Zentrales Element Der Netzausbau: Rückgrat der Energiewende
23.05.2025 • 6 Minuten Lesezeit
Der Netzausbau steht selten im Rampenlicht – dabei ist er ein zentrales Element, um den Ausbau der erneuerbaren Energien überhaupt möglich zu machen. Denn nur mit einer gut ausgebauten Netzinfrastruktur, die den erzeugten Strom zuverlässig aufnimmt und verteilt, kann die Energiewende gelingen. Das Thema steckt voller Potenzial – auch aus Investorenperspektive.
Netzausbau: Wo müssen wir ansetzen?
Damit Strom aus Offshore-Windparks in der Nordsee Haushalte in Bayern erreicht, oder Solarstrom aus dem Berliner Umland bis ins Saarland gelangt, braucht es leistungsfähige Netze über Hunderte von Kilometern hinweg.¹ ²
Klar ist: Der Netzausbau muss mit dem Tempo des Ausbaus erneuerbarer Energien Schritt halten. In Deutschland allein müssen im Übertragungsnetz mehr als 13.000 Kilometer optimiert, ausgebaut oder neu errichtet werden. Besonders im Fokus: sogenannte Stromautobahnen – das sind Höchstspannungs-Gleichstromleitungen wie „SuedLink“ oder „SuedOstLink“.²
Auch auf europäischer Ebene wird die Netzinfrastruktur zunehmend relevant. Über sogenannte Interkonnektoren, also grenzüberschreitende Stromleitungen, wird Energie europaweit gehandelt und verteilt. Grundlage dafür ist die 2009 eingeführte Kopplung des europäischen Binnenstrommarkts. Ein Jahr später folgte das Preiszonenmodell. Es definiert Strompreise für einzelne Regionen unter der Annahme, dass Strom dort ungehindert fließen kann. Voraussetzung dafür sind belastbare Netze, die auch große Mengen – etwa bei starker Wind- oder Sonnenstromproduktion – sicher transportieren.³
Dabei geht es nicht nur um neue Trassen, sondern auch um neue Intelligenz: Früher floss Strom meist nur in eine Richtung, heute speisen zahlreiche dezentrale Quellen lokal ins Netz ein. Das erfordert Netze, die in Echtzeit auf Angebot und Nachfrage reagieren können – digital, vernetzt und flexibel.²
Klar ist: Der Netzausbau muss mit dem Tempo des Ausbaus erneuerbarer Energien Schritt halten. In Deutschland allein müssen im Übertragungsnetz mehr als 13.000 Kilometer optimiert, ausgebaut oder neu errichtet werden. Besonders im Fokus: sogenannte Stromautobahnen – das sind Höchstspannungs-Gleichstromleitungen wie „SuedLink“ oder „SuedOstLink“.²
Auch auf europäischer Ebene wird die Netzinfrastruktur zunehmend relevant. Über sogenannte Interkonnektoren, also grenzüberschreitende Stromleitungen, wird Energie europaweit gehandelt und verteilt. Grundlage dafür ist die 2009 eingeführte Kopplung des europäischen Binnenstrommarkts. Ein Jahr später folgte das Preiszonenmodell. Es definiert Strompreise für einzelne Regionen unter der Annahme, dass Strom dort ungehindert fließen kann. Voraussetzung dafür sind belastbare Netze, die auch große Mengen – etwa bei starker Wind- oder Sonnenstromproduktion – sicher transportieren.³
Dabei geht es nicht nur um neue Trassen, sondern auch um neue Intelligenz: Früher floss Strom meist nur in eine Richtung, heute speisen zahlreiche dezentrale Quellen lokal ins Netz ein. Das erfordert Netze, die in Echtzeit auf Angebot und Nachfrage reagieren können – digital, vernetzt und flexibel.²
Zwei Arten der Netzbetreibung
ÜNB – Übertragungsnetzbetreiber
Sie betreiben das überregionale Stromnetz auf Höchstspannungsebene. Ihre Aufgaben: den Strom über lange Distanzen transportieren, das Netz ausbauen und den Stromfluss zentral steuern. So sind sie für den landesweiten Netzausgleich verantwortlich.
VNB – Verteilnetzbetreiber
Sie übernehmen auf regionaler Ebene die Verteilung des Stroms bis hin zu Haushalten, Unternehmen oder kommunalen Einrichtungen. Dazu gehören auch Betrieb und Instandhaltung von Umspannwerken und Trafostationen.
Sie betreiben das überregionale Stromnetz auf Höchstspannungsebene. Ihre Aufgaben: den Strom über lange Distanzen transportieren, das Netz ausbauen und den Stromfluss zentral steuern. So sind sie für den landesweiten Netzausgleich verantwortlich.
VNB – Verteilnetzbetreiber
Sie übernehmen auf regionaler Ebene die Verteilung des Stroms bis hin zu Haushalten, Unternehmen oder kommunalen Einrichtungen. Dazu gehören auch Betrieb und Instandhaltung von Umspannwerken und Trafostationen.
Stromnetze im Mittelpunkt der Energieverteilung – und der nachhaltigen Energieversorgung
Quelle: Amprion
In den kommenden Jahren wird der Strombedarf deutlich steigen: Immer mehr Prozesse – vom Verkehr über die Industrie bis zur Gebäudetechnik – werden elektrifiziert, um Emissionen zu senken.⁵
Damit der wachsende Anteil erneuerbarer Energien zuverlässig ins Energiesystem eingebunden werden kann, braucht es eine moderne, leistungsfähige Netzinfrastruktur. Denn wenn Wind- und Solarstrom nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden, drohen Engpässe und im schlimmsten Fall Netzabschaltungen.
Ein smarter, belastbarer Netzausbau ist deshalb weit mehr als nur technische Voraussetzung: Er ist das Rückgrat der Energiewende – und das notwendige Pendant zur Transformation.
Damit der wachsende Anteil erneuerbarer Energien zuverlässig ins Energiesystem eingebunden werden kann, braucht es eine moderne, leistungsfähige Netzinfrastruktur. Denn wenn Wind- und Solarstrom nicht dort ankommen, wo sie gebraucht werden, drohen Engpässe und im schlimmsten Fall Netzabschaltungen.
Ein smarter, belastbarer Netzausbau ist deshalb weit mehr als nur technische Voraussetzung: Er ist das Rückgrat der Energiewende – und das notwendige Pendant zur Transformation.
Langfristiges Marktpotenzial für Investments
Der dringende Investitionsbedarf in die europäische Energieinfrastruktur ist längst politisch anerkannt. Die EU plant in den kommenden Jahren milliardenschwere Investitionen – ein Großteil davon entfällt auf Stromnetze, insbesondere auf den Ausbau und die Modernisierung nationaler Verteilnetze.5 Auch die Übertragungsnetze müssen deutlich verstärkt werden. Das Thema hat zudem Eingang in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung gefunden und gilt als ein zentrales Element der deutschen Energiewende.⁵
Für Investor:innen eröffnet sich damit ein langfristiges Marktpotenzial: Die Finanzierung leistungsfähiger Netzinfrastrukturen wird zu einem Schlüssel für die Umsetzung der Energiewende – und zu einer relevanten Chance für nachhaltige Infrastrukturinvestments. Denn klar ist: Der hohe Kapitalbedarf kann nicht allein durch staatliche Mittel gedeckt werden.
Für Investor:innen eröffnet sich damit ein langfristiges Marktpotenzial: Die Finanzierung leistungsfähiger Netzinfrastrukturen wird zu einem Schlüssel für die Umsetzung der Energiewende – und zu einer relevanten Chance für nachhaltige Infrastrukturinvestments. Denn klar ist: Der hohe Kapitalbedarf kann nicht allein durch staatliche Mittel gedeckt werden.
Investitionsbedarf auf einen Blick
323 Mrd. EUR für den Aus- und Umbau der Verteilnetze bis 2045
328 Mrd. EUR für den Aus- und Umbau der Übertragungsnetze bis 2045
651 Mrd. EUR Gesamt-Investitionsbedarf für die deutschen Stromnetze bis 2045
328 Mrd. EUR für den Aus- und Umbau der Übertragungsnetze bis 2045
651 Mrd. EUR Gesamt-Investitionsbedarf für die deutschen Stromnetze bis 2045
Neuzugang in unserem Portfolio: Netzbetreiber Amprion
Das Potenzial im Bereich Stromnetze ist enorm – und klimaVest macht es nun auch für seine Anleger:innen zugänglich. Im vergangenen Monat hat der Fonds eine indirekte Beteiligung von rund 4,5 Prozent an Amprion, einem der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland, erworben.⁶
Amprion plant gemeinsam mit Industriepartnern leistungsfähige Netzanschlüsse und investiert umfassend in Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur. Auf diese Weise trägt das Unternehmen dazu bei, die Grundlagen für ein klimaverträgliches Energiesystem zu schaffen.⁶
Mit dieser strategischen Erweiterung ergänzen wir unser Portfolio aus Wind- und Solarenergie um den Bereich Stromnetze – und sorgen damit für eine noch breitere Risikostreuung. Als erster offener Fonds ermöglicht klimaVest Privatanleger:innen damit zudem den Zugang zu einer bislang rein institutionellen Assetklasse.⁶
Besonders überzeugt hat uns der langfristige Investitionshorizont: Kritische Infrastruktur bietet nicht nur stabile Perspektiven, sondern macht Folgeinvestitionen planbar. Damit profitieren unsere Anleger:innen direkt vom wachsenden Bedarf an Netzausbau und -modernisierung – und leisten zugleich einen Beitrag zur Energiewende.⁶
Amprion plant gemeinsam mit Industriepartnern leistungsfähige Netzanschlüsse und investiert umfassend in Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur. Auf diese Weise trägt das Unternehmen dazu bei, die Grundlagen für ein klimaverträgliches Energiesystem zu schaffen.⁶
Mit dieser strategischen Erweiterung ergänzen wir unser Portfolio aus Wind- und Solarenergie um den Bereich Stromnetze – und sorgen damit für eine noch breitere Risikostreuung. Als erster offener Fonds ermöglicht klimaVest Privatanleger:innen damit zudem den Zugang zu einer bislang rein institutionellen Assetklasse.⁶
Besonders überzeugt hat uns der langfristige Investitionshorizont: Kritische Infrastruktur bietet nicht nur stabile Perspektiven, sondern macht Folgeinvestitionen planbar. Damit profitieren unsere Anleger:innen direkt vom wachsenden Bedarf an Netzausbau und -modernisierung – und leisten zugleich einen Beitrag zur Energiewende.⁶
¹ Commerz Real Infrastruktur Whitepaper
² https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/netze-und-netzausbau.html
³ https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/stromnetze-speicher/europa-vernetzen
⁴ https://www.amprion.net/%C3%9Cbertragungsnetz/Weg-des-Stroms/
⁵ https://kpmg-law.de/energie-im-koalitionsvertrag-2025-das-plant-die-kuenftige-regierung/
⁶ https://www.amprion.net
² https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/netze-und-netzausbau.html
³ https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/stromnetze-speicher/europa-vernetzen
⁴ https://www.amprion.net/%C3%9Cbertragungsnetz/Weg-des-Stroms/
⁵ https://kpmg-law.de/energie-im-koalitionsvertrag-2025-das-plant-die-kuenftige-regierung/
⁶ https://www.amprion.net