Erneuerbare Energien als Antwort Energieversorgung unter Druck: Was der Nahost-Krieg für klimaVest bedeutet
30.04.2026 • 5 Minuten Lesezeit
Die „fossile Falle“: Ursache struktureller Abhängigkeiten
Ursache ist unsere Energiestruktur: In Deutschland basiert der Energieverbrauch noch immer zu etwa 78 Prozent auf Öl und Gas. Nur ein kleiner Teil – rund 20 Prozent des deutschen Energieverbrauchs – entfällt auf Strom¹, dessen Anteil aus erneuerbaren Energien inzwischen bei etwas mehr als 50 Prozent liegt.² Der konsequente Ausbau dieser Quellen und die Elektrifizierung von Industrie und Verkehr sind daher die entscheidenden Hebel für mehr Unabhängigkeit.
Auswirkungen auf die Kapitalmärkte und klimaVest
Geopolitische Spannungen sind schnell auch an den Kapitalmärkten spürbar. Gerade in Märkten wie Deutschland, die in hohem Maß auf Öl- und Gasimporte angewiesen sind, können sie die Versorgungssicherheit schnell unter Druck setzen. Die Aktienmärkte, besonders in energieintensiven Branchen, reagieren in solchen Phasen häufig mit höherer Volatilität und Kursverlusten. Anleger:innen verhalten sich in diesem Marktumfeld verständlicherweise zurückhaltender.
Als Fonds, der in erneuerbare Energien und Infrastruktur investiert, ist klimaVest strukturell anders positioniert. Diese resiliente Positionierung verdankt der Fonds vor allem der breiten Diversifizierung:
- Vielseitiges Stromerzeugungsportfolio: Erträge fließen diversifiziert über staatlich geregelte Einspeisevergütungen, langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) und Verkäufe am Spotmarkt. Dies kann die Ertragsbasis auch in volatilen Zeiten stabilisieren.
- Regionale Diversifikation: Auch geografisch ist das Portfolio von klimaVest mit Assets in sechs EU-Ländern an insgesamt 42 Standorten breit aufgestellt. Langfristig sieht die Fondsstrategie eine noch weiter gefächerte geografische Verteilung über wirtschaftlich stabile Standorte in Europa vor. So erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2025 der Baustart für mehrere große Photovoltaik-Projekte, unter anderem in Spanien und Südschweden
- Technologiemix: Das Portfolio setzt auf einen Mix aus Windkraft, Photovoltaik und Netzinfrastruktur.
Weitere Entwicklung der Gas- und Strompreise
Eine belastbare Veränderung der langfristigen Strompreiserwartungen über 2027 hinaus sehen wir derzeit nicht; aus heutiger Sicht rechnen wir ab 2028 eher mit einer Normalisierung. Wir beobachten den Markt jedoch genau, um mögliche Chancen zur Sicherung langfristiger Stromabnahmeverträge zu nutzen. (Stand: April 2026)
Erneuerbare Energien als strukturelle Antwort
Investitionsstrategie im Fokus: Die klimaVest Perspektive
Die Krise im Nahen Osten ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Transformation des Energiesystems hin zu Erneuerbaren nicht nur klimapolitisch geboten, sondern auch wirtschaftlich notwendig ist. klimaVest steht für genau diesen Ansatz.
² https://www.bdew.de/media/documents/Die_Energieversorgung_2025_FINAL_2025_12_17_1.pdf