Forecast 2026 Forecast 2026: Die neue Dimension der Elektrifizierung
28.01.2026 • 6 Minuten Lesezeit
Hinter uns liegt ein Jahr der Weichenstellungen. Hatten zu Beginn des Jahres 2025 politische Unwägbarkeiten – von den US-Wahlen bis zur vorgezogenen Bundestagswahl – die Märkte in Atem gehalten, starten wir 2026 mit deutlich mehr Klarheit. Die neuen Rahmenbedingungen sind gesteckt, doch die Dynamik nimmt eher zu als ab. Bevor wir analysieren, welche Themen die kommenden Monate prägen werden, lohnt ein Blick auf unsere Prognosen des Vorjahres: Was hat sich bewahrheitet? Wo gab es Abweichungen?
Rückblick: Unsere Prognosen für 2025 im Check
Die Energiepolitik blieb erwartungsgemäß ein zentrales Debattenthema. Die neue Regierung bekräftigte, wie prognostiziert, ihren Kurs pro Energiewende und schuf mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ein starkes Fundament: Das rund 500 Milliarden Euro umfassende Investitionspaket stärkt gezielt den Netzausbau, Speicherlösungen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien insgesamt.¹
Auch unsere Prognose eines neuen Rekordniveaus bei den Erneuerbaren hat sich bewahrheitet. Zwar führten unerwartet windarme Wetterlagen hierzulande zu geringeren Erträgen bei der Windkraft, gleichzeitig setzte die Photovoltaik neue Bestmarken und übertraf erstmals den Anteil der Braunkohle im Strommix.²
Unabhängig von der wetterbedingten Ertragsschwäche hat sich das Ausbautempo bei der Windenergie deutlich beschleunigt. 2025 war in Deutschland das zweitstärkste Jahr für den Ausbau von Onshore-Windkraft: Die neu installierte Leistung stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent. Insgesamt gingen 958 neue Windräder mit einer Leistung von 5,2 Gigawatt in Betrieb, der Nettozubau lag nach Abzug stillgelegter Anlagen bei rund 4,6 Gigawatt. Besonders deutlich zeigt sich die Dynamik bei den Genehmigungen: Mit rund 3.300 bewilligten Anträgen und 20,8 Gigawatt genehmigter Leistung wurde ein neuer Rekord erreicht: ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.³
In unserem Ausblick auf 2025 haben wir vom „Jahr des ELTIFs“ gesprochen und uns optimistisch zur damaligen Prognose von rund 40 neuen Fonds im Jahresverlauf geäußert. Die tatsächliche Entwicklung hat diese Erwartungen deutlich übertroffen: Allein in den ersten drei Quartalen wurden 82 neue ELTIFs aufgelegt.⁴
Auch unsere Prognose eines neuen Rekordniveaus bei den Erneuerbaren hat sich bewahrheitet. Zwar führten unerwartet windarme Wetterlagen hierzulande zu geringeren Erträgen bei der Windkraft, gleichzeitig setzte die Photovoltaik neue Bestmarken und übertraf erstmals den Anteil der Braunkohle im Strommix.²
Unabhängig von der wetterbedingten Ertragsschwäche hat sich das Ausbautempo bei der Windenergie deutlich beschleunigt. 2025 war in Deutschland das zweitstärkste Jahr für den Ausbau von Onshore-Windkraft: Die neu installierte Leistung stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent. Insgesamt gingen 958 neue Windräder mit einer Leistung von 5,2 Gigawatt in Betrieb, der Nettozubau lag nach Abzug stillgelegter Anlagen bei rund 4,6 Gigawatt. Besonders deutlich zeigt sich die Dynamik bei den Genehmigungen: Mit rund 3.300 bewilligten Anträgen und 20,8 Gigawatt genehmigter Leistung wurde ein neuer Rekord erreicht: ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.³
In unserem Ausblick auf 2025 haben wir vom „Jahr des ELTIFs“ gesprochen und uns optimistisch zur damaligen Prognose von rund 40 neuen Fonds im Jahresverlauf geäußert. Die tatsächliche Entwicklung hat diese Erwartungen deutlich übertroffen: Allein in den ersten drei Quartalen wurden 82 neue ELTIFs aufgelegt.⁴
Die Trends für 2026: Von systemweiter Elektrifizierung bis ELTIFs
Für das Jahr 2026 sehen wir zwei zentrale Säulen: Zum einen die neue Dimension der Elektrifizierung (geprägt durch Sektorkopplung, Netzausbau und Speicherung) und zum anderen die Demokratisierung der Private Markets.
1. KI erhöht Stromnachfrage massiv
Die Stromnachfrage steigt seit Jahren, doch 2026 wird diese Dynamik durch die flächendeckende Ausbreitung energieintensiver KI-Anwendungen eine neue Dimension erreichen. Rechenzentren bilden das Rückgrat dieser Entwicklung. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) wird sich der Bedarf bis 2030 auf 945 TWh mehr als verdoppeln; langfristige Szenarien für 2050 reichen sogar bis zu 3.500 TWh.⁵
In Europa manifestiert sich dieser Trend besonders in Märkten wie Deutschland, Spanien und den nordischen Ländern⁶. Neben KI fungieren hier auch Cloud Computing und die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft als Beschleuniger. (6) Das Besondere: Rechenzentren benötigen eine absolut störungsfreie Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Gleichzeitig stehen sie unter hohem regulatorischen Druck, Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Dies steigert die Anforderungen an erneuerbare Energien massiv und schafft einen hochattraktiven Absatzmarkt für unsere Anlagen.⁷
In Europa manifestiert sich dieser Trend besonders in Märkten wie Deutschland, Spanien und den nordischen Ländern⁶. Neben KI fungieren hier auch Cloud Computing und die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft als Beschleuniger. (6) Das Besondere: Rechenzentren benötigen eine absolut störungsfreie Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Gleichzeitig stehen sie unter hohem regulatorischen Druck, Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Dies steigert die Anforderungen an erneuerbare Energien massiv und schafft einen hochattraktiven Absatzmarkt für unsere Anlagen.⁷
2. Netzinfrastruktur: Der entscheidende Faktor
Um den steigenden Strombedarf zu decken, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien ein zentraler Baustein. Doch den Blick allein auf die Erzeugung zu richten, reicht nicht aus. 2026 rückt die Netzinfrastruktur weiter in den Fokus. Jahrzehntelange Unterinvestitionen haben das Stromnetz in vielen Märkten zum kritischen Engpass gemacht. In der EU sind 40 % der Netze älter als 40 Jahre. Die Europäische Kommission schätzt den Investitionsbedarf bis 2030 auf 584 Milliarden Euro.⁷ Für uns bedeutet das eine Erweiterung der Perspektive: Der Erfolg einer Anlage wird 2026 nicht mehr nur an der reinen Verfügbarkeit der Turbinen gemessen, sondern daran, wie intelligent sie mit dem Netz interagiert.⁶
3. Geopolitik: Energieautonomie als strategische Antwort
Zu Beginn des Jahres 2026 treten die gegensätzlichen energiepolitischen Kurse der Weltmächte offen zutage. Während die USA verstärkt auf fossile Ressourcen und Deregulierung setzen, zementiert China seine Dominanz bei den globalen Lieferketten für grüne Technologien. Diese strategische Kluft zwingt Europa 2026 dazu, die eigene Resilienz durch den Aufbau souveräner Energieinfrastrukturen konsequent voranzutreiben.⁷
4. ELTIFs: Vom Nischenprodukt zum Mainstream
Die Anlageklasse entwickelt sich 2026 von der Nischenanlage zur strategischen Kernkomponente moderner Portfolios – getrieben durch regulatorische Innovationen wie den ELTIF 2.0, strukturelle Marktveränderungen und neue Zugangsmöglichkeiten. Diese Verschiebung ist kein vorübergehender Trend, sondern Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels: Während institutionelle Investoren Private Markets aufgrund ihrer attraktiven Renditechancen und der geringen Korrelation zu öffentlichen Märkten schon länger nutzen, wird dieser Markt nun weiter demokratisiert. Denn ein Portfolio, das ausschließlich auf börsennotierte Wertpapiere setzt, ist anfällig für systemische Marktrisiken, unabhängig von der geografischen oder sektoralen Streuung.⁸
Insbesondere die Novellierung vereinfacht den Zugang zu diesen Werten entscheidend und sorgt auch 2026 für eine hohe Marktdynamik. Marktbeobachter erwarten, dass das europäische ELTIF-Volumen bis Ende 2026 neue Höchststände erreichen wird. (8) Auch der aktuelle Deloitte-Bericht zu den Investment-Trends 2026 rückt ELTIFs verstärkt in den Fokus. Die Beratung bezeichnet sie treffend als „Konvergenzprodukt“, also als Brücke zwischen traditionellen und alternativen Investments.⁹
Insbesondere die Novellierung vereinfacht den Zugang zu diesen Werten entscheidend und sorgt auch 2026 für eine hohe Marktdynamik. Marktbeobachter erwarten, dass das europäische ELTIF-Volumen bis Ende 2026 neue Höchststände erreichen wird. (8) Auch der aktuelle Deloitte-Bericht zu den Investment-Trends 2026 rückt ELTIFs verstärkt in den Fokus. Die Beratung bezeichnet sie treffend als „Konvergenzprodukt“, also als Brücke zwischen traditionellen und alternativen Investments.⁹
Wo setzen wir bei klimaVest in diesem Jahr an?
Die Dynamik bei der Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Verkehr verleiht auch dem Ausbau der Erneuerbaren zusätzlichen Schwung. Unser Fonds, der gezielten Zugang zu Netzinfrastruktur und erneuerbarer Erzeugung bietet, verzahnt die entscheidenden Trends des kommenden Jahres.
Angesichts des enormen Strombedarfs, der fortschreitenden Elektrifizierung und des Megatrends KI setzen wir bei klimaVest verstärkt an den strategischen Knotenpunkten der Energieinfrastruktur an. Bereits im vergangenen Jahr haben wir unsere Fondsstruktur entsprechend erweitert und erstmals in die Assetklasse der Übertragungsnetze investiert, ein Kurs, den wir 2026 konsequent weiterverfolgen werden.
Parallel zum Netzausbau liegt unser Fokus weiterhin auf der Stromerzeugung durch Solar- und Windkraft. Mit einer Gesamtnennleistung von 235 Megawatt, die sich derzeit im Bau oder in der unmittelbaren Realisierung befinden (Stand: Dezember 2025) stellen wir die Weichen für eine starke und zukunftssichere Portfolio-Struktur.
Angesichts des enormen Strombedarfs, der fortschreitenden Elektrifizierung und des Megatrends KI setzen wir bei klimaVest verstärkt an den strategischen Knotenpunkten der Energieinfrastruktur an. Bereits im vergangenen Jahr haben wir unsere Fondsstruktur entsprechend erweitert und erstmals in die Assetklasse der Übertragungsnetze investiert, ein Kurs, den wir 2026 konsequent weiterverfolgen werden.
Parallel zum Netzausbau liegt unser Fokus weiterhin auf der Stromerzeugung durch Solar- und Windkraft. Mit einer Gesamtnennleistung von 235 Megawatt, die sich derzeit im Bau oder in der unmittelbaren Realisierung befinden (Stand: Dezember 2025) stellen wir die Weichen für eine starke und zukunftssichere Portfolio-Struktur.
¹ https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Oeffentliche_Finanzen/SVIK/sondervermoegen-infrastruktur-klimaneutralitaet.html
² https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Strompreis-entkoppelt-sich-vom-Gaspreis-das-ist-eine-grundlegende-Veraenderung-id30230004.html
³ https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/windenergie-ausbau-102.html
⁴ https://www.fundresearch.de/eltif/eltif-markt-waechst-rasant-rekordzahl-neuer-fonds.php
⁵ https://www.candriam.com/de-ch/regulated-qualified-investor/insights/highlighted/outlook-2026/the-age-of-electricity/
⁶ https://www.delfos.energy/blog-posts/renewable-energy-trends-in-europe-for-2026
⁷ https://www.spglobal.com/energy/en/news-research/special-reports/energy-transition/horizons-top-cleantech-trends-2026
⁸ https://inventure.capital/intelligence-hub/portfolio-2026-warum-die-klassische-60-40-aufteilung-ausgedient-hat-und-wie-vermoegende-anleger-jetzt
⁹ https://www.deloitte.com/us/en/insights/industry/financial-services/financial-services-industry-outlooks/investment-management-industry-outlook.html
² https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Strompreis-entkoppelt-sich-vom-Gaspreis-das-ist-eine-grundlegende-Veraenderung-id30230004.html
³ https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/windenergie-ausbau-102.html
⁴ https://www.fundresearch.de/eltif/eltif-markt-waechst-rasant-rekordzahl-neuer-fonds.php
⁵ https://www.candriam.com/de-ch/regulated-qualified-investor/insights/highlighted/outlook-2026/the-age-of-electricity/
⁶ https://www.delfos.energy/blog-posts/renewable-energy-trends-in-europe-for-2026
⁷ https://www.spglobal.com/energy/en/news-research/special-reports/energy-transition/horizons-top-cleantech-trends-2026
⁸ https://inventure.capital/intelligence-hub/portfolio-2026-warum-die-klassische-60-40-aufteilung-ausgedient-hat-und-wie-vermoegende-anleger-jetzt
⁹ https://www.deloitte.com/us/en/insights/industry/financial-services/financial-services-industry-outlooks/investment-management-industry-outlook.html