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Anleger*innen im Aufwind  Investition in Windkraft: Lohnt es sich auch 2026? 

15 Minuten Lesezeit

Windkraft-Investments versprechen Rendite – doch vielen Anleger*innen fehlt Transparenz. Ist eine Investition in Windkraft nur etwas für Profis und welche Renditen sind realistisch? Wie sicher ist ein Investment? Welche Vorteile bietet Windkraft als Sachwert-Anlage? Dieser Ratgeber beantwortet die 8 wichtigsten Fragen zur Investment-Entscheidung.  
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Windkraft-Ratgeber

Und die konkrete Umsetzung?

Alle Details zu Anlageformen, Erlösmodellen und steuerlichen Aspekten finden Sie in diesem Beitrag:
Windkraft-Anlageformen im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze


  • In Windkraft können Sie auch als Privatanleger*in investieren – etwa über offene oder geschlossene Fonds, Direktbeteiligungen, Aktien oder Crowdinvesting. Informieren Sie sich über Laufzeit und Form, aber  auch über eine staatliche Förderung und steuerliche Aspekte Ihrer Geldanlage. 
  • Direkte Windkraft-Investments und geschlossene Fonds versprechen höhere Renditen mit 4-8%, in Einzelfällen bis zu 9%,¹ sind aber deutlich riskanter. Offene, breit diversifizierte Fonds dagegen performen mit rund 3,5-5% in der Rendite geringer², sind aber sicherer und stabilisieren so das Portfolio insgesamt.
  • Achten Sie darauf, dass das Unternehmen hinter Ihrem Investment über ausreichend Expertise und Finanzkraft verfügt, um auf technische Entwicklungen zu reagieren – etwa durch Repowering veralteter Anlagen.
  • Wer in Windkraft investieren will, kann das auch über einen Erneuerbare-Energien-Fonds wie unseren klimaVest machen, wo neben Windkraft auch in Solar investiert wird. 

 

Inhalt

In Windkraft investieren: Was ist der Stand der Dinge?

Wind ist im Aufwind: Weltweit steigen die Zahlen der Windräder und der Investments in diese Form der erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 erreichten die globalen Investitionen in Offshore-Windkraftanlagen mit 76,7 Milliarden USD einen neuen Rekord – ein Anstieg von 79 % gegenüber dem Vorjahr.³ Windkraft war im Jahr 2024 mit einem Anteil von 33 % an der öffentlichen Nettostromerzeugung der wichtigste Energieträger in Deutschland, deutlich vor Kohle und Gas. Somit hat die Windkraft Kohle als wichtigsten Energieträger Deutschlands abgelöst.⁴

Deutschland baute im ersten Halbjahr 2025 europaweit die meisten neuen Windkraftanlagen und machte dabei fast ein Drittel des gesamten europäischen Windenergieausbaus aus.⁵

Leider mussten Anleger*innen in der Vergangenheit aber auch negative Erfahrungen mit „windigen" Anbietern machen. Viele Investment-Angebote lassen ein Mindestmaß an Transparenz vermissen. In welche Werte und Projekte wird genau investiert? Wie lässt sich eine Renditeprognose einschätzen? Mit welchen Fragen lässt sich die Sicherheit oder das Risiko auf Herz und Nieren prüfen?  

Windkraft als Geldanlage: 8 wichtige Fragen – und Antworten

Es gibt genügend Gründe für Anleger*innen, sich mit dem Boom zu beschäftigen und zu schauen, inwiefern das eigene Portfolio davon profitieren kann. Daher sollen die folgenden Fragen die wichtigsten Aspekte rund um Windkraft-Investments beleuchten. 

1. Ist Windkraft nur etwas für erfahrene Anleger*innen?

Institutionelle Anleger wie Versicherungen und Banken profitieren schon länger vom Ausbau der erneuerbaren Energien. Doch man muss kein Energie-Profi sein, um in Windparks zu investieren. Allerdings lohnt es sich, vorher das Angebot auf Herz und Nieren zu prüfen und sich kritisch zu fragen, ob diese Form der Anlage zur eigenen Lebenssituation und Risikobereitschaft passt.

Grundsätzlich können auch Kleinanleger*innen sich heute an Projekten beteiligen, oft schon ab einer Anlagesumme von 100 Euro.⁶ Sie sollten darauf achten, für wie lange ihr Geld gebunden sein wird (Anlagezeitraum), welche Gebühren und Ausgaben mit dem Projekt verbunden sind (Kostentransparenz) und welche Erfahrungen Betreiber und Finanzverwalter mit Windprojekten vorweisen können (Anbieterqualität)

Entscheidend für das Risiko-Rendite-Profil eines Windkraft-Investments ist auch die Form der Geldanlage. Hier gibt es eine breite Auswahl, von Aktien und Anleihen über Geschlossene und Offene Fonds bis hin zu Bürgerwindanlagen und anderen Formen des Crowdinvestings. ⁷

Windkraft-Anlageformen im Vergleich

2. Welchen ökologischen Nutzen hat die Windkraft?

Um Wind zu ernten, braucht es keine fossilen Energieträger wie Kohle, Gas oder Erdöl. Daher gehört die Windenergie zu den erneuerbaren Energien, die zum Klimaschutz beitragen: Bei der Erzeugung von Strom aus Wind entstehen kaum klimaschädlichen Treibhausgase wie CO₂.⁸

Allein in Deutschland konnten durch die Windstromproduktion im Jahr 2023 knapp 108 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden.⁹ Damit kann Europa einen wachsenden Teil seines Bedarfs decken: Windräder deckten 2024 bereits 19 % (475 TWh) des Stromverbrauchs in der EU.¹⁰ Allerdings liegt der jährliche Ausbau mit 16 GW noch deutlich unter den 30 GW, die für das Erreichen der EU-Klimaziele 2030 erforderlich wären.¹¹

Wind ist nicht gleich Wind. Ein Windpark in Finnlands Küstenregionen kann doppelt so viele Volllaststunden erzielen wie ein schlecht platzierter Park in Süddeutschland. Bei klimaVest prüfen wir vor jedem Ankauf gründlich Winddaten, analysieren Mikroklima-Effekte und lassen unabhängige Gutachter die Ertragserwartungen gegenchecken. Unsere vier finnischen Windparks beispielsweise profitieren von der langen, flachen Küstenlinie mit konstanten Winden. Das bedeutet planbare, hohe Erträge.“ 
Timo Werner
Timo Werner
klimaVest Fondsmanager

3. Welche Vorteile bietet eine Windkraft-Geldanlage für Anleger*innen? 

Mit einem Investment in Windkraft können Privatanleger*innen den Klimaschutz aktiv fördern¹² und von den Renditen profitieren. Der prognostizierte Ausbau der Windkraft-Kapazitäten sorgt dafür, dass Interessent*innen für diese Geldanlagen hier einen attraktiven Markt vorfinden. WindEurope geht davon aus, dass zwischen 2025 und 2030 in Europa insgesamt 187 GW an neuer Windenergieleistung installiert werden.¹³ Zugleich sind die Investitionsvolumina für Windparks meist so groß, dass sich die Kosten für Planung, Vertrieb und Betrieb gut verteilen und interessante Renditen ermöglichen. 

Windanlagen fallen in die Rubrik Sachwert-Investitionen. Sie bleiben auch in Krisen stabil und wirken der Inflation entgegen. Die staatliche Förderung für erneuerbare Energien (Einspeisevergütung) garantiert in Deutschland eine Abnahme der Stromproduktion für 20 Jahre.¹⁴

4. Wie viel Rendite kann ein Investment in Windenergie erwirtschaften? 

Die Rendite hängt stark von der Anlageform ab. Direkte Windkraft-Beteiligungen und geschlossene Fonds zielen auf 4 % bis 6 % jährliche Verzinsung, in Einzelfällen bis zu 9 % – allerdings bei deutlich höherem Risiko und langen Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren. Offene Fonds wie klimaVest bieten typischerweise 3,5 % bis 4,5 % Zielrendite bei höherer Sicherheit durch breite Streuung über viele Windparks, Länder und Technologien. Windkraft-Aktien sind volatiler und abhängig von Börsenschwankungen. Nach dem Absturz 2023 haben sich einige Titel wie Siemens Energy 2024 wieder erholt, langfristige Renditen bleiben aber schwer prognostizierbar.¹⁵

Entscheidend: Die realen Erträge hängen von Windaufkommen, Strompreisen, Betriebskosten und politischen Rahmenbedingungen ab. Die garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre (EEG) bietet Planungssicherheit, läuft aber für Altanlagen aus. Moderne Windparks setzen zunehmend auf Power Purchase Agreements (PPAs) oder Direktvermarktung an der Börse, mit Chancen auf höhere Gewinne, aber auch größeren Schwankungen. Grundregel: Je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko. Seriöse Anbieter mit langjähriger Erfolgsbilanz und transparenter Kostenstruktur sind entscheidend für tatsächliche Erträge.¹⁶

5. Wie sicher oder riskant ist ein Windkraft-Investment? 

Windkraft-Investments sind relativ sicher: Die Kombination aus politischer Förderung, ausgereifter Technologie und weltweit steigendem Energiebedarf ermöglicht planbare Erträge bei moderatem Risiko – vorausgesetzt, das Investment ist professionell diversifiziert. Folgende Faktoren unterstützen diese Einschätzung: Der weltweite Energiebedarf steigt durch Bevölkerungswachstum, steigende Einkommen und Urbanisierung, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern.¹⁷ Internationale Abkommen und nationale Gesetze wie das deutsche EEG fördern regenerative Energien mit gesetzlich gesicherten Vergütungen. Die Technologie ist ausgereift und erprobt, die Erträge sind gut kalkulierbar. 

Gleichzeitig bestehen Anlagerisiken: Wind bleibt trotz sorgfältiger Prognosen unberechenbar, längere Flauten können Erträge schmälern. Bei den Projektpleiten Anfang der 2000er Jahre hatten unerfahrene Projektierer ihre Windprognosen auf die überdurchschnittlich windstarken 1990er Jahre gestützt.¹⁸ Managementfehler beim Standort oder der Höhenberechnung können die Rentabilität gefährden. Bei großen Einnahmeverlusten droht im schlimmsten Fall die Insolvenz des Projekts. Auch politische Änderungen der Förderbedingungen sind theoretisch möglich. In Deutschland genießen Anlagenbetreiber jedoch verfassungsrechtlich garantierten Vertrauensschutz – rückwirkende Kürzungen der EEG-Vergütung für bestehende Anlagen sind nicht erlaubt.¹⁹

 

Risikominimierung durch professionelle Diversifikation: Um Risiken zu senken, sollte in mehr als einen Windpark investiert werden. Mehrere Direktinvestments erfordern jedoch erhebliches Knowhow, Zeitaufwand und hohe Kapitalsummen. Offene Sachwerte-Fonds bieten die bessere Lösung: Sie streuen das Kapital systematisch über viele Windparks, Länder und Technologien. Der klimaVest Fonds beispielsweise ist über 45 Assets in ganz Europa diversifiziert, in Finnland, Spanien, Deutschland, Frankreich, Irland und Schweden. Das Portfolio umfasst Onshore-Windparks, Solarparks und eine Beteiligung an Übertragungsnetzen. Die Risiken werden geografisch, technologisch und über verschiedene Betreiber hinweg gestreut. So stehen die Zeichen nicht gleich auf Sturm, wenn in einer Region mal kein Wind weht. 

Warum Diversifikation entscheidend ist

Stellen Sie sich vor, Sie investieren 50.000 Euro in einen einzigen Windpark in Norddeutschland. Ein windarmes Jahr 2026 – und Ihre Rendite schrumpft auf 2 %. Hätten Sie das gleiche Geld über 20 Windparks in ganz Europa gestreut (wie bei klimaVest), würden Flauten in Deutschland durch stärkere Winde in Finnland oder Spanien ausgeglichen. Das Ergebnis: stabilere Erträge, kalkulierbares Risiko.

6. Welcher Anlagezeitraum ist bei einer Investition in Windkraft anzunehmen? 

Wie lang und wie flexibel eine Investition in Windenergie angelegt ist, hängt von der Anlageform und dem jeweiligen Projekt ab. Windkraftanlagen gehören zur Klasse der Infrastruktur-Assets. Das macht sie weniger anfällig für zyklische Schwankungen und unabhängiger von Börsenentwicklungen. Gleichzeitig binden solche Investments das Kapital der Anleger*innen langfristiger. 

Anleger*innen sollten damit rechnen, dass ihr Kapital für mehrere Jahre gebunden ist. Je nach Projekt liegt der Anlagezeitraum zwischen 5 und 20 Jahren, in einigen Fällen auch etwas kürzer. Das liegt daran, dass die Anfangsinvestitionen für ein Windkraftwerk erst über die Jahre durch die Einnahmen aus dem Stromverkauf bzw. durch die Einspeisevergütung wieder eingespielt werden. 

Spätestens nach Ablauf der gesetzlichen Förderdauer von 20 Jahren findet meist ein „Repowering" statt, die Modernisierung alter Anlagen. Neue Windturbinen – mit mehr Leistung und weniger Wartungsaufwand – ersetzen die alten Anlagen. Betreiber sparen sich dabei den Anfangsaufwand, da Netzanschlüsse, Genehmigungen und Erfahrungen mit dem Windaufkommen bereits vorhanden sind. 

7. Wie sieht die Zukunft der Windenergie aus? 

Die Zukunft der Windenergie wird von drei Trends bestimmt: Repowering, Hybridisierung und Offshore-Ausbau. klimaVest fokussiert diese Entwicklungen. 

1. In Zukunft wird es mehr um das Thema Repowering gehen. Beim Repowering geht es darum, Erneuerbare-Energien-Anlagen zu modernisieren und so effizienter nutzbar zu machen. Dieser Ansatz bietet den Vorteil, dass der Standort bereits besteht und infrastrukturell für den Betrieb einer Erneuerbare-Energien-Anlage wie zum Beispiel einem Windpark aufbereitet ist. Mit Repowering kann erstens der Netzanschluss erleichtert werden, zweitens können solche Projekte dadurch auch meist schneller genehmigt werden. Repowering ist damit ein wertvoller Ansatz, um Erneuerbare-Energien-Anlagen möglichst unkompliziert wiederaufzubereiten und möglichst effizient und gewinnbringend zu nutzen. 

Warum Hybrid-Anlagen die Zukunft sind

2. Das Thema Hybridisierung, also die Kombination verschiedener Technologien, steht im Fokus: Dabei geht es sowohl darum, verschiedene Technologien der Stromproduktion wie Wind- und Solarkraft miteinander zu kombinieren. Zum anderen sollen auch Produktions- und Speicherungstechnologien hybridisiert werden, sodass produzierter Strom gespeichert und zu einem anderen Zeitpunkt ins Netz eingespeist werden kann. Die Einführung und Umsetzung solcher Hybrid-Anlagen sorgt dafür, dass natürliche Schwankungen in der Stromproduktion besser ausgeglichen werden können. Auch klimaVest hat das Potenzial dieses Modells erkannt und für sein Portfolio bereits einen spanischen Solarpark erworben, der in den nächsten Jahren um einen Windpark ergänzt werden soll. Solche Hybridmodelle, die verschiedene Methoden der Stromproduktion und -speicherung miteinander kombinieren, werden in den nächsten Jahren deutlich an Zulauf gewinnen.

3. Das dritte Themenfeld beschäftigt sich mit zukünftigen Herausforderungen im Bereich Windkraft-Investments, namentlich Offshore-Windparks. Hier haben sich die steigenden Kosten und die gestörten Lieferketten, die die Wirtschaft die letzten Jahre belastet haben, besonders deutlich gezeigt. Aufgrund der Installation im offenen Gewässer liegen die Herstellungs- und Installationskosten ohnehin schon höher als bei Onshore-Windanlagen, zudem sorgen die extremeren Witterungsbedingungen für einen höheren Verschleiß.²⁰

Gleichzeitig liegen die Erträge jedoch fast doppelt so hoch wie bei Windparks auf dem Festland.²¹ Je mehr Anlagen gebaut werden, desto mehr könnten die Kosten also langfristig gesenkt werden. Doch um dieses Potenzial zu nutzen, muss der Ausbau in den nächsten Jahren auch entsprechend vorangetrieben werden. 

„Hybridanlagen sind für uns kein Trend, sondern strategisches Risikomanagement. Wenn die Sonne nicht scheint, weht oft Wind – und umgekehrt. Diese natürliche Diversifikation macht Erträge stabiler und attraktiver für Anleger." 
Timo Werner
Timo Werner
klimaVest Fondsmanager
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Erfolgreich in Windkraft investieren

klimaVest in Finnland

Finnland gehört neben Spanien, Deutschland, Frankreich und Schweden zu den geografischen Schwerpunkten im klimaVest Portfolio. Schon vier finnische Windparks hat der Fonds in den letzten Jahren erworben – und das mit gutem Grund: Die lange, flache Küstenlinie Finnlands bietet den idealen Standpunkt, um die vorhandene Windenergie effizient in erneuerbaren Strom umzuwandeln.²²

Die insgesamt 34 Windturbinen der vier Windparks in Finnland verfügen über mehr als 170 Megawatt Gesamtleistung. Ein Großteil des so produzierten Stroms wird über langfristige Abnahmeverträge – sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs) – an große, bonitätsstarke Unternehmen verkauft. So sorgt klimaVest für Kontinuität und Planungssicherheit, die auch den Anleger*innen in Form planbarer Renditen zugutekommt.

Ein weiterer Teil des erneuerbaren Stroms wird jedoch auch über die Strombörse frei vermarktet. Damit reicht die Diversifikation bei klimaVest von verschiedenen Assets, Betreibern und genutzten Technologien bis hin zur Produktion und Vermarktung des Stroms, der aus finnischer Windkraft gewonnen wird. 

Mehr über unseren finnischen Windpark Lumivaara lesen.

8. Wie in Windkraft investieren? Anlageformen im Überblick

Privatanleger können auf fünf Arten in Windkraft investieren. Jede Anlageform unterscheidet sich in Risiko, Mindestanlage, Laufzeit und Mitspracherecht: 

 

 Anlageform   Mindestanlage   Rendite   Risiko  Laufzeit   Liquidität 
           
 Direktbeteiligung   10.000€+  4-9 %   Hoch  10-20 Jahre  Sehr niedrig
 Geschlossener Fonds   10.000€+  4-6 %   Mittel-Hoch  10-20 Jahre  Niedrig
 Offener Fonds   10€+  3,5-4,5 %   Niedrig-Mittel  Flexibel  Mittel-Hoch
 Aktien/ETFs   1€+  Volatil  Hoch  Flexibel  Sehr hoch
 Crowdinvesting   100€+   3-6%  Hoch  5-10 Jahre  Sehr niedrig

 

Die Bandbreite ist groß: Direktinvestments, Crowdfunding und Aktien versprechen teils höhere Renditen, gehen aber mit entsprechenden Einzelrisiken einher. Offene Fonds wie klimaVest setzen auf ein anderes Modell: niedrige Einstiegshürden, breite Streuung über viele Projekte und ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko bei gleichzeitiger Flexibilität. 

 

Fazit: Lohnt sich eine Investition in Windkraft 2026?

Windkraft-Investments vereinen Klimaschutz und Rendite. Mit 3,5-6 % Zielrendite und planbaren Erträgen bietet die Assetklasse eine sinnvolle Portfolioergänzung für nachhaltigkeitsorientierte Anleger*innen.

Die zentrale Erkenntnis: Risiko und Rendite hängen entscheidend von der Anlageform ab. Direktbeteiligungen versprechen höhere Erträge (bis 9 %)1, erfordern aber hohes Kapital, lange Kapitalbindung und die Bereitschaft, Projektrisiken zu tragen. Offene Fonds wie klimaVest bieten mit 3,5-4,5 % moderate Renditen bei deutlich höherer Sicherheit durch professionelle Diversifikation über Länder, Technologien und Betreiber.

Wer sollte investieren? Windkraft eignet sich für Anleger*innen mit mittelfristigem Anlagehorizont (5+ Jahre), die Wert auf Sachwert-Stabilität und Inflationsschutz legen. Die staatliche Förderung über 20 Jahre, steigende Strompreise und ambitionierte EU-Klimaziele sprechen für langfristig stabile Rahmenbedingungen.¹⁴

Nächster Schritt: Entscheiden Sie, welche Anlageform zu Ihrer Risikobereitschaft passt. Mehr Flexibilität oder höhere Rendite? Breite Streuung oder gezielte Projektauswahl? Unser Vergleich der Anlageformen hilft Ihnen bei der Entscheidung.

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Windkraft-Ratgeber

Sie wollen mehr erfahren?

In unserem ausführlichen Ratgeber "Windkraft-Anlageformen im Vergleich" analysieren wir jede Option detailliert: Wie funktionieren Direktbeteiligungen? Was unterscheidet geschlossene von offenen Fonds? Welche steuerlichen Aspekte müssen Sie beachten? Und wie verdienen Windräder eigentlich ihr Geld? 
Windkraft-Anlageformen im Vergleich

FAQs zu Windkraft-Investments 

Wie viel Rendite bringen Windkraftanlagen durchschnittlich?

Windkraft-Investments erzielen je nach Anlageform unterschiedliche Renditen. Direktbeteiligungen und geschlossene Fonds bieten 4-6 % jährlich, in Einzelfällen bis 9 %¹, allerdings bei deutlich höherem Risiko und langen Laufzeiten von 10-20 Jahren. Offene Fonds wie klimaVest liefern typischerweise 3,5-4,5 % Zielrendite bei höherer Sicherheit durch breite Streuung über viele Windparks, Länder und Technologien. klimaVest erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 eine Rendite von 3,7 %.⁶ Windkraft-Aktien sind volatiler und abhängig von Börsenschwankungen – nach dem Absturz 2023 haben sich einige Titel wie Siemens Energy 2024 wieder erholt, langfristige Renditen bleiben aber schwer prognostizierbar.¹⁵ Die tatsächliche Rendite hängt von Windaufkommen, Strompreisen, Betriebskosten und politischen Rahmenbedingungen ab. Grundregel: Je höher die versprochene Rendite, desto höher das Risiko. 

Wie groß ist der Markt für Windkraft weltweit und in Europa? 

Weltweit waren Ende 2024 etwa 1.000 GW Windenergie-Kapazität installiert, Europa verfügt über 285 GW. China führt global mit 39 % der installierten Leistung, gefolgt von den USA (14 %) und Deutschland (7 %). In Europa deckten Windräder 2024 bereits 19 % (475 TWh) des Stromverbrauchs der EU. Deutschland steht europaweit auf Platz 1 bei der installierten Leistung (rund 21 % der gesamt-europäischen Kapazität). Der Markt wächst jährlich um 23-31 GW in Europa.²³

Wie wirken sich steigende Zinsen auf Windkraft-Investments aus?

Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten für neue Windprojekte, da diese kapitalintensiv sind und oft zu 70-85 % fremdfinanziert werden. Höhere Zinsen reduzieren die Nettorendite und können Projektentwicklungen verzögern oder unrentabel machen.²⁴ Für Bestandsanlagen mit langfristigen Festzinsvereinbarungen ändert sich wenig. Offene Fonds mit breitem Portfolio aus Alt- und Neuanlagen können Zinsrisiken besser abfedern als Direktinvestments in einzelne Neubauprojekte. klimaVest profitiert von seinem etablierten Portfolio mit überwiegend bereits finanzierten Anlagen. 

Was ist sinnvoller: Investment in einen reinen Windkraftfonds oder einen Fonds mit Mix aus Erneuerbaren Energien?

Ein Mix aus erneuerbaren Energien ist empfehlenswerter. Wind und Solar ergänzen sich: Windräder liefern mehr Strom im Winter, Solarparks im Sommer. Diese natürliche Diversifikation gleicht saisonale Schwankungen aus und stabilisiert Erträge.²⁵ Fonds wie klimaVest kombinieren Windkraft, Photovoltaik und Stromnetze über mehrere Länder – das reduziert Klumpenrisiken deutlich. Reine Windkraftfonds sind anfälliger für windschwache Jahre oder regionale Wetterereignisse. Die Technologie-Diversifikation macht das Portfolio widerstandsfähiger. 

Wie viel Geld brauche ich mindestens für ein Windkraft-Investment?

Das hängt von der Anlageform ab: Bei Crowdinvesting reichen oft schon 100 Euro, offene Fonds wie klimaVest ermöglichen Einstiege ab 10 Euro. Direktbeteiligungen und geschlossene Fonds erfordern typischerweise mindestens 10.000 Euro. Für Privatanleger*innen mit kleineren Summen sind offene Fonds die flexibelste Option: Sie profitieren von professioneller Streuung über viele Windparks, ohne große Kapitalsummen binden zu müssen. 

Kann ich jederzeit wieder aus meinem Windkraft-Investment aussteigen?

Bei offenen Fonds wie klimaVest können Sie Ihre Anteile grundsätzlich monatlich zurückgeben, allerdings mit einer Kündigungsfrist von 12 Monaten. Geschlossene Fonds und Direktbeteiligungen binden Ihr Kapital für 10-20 Jahre. Ein vorzeitiger Ausstieg ist nur über den Zweitmarkt möglich, oft mit erheblichen Abschlägen. Aktien und ETFs bieten tägliche Handelbarkeit, unterliegen aber starken Kursschwankungen. Wer Flexibilität braucht, sollte offene Fonds bevorzugen. 

Zahle ich Steuern auf Windkraft-Renditen?

Ja, Erträge aus Windkraft-Investments sind steuerpflichtig. Bei offenen Fonds werden Ausschüttungen als Kapitaleinkünfte versteuert (Abgeltungssteuer 25 % plus Solidaritätszuschlag). Geschlossene Fonds und Direktbeteiligungen können steuerlich komplexer sein. Hier fließen Gewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb in Ihre Steuererklärung ein. Vorteil: Verluste können mit anderen Einkünften verrechnet werden. Bei Aktien gilt die Abgeltungssteuer auf Dividenden und Kursgewinne. Nutzen Sie Ihren Sparerpauschbetrag (1.000 Euro für Singles, 2.000 Euro für Paare) optimal aus. 

¹ Erneuerbare Energien Aktuell (2025): In Windpark investieren: Worauf sollten Anleger achten? https://erneuerbare-energien-aktuell.de/investments/in-windpark-investieren/

² DAS INVESTMENT (2024): Aktienähnliche Gesamtrendite, nur mit geringerem Risiko. https://www.dasinvestment.com/aktienaehnliche-gesamtrendite-nur-mit-geringerem-risiko/

³ BloombergNEF (2024): Offshore Wind Investment Hit All-Time High in 2023. https://about.bnef.com/blog/offshore-wind-investment-hit-all-time-high-in-2023/

⁴ Fraunhofer ISE (2025): Öffentliche Stromerzeugung 2024: Deutscher Strommix so sauber wie nie. https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2025/oeffentliche-stromerzeugung-2024-deutscher-strommix-so-sauber-wie-nie.html

⁵ Bundesverband WindEnergie (2025): Deutschland ist Zugpferd des europäischen Windenergieausbaus. https://www.wind-energie.de/presse/pressemitteilungen/detail/deutschland-ist-zugpferd-des-europaeischen-windenergieausbaus/

⁶ WIWIN (2025): Fakten, Fakten, Fakten Teil 1: Was ist Crowdinvesting? https://wiwin.de/blog/was-ist-crowdinvesting

⁷ Grüne Sachwerte (2025): In Windkraft investieren - Windpark Beteiligungen 2025. https://www.gruene-sachwerte.de/windkraft/

¹⁰ Bundesverband WindEnergie (2025): Europa in Zahlen. https://www.wind-energie.de/themen/zahlen-und-fakten/europa/

¹¹ WindEurope (2024): Windenergie in Europa: Statistiken 2024 und Ausblick für 2025-2030. https://w3.windmesse.de/windenergie/news/47315-windeurope-windenergie-in-europa-statistiken-2024-und-ausblick-fur-2025-2030

¹² Windkraft-Investments tragen zu den EU-Taxonomie-Umweltzielen "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" bei (EU-Verordnung 2020/852).

¹³ WindEurope (2024): Wind energy in Europe: 2024 Statistics and the outlook for 2025-2030. https://www.iwr.de/news/dynamik-beim-windenergie-ausbau-in-europa-2024-ruecklaeufig-deutschland-fuehrt-ausbauranking-an-news39046

¹⁴ Exporo (2024): In Windkraft investieren: Geldanlage, die sich lohnt? https://exporo.de/blog/windkraft-investieren

¹⁵ Vernunftwende (2025): Direkte Beteiligung an Windkraftanlagen. https://vernunftwende.de/direkte-beteiligung-an-windkraftanlagen/; Commerz Real (2025): In Windkraft investieren. https://commerzreal.com/de/blog/in-windkraft-investieren/; Aktienwelt360 (2024): Siemens Energy-Aktie: +311 % in 2024https://www.aktienwelt360.de/2024/12/21/siemens-energy-aktie-311-in-2024/

¹⁶ Windpark Lindenberg: Energieertrag Wirtschaftlichkeit. https://www.windpark-lindenberg.ch/wirtschaftlichkeit; EnBW (2025): Power Purchase Agreements. https://www.enbw.com/unternehmen/themen/solarenergie/darum-sind-ppas-gut-fuer-die-energiewende.html; Wikipedia: Windenergie. https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie

¹⁷ IEA (2023): World Energy Outlook 2023 - Executive Summary. https://www.iea.org/reports/world-energy-outlook-2023/executive-summary?language=de

¹⁸ wind-turbine.com (2023): Investition in Windkraft - Sichere Geldanlage? https://wind-turbine.com/magazin/neues-vom-markt/231230/investition-in-windkraft-sichere-geldanlage.html

¹⁹ Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV): EEG-Einspeisevergütung sicher? Gutachterliche Stellungnahme Prof. Dr. Stefan Klinski (2005) im Rahmen des BMU-Projekts „Rechtliche und administrative Hemmnisse für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland". http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/eegsiche.htm

²¹ Bundesverband WindEnergie (BWE): Offshore Anlagentechnik. https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/offshore/

²² AHK Finnland / Umweltwirtschaft.com (2019): Windenergie: Finnischer Wind ist mehr als heiße Luft. https://www.umweltwirtschaft.com/news/energie/Windenergie-Finnischer-Wind-ist-mehr-als-heisse-Luft-19100

²³ WindEurope: Wind energy in Europe: 2024 Statistics and the outlook for 2025-2030 https://windeurope.org/data/products/wind-energy-in-europe-2024-statistics-and-the-outlook-for-2025-2030/

²⁴ ETF.capital: Windkraft-Aktien: Gegenwind drückt auf die Rendite, 01.08.2025, URL: https://etf.capital/windkraft-aktien-im-gegenwind-auswirkungen-auf-die-rendite/

²⁵ Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Winterstrom-Lösung von Axpo: Windenergie als perfekte Ergänzung zur Solarenergie, 12.06.2025, URL: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/715590/winterstrom-loesung-von-axpo-windenergie-als-perfekte-ergaenzung-zur-solarenergie