfonds, die nicht in Wertpapiere (Aktien, Festverzinsliche Papiere etc.) investieren.
- AIFs werden aufgeteilt in Publikums-AIFs, die für alle Anleger:innen zugänglich sind und einen höheren Anlegerschutz bieten, sowie risikoreichere Spezial-AIFs, die sich ausschließlich für (semi-)professionelle Anleger:innen eignen.
- AIFs können offen oder geschlossen sein - Geschlossene AIFs haben eine festgelegte Anlagesumme und werden geschlossen, wenn diese erreicht ist. Offene AIFs können grundsätzlich immer mehr Geld aufnehmen und weiter investieren. Sie haben somit eine höhere Verfügbarkeit sowie mehr Flexibilität hinsichtlich Anlagesumme und Laufzeit.
- Zu AIFs zählen unter anderem Offene und Geschlossene Immobilienfonds, Fonds für erneuerbare Energien, ELTIFs oder (risikoreiche) Hedgefonds.
- AIFs gehen häufig mit langen Laufzeiten einher, sodass das Kapital der Anleger:innen häufig für mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte fest gebunden ist.
- Im Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) werden zum Schutz der Anleger:innen genaue Kriterien formuliert, die bei der Auflage von AIFs eingehalten werden müssen, beispielsweise die Pflicht zur Veröffentlichung ihrer Anlagebedingungen oder der (speziell für Offene Publikums-AIFs geltende) Grundsatz der Risikomischung.
- Zu den für Privatanleger:innen zugänglichen AIFs zählen unter anderem Offene Immobilienfonds wie hausInvest, ELTIFs für erneuerbare Energien wie klimaVest und Infrastruktur-ELTIFs wie infraVest.
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Das Wichtigste in Kürze:
Nicht immer ist Anleger:innen sofort klar, was unter Alternativen Investmentfonds zu verstehen ist. Häufig werden damit in erster Linie besonders extravagante oder exklusive Vermögenswerte in Verbindung gebracht.
In Wahrheit ist es recht unkompliziert: Zu AIFs zählen alle Fonds, die keine Wertpapierfonds – also Aktienfonds oder Rentenfonds – sind. Sogar der gewöhnliche Offene Immobilienfonds fällt bei exakter Auslegung in die Kategorie AIFs.
Wird in Fachkreisen über AIFs diskutiert, sind damit meist Alternative Investmentfonds gemeint, die gegenüber den klassischen Fonds einiges mehr zu bieten haben: Sie sollen innovativ sowie inhaltlich breitgefächert sein und vor allem interessante Renditechancen bieten.
Feststeht: Bei Investoren stehen Alternative Fonds hoch im Kurs, da sie nicht nur Rendite, sondern auch Rentabilität mit ins Portfolio bringen. Der Ruf als besonders exklusives und risikoreiches Produkt wird AIFs deshalb nicht wirklich gerecht. Fakt ist nur, dass solche alternativen Anlagen in ihrer Struktur komplexer sind und daher ein fundiertes Wissen erfordern, um sich als Anleger:in auf der sicheren Seite zu wissen.
Deshalb stellen wir Ihnen in diesem Artikel alle wichtigen Informationen über AIFs bereit – von den Grundlagen über die verschiedenen Typen bis zu Sachwerten, ELTIFs und konkreten Investmentmöglichkeiten, damit Sie eine fundierte Anlageentscheidung treffen können.
Was sind Alternative Investmentfonds?
AIFs sind Investments, die sich von klassischen Wertpapieranlagen wie Aktienfonds unterscheiden und börsenunabhängig sind. Als AIFs gelten alle Investmentfonds, die nicht die Kriterien für Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere (OGAW) erfüllen.
Diese Kriterien werden in den Richtlinien zu OGAWs (Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere) festgehalten und dienen dazu, europaweit für eine Harmonisierung der angebotenen und erlaubten Wertpapiere und Finanzmarktinstrumente zu sorgen.
Alternative Fonds investieren häufig langfristig in Sachwerte wie beispielsweise Immobilien, Windkraftanlagen oder Flugzeuge. Weitere Alternative Anlagen sind unter anderem Hedgefonds, Rohstofffonds oder Containerfonds.
Seit 2013 sind AIFs an die Bestimmungen des KAGB (Kapitalanlagegesetzbuch) gebunden. Damit bilden sie einen Teil des gesetzlich regulierten Kapitalmarkts und unterliegen – ebenso wie OGAWs – der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Um am Finanzmarkt zugelassen zu werden, müssen Alternative Fonds beziehungsweise das Fondsvermögen von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) verwaltet sein. Sie ist damit für das Management des Portfolios sowie manchmal auch der enthaltenen Assets verantwortlich.
Da Alternative Investments keine eigene Anlageklasse bilden, ist das Feld solcher Geldanlagen fast endlos. Damit fallen darunter sowohl hochriskante Fonds mit überdurchschnittlichen Renditechancen als auch solche, die in großem Maß auf die Risikostreuung Ihres Portfolios einwirken können.
Für klassische Sparanleger:innen sind viele alternative Produkte nicht geeignet, denn um Alternative Investmentfonds wirklich einschätzen zu können, braucht es viel Vorwissen. Damit sind sie eher etwas für erfahrene Investoren, die bei gegebener Risikotoleranz auf große Renditechancen setzen können, oder bei ähnlichen Renditemöglichkeiten alternative Anlagen mit geringerem Risiko vorziehen.
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Ob Sie also in Wein oder Flugzeuge investieren möchten oder doch auf einen Offenen Immobilienfonds vertrauen wollen: Mit AIFs steht Ihnen eine fast unbegrenzte Anzahl an Geldanlagen zur Verfügung.
Vor allem für erfahrenere Anleger:innen bieten alternative Investments ein weites und diverses Feld. Aber auch vorsichtigere Anleger:innen können, abgesichert durch den zusätzlichen Gesetzesschutz, bestimmte Formen alternativer Investments für sich erschließen.
Erweitern Sie mit AIFs Ihr Portfolio um vielfältige und interessante Anlagemöglichkeiten – wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg.
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1Umweltbundesamt / AGEE-Stat (2026): Erneuerbare Energien in Deutschland — Daten 2025. https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen
2Verordnung (EU) 2023/606 zur Änderung der ELTIF-Verordnung (ELTIF 2.0), Anwendung seit 10.01.2024. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/606